Kohle statt Klimaschutz:
USA opfern die Umwelt dem KI-Boom
Die US-Regierung hat klargestellt, dass man die eigentlich bereits beschlossene Abschaltung alter Kohlekraftwerke möglichst lange hinauszögern will, um die gigantischen Energiemengen liefern zu können, die für den Ausbau der Rechenzentren für Dienste aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz nötig sind.
Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Write, dass man die Abschaltung gesicherter bestehender Kapazitäten verhindern müsse. "In Washington, D.C. herrscht wieder Energie-Nüchternheit. Unser Fokus liegt auf den Amerikanern, den Preisen für Versorgungsleistungen und der Vermeidung von Stromausfällen," so Wright außerdem.
Wright selbst hatte erst im August mit einer Anordnung seines Hauses dafür gesorgt, dass ein Kohlekraftwerk im US-Bundesstaat Michigan jetzt doch weiterhin betrieben wird, obwohl es wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit abgeschaltet werden sollte. Das Energieministerium erzwang zudem den weiteren Betrieb eines gas- und ölbefeuerten Kraftwerks in Pennsylvania. Er stellte in Aussicht, dass weitere Kraftwerksbetreiber entsprechende staatliche Vorgaben zu erwarten hätten, die man im Rahmen von Bundesgesetzen zur Sicherung der Netzstabilität erlassen wird.
Gleichzeitig will Wright auch die Pläne zur Wiederinbetriebnahme von zwei eigentlich abgeschalteten Atomkraftwerken vorantreiben, von denen eines unter anderem die Energieversorgung von Rechenzentren von Microsoft sichern soll. Durch die steigende Zahl von Rechenzentren für KI-Dienste steigt der Strombedarf in den USA in den kommenden Jahren massiv, was auch jetzt schon zu stark steigenden Preisen für die privaten Verbraucher führt.
Siehe auch:
Höhere Kapazitäten um jeden Preis
Geht es nach US-Energieminister Chris Wright, sollen die verbleibenden Kohlekraftwerke des Landes erst später geschlossen werden. Sie sollen vorläufig helfen, den steigenden Energiebedarf der USA zu decken, weil der Verbrauch infolge des Ausbaus der KI-Kapazitäten erheblich zunimmt. Der verlängerte Betrieb der oft über 50 Jahre alten Kohlemeiler sei Teil einer breiter angelegten neuen Strategie, die auch den Ausbau von Atomkraft und den ständigen Betrieb von Kraftwerken, die eigentlich nur als Rückfalloption gedacht sind, vorsieht.Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Write, dass man die Abschaltung gesicherter bestehender Kapazitäten verhindern müsse. "In Washington, D.C. herrscht wieder Energie-Nüchternheit. Unser Fokus liegt auf den Amerikanern, den Preisen für Versorgungsleistungen und der Vermeidung von Stromausfällen," so Wright außerdem.
Wenn nötig auch mit staatlicher Gewalt
Man befinde sich derzeit in Gesprächen mit vielen Kraftwerksbetreibern und gehe davon aus, dass der Großteil der mehreren Dutzend verbleibenden Kohlekraftwerke in den USA erst später als geplant geschlossen werde, sagte der Energieminister weiter. Er geht davon aus, dass der Großteil dieser Kohlekapazitäten weiterhin am Netz bleibt. Dafür sei man auch bereit, auf Notfallregelungen zurückzugreifen.Wright selbst hatte erst im August mit einer Anordnung seines Hauses dafür gesorgt, dass ein Kohlekraftwerk im US-Bundesstaat Michigan jetzt doch weiterhin betrieben wird, obwohl es wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit abgeschaltet werden sollte. Das Energieministerium erzwang zudem den weiteren Betrieb eines gas- und ölbefeuerten Kraftwerks in Pennsylvania. Er stellte in Aussicht, dass weitere Kraftwerksbetreiber entsprechende staatliche Vorgaben zu erwarten hätten, die man im Rahmen von Bundesgesetzen zur Sicherung der Netzstabilität erlassen wird.
Gleichzeitig will Wright auch die Pläne zur Wiederinbetriebnahme von zwei eigentlich abgeschalteten Atomkraftwerken vorantreiben, von denen eines unter anderem die Energieversorgung von Rechenzentren von Microsoft sichern soll. Durch die steigende Zahl von Rechenzentren für KI-Dienste steigt der Strombedarf in den USA in den kommenden Jahren massiv, was auch jetzt schon zu stark steigenden Preisen für die privaten Verbraucher führt.
Zusammenfassung
- US-Regierung verzögert Abschaltung von Kohlekraftwerken für KI-Energiebedarf
- Energieminister Wright sieht Kohle-Meiler als Teil einer breiteren Strategie
- Fokus liegt auf amerikanischen Verbrauchern, Energiepreisen und Netzstabilität
- Mehrere Dutzend Kohlekraftwerke sollen länger am Netz bleiben als geplant
- Staatliche Vorgaben erzwingen Weiterbetrieb bestimmter Kraftwerke
- Zwei abgeschaltete Atomkraftwerke sollen wieder in Betrieb genommen werden
- Wachsende KI-Rechenzentren führen zu massiv steigendem Strombedarf
Siehe auch:
- Kohle-Verstromung ist schneller auf dem Rückzug als geplant
- "Gasfalle": Warum Kohleausstieg eine schlechte Rechnung sein kann
- Für KI: Trump mit Ausnahmeregelung für dreckigste Kohlekraftwerke
- Kohle für KI: Trump will sterbende US-Kohleindustrie wiederbeleben
- Solar drückt die Kohle weg: Energiewende in Europa läuft rasant
Thema:
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