Goovis Art im Test: 110-Zoll-Heimkino zum Aufsetzen und Mitnehmen
Goovis verspricht bei seinem Headset Art einen leichten 110-Zoll-Bildschirm zum Mitnehmen - ohne die Nachteile schwerer VR-Brillen. Der kompakte Bildschirmaufsatz zeigt im Test überraschende Stärken, hat aber auch seine Eigenheiten und Probleme.
Mit nur 110 Gramm gehört das Goovis Art nämlich zu den leichtesten sogenannten Head-Mounted-Displays auf dem Markt. Anders als VR-Brillen oder Mixed-Reality-Headsets wie die Apple Vision Pro verzichtet das Gerät auf ein geschlossenes Design. Stattdessen sind zwei kleine OLED-Displays vor den Augen platziert. Das sorgt dafür, dass die periphere Sicht erhalten bleibt. Auf dem Headset selbst bekommt der Anwender ein (virtuell) gut 110 Zoll großes Bild zu sehen, das als "Verlängerung" des Rechners oder Smartphones dient.
Goovis Art
Die beiden Micro-OLED-Bildschirme lösen jeweils mit 1920 × 1080 Pixeln auf und erreichen eine beeindruckende Pixeldichte von 4496 PPI. Zum Vergleich: Die Apple Vision Pro kommt auf 34 Pixel pro Grad (PPD), während Goovis Art 42 PPD bietet. In der Praxis bedeutet das: keine sichtbaren Pixel, gestochen scharfe Texte und leuchtstarke Farben.
Vor allem die Farbdarstellung kann sich sehen lassen: Mit 110 Prozent sRGB-Abdeckung und 90 Prozent DCI-P3 liefert das Display lebendige, aber auch nicht übertriebene Farben. Die OLED-typischen Stärken wie Schwarzwert und hoher Kontrast kommen voll zur Geltung (HDR ist aber nicht an Bord).
Der Autor dieser Zeilen muss gestehen, dass er zwar ein gutes Display erwartete, vom knackscharfen und farbintensiven Bildschirm aber ziemlich positiv überrascht war. Die hohe Pixeldichte macht sich besonders bei Text und feinen Details bemerkbar - Untertitel in Filmen sind gestochen scharf, Menüs in Spielen klar lesbar.
Der virtuelle Bildschirm entspricht wie erwähnt einem 110-Zoll-Display, das man aus etwa vier Metern Entfernung betrachtet. Diese Größe ist bewusst gewählt: Sie füllt das Sichtfeld ausreichend für ein immersives Erlebnis, ohne dass Nutzer den Kopf bewegen müssen, um Randbereiche zu erfassen. Die schwarzen Ränder um das Bild verschwimmen mit der Umgebung, was den schwebenden Eindruck des virtuellen Displays verstärkt. Allerdings können die äußersten Ränder des (virtuellen) Displays - vor allem wenn das Headset nicht perfekt sitzt - etwas verschwimmen.
Die Einrichtung gestaltet sich erfreulich simpel: USB-C-Kabel anschließen, Headset aufsetzen, fertig. Das angeschlossene Gerät erkennt das Display sofort als externen Monitor. Ein Lichtsensor zwischen den Linsen aktiviert die Bildschirme automatisch, sobald das Headset getragen wird.
Zur Feinabstimmung stehen mehrere Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Der Augenabstand (IPD) lässt sich zwischen 58 und 74 Millimetern anpassen, die Dioptrien-Einstellung ermöglicht eine Korrektur von Kurzsichtigkeit bis zu -3,5 Dioptrien pro Auge. Die Einstellung erfolgt über Drehräder mit spürbaren Raststufen - einmal eingestellt, verstellt sich nichts mehr versehentlich. Zusätzlich justieren Drehregler Helligkeit und Lautstärke, ein Schalter wechselt zwischen 2D- und 3D-Modus für stereoskopische Inhalte.
Die Verarbeitungsqualität überzeugt durchaus. Trotz des geringen Gewichts wirkt das Headset robust und wertig. Die Kunststoffteile sind sauber verarbeitet, nichts knarzt oder wackelt. Die Kabel sind am Kopfband statt am Display selbst angebracht - das reduziert das Gewicht vor den Augen und verhindert Zugbelastung an den empfindlichen Anschlüssen.
110-Zoll direkt vor den Augen
VR-Displays sind heutzutage alles andere als ungewöhnlich, doch wirklich portabel sind sie nicht. Dazu kommt, dass man trotz AR-artiger Lösungen wie Kameras zum "Durchsehen" letztlich in der Regel immer noch hinter einer Brille versteckt und eingesperrt ist. Diese Fragen haben sich zweifellos auch die Macher des Headsets Goovis Art gestellt und diese auf durchaus eigene und auch spannende Art beantwortet.Mit nur 110 Gramm gehört das Goovis Art nämlich zu den leichtesten sogenannten Head-Mounted-Displays auf dem Markt. Anders als VR-Brillen oder Mixed-Reality-Headsets wie die Apple Vision Pro verzichtet das Gerät auf ein geschlossenes Design. Stattdessen sind zwei kleine OLED-Displays vor den Augen platziert. Das sorgt dafür, dass die periphere Sicht erhalten bleibt. Auf dem Headset selbst bekommt der Anwender ein (virtuell) gut 110 Zoll großes Bild zu sehen, das als "Verlängerung" des Rechners oder Smartphones dient.
Freie Sicht
Diese Bauweise hat praktische Vorteile, und zwar sowohl beim Arbeiten als auch bei der Nutzung als Quasi-TV für Filme oder Serien sowie beim Spielen. Beim Tippen auf der Tastatur bleibt der Blick nach unten frei, das Keyboard, das ausgedruckte Dokument oder auch die Kaffeetasse auf dem Schreibtisch verschwinden nicht aus dem Sichtfeld - selbst ein Spaziergang durch das Haus ist möglich (ist aber nicht unbedingt Sinn des Ganzen). Das offene Design ermöglicht zudem das Tragen von Brillen, was bei vielen VR-Headsets problematisch ist. Die Displays hängen förmlich vor den Augen und lassen sich bei Bedarf hochklappen, ähnlich wie eine Schweißerbrille.
Goovis Art
Die beiden Micro-OLED-Bildschirme lösen jeweils mit 1920 × 1080 Pixeln auf und erreichen eine beeindruckende Pixeldichte von 4496 PPI. Zum Vergleich: Die Apple Vision Pro kommt auf 34 Pixel pro Grad (PPD), während Goovis Art 42 PPD bietet. In der Praxis bedeutet das: keine sichtbaren Pixel, gestochen scharfe Texte und leuchtstarke Farben.
Vor allem die Farbdarstellung kann sich sehen lassen: Mit 110 Prozent sRGB-Abdeckung und 90 Prozent DCI-P3 liefert das Display lebendige, aber auch nicht übertriebene Farben. Die OLED-typischen Stärken wie Schwarzwert und hoher Kontrast kommen voll zur Geltung (HDR ist aber nicht an Bord).
Der Autor dieser Zeilen muss gestehen, dass er zwar ein gutes Display erwartete, vom knackscharfen und farbintensiven Bildschirm aber ziemlich positiv überrascht war. Die hohe Pixeldichte macht sich besonders bei Text und feinen Details bemerkbar - Untertitel in Filmen sind gestochen scharf, Menüs in Spielen klar lesbar.
Goovis Art: Werbevideo zum Head-Mounted Display
Der virtuelle Bildschirm entspricht wie erwähnt einem 110-Zoll-Display, das man aus etwa vier Metern Entfernung betrachtet. Diese Größe ist bewusst gewählt: Sie füllt das Sichtfeld ausreichend für ein immersives Erlebnis, ohne dass Nutzer den Kopf bewegen müssen, um Randbereiche zu erfassen. Die schwarzen Ränder um das Bild verschwimmen mit der Umgebung, was den schwebenden Eindruck des virtuellen Displays verstärkt. Allerdings können die äußersten Ränder des (virtuellen) Displays - vor allem wenn das Headset nicht perfekt sitzt - etwas verschwimmen.
Externe Quelle zwingend
Ein großer Unterschied zu VR- und AR-Brillen: Das Goovis Art ist im Kern nur ein Display ohne eigenes Betriebssystem oder Akku. Die Stromversorgung erfolgt über das angeschlossene Gerät via USB-C mit DisplayPort-Unterstützung. Kompatibel sind MacBooks, die meisten Windows-Laptops, Tablets und Smartphones. Für Geräte mit HDMI-Ausgang liegt ein Adapter bei, der allerdings eine externe Stromversorgung benötigt. Goovis bietet praktischerweise auch ein passendes Android TV-Dongle inklusive Akku-Pack an, mit dem man (WLAN vorausgesetzt) ebenfalls mobil Medien genießen kann.Die Einrichtung gestaltet sich erfreulich simpel: USB-C-Kabel anschließen, Headset aufsetzen, fertig. Das angeschlossene Gerät erkennt das Display sofort als externen Monitor. Ein Lichtsensor zwischen den Linsen aktiviert die Bildschirme automatisch, sobald das Headset getragen wird.
Zur Feinabstimmung stehen mehrere Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Der Augenabstand (IPD) lässt sich zwischen 58 und 74 Millimetern anpassen, die Dioptrien-Einstellung ermöglicht eine Korrektur von Kurzsichtigkeit bis zu -3,5 Dioptrien pro Auge. Die Einstellung erfolgt über Drehräder mit spürbaren Raststufen - einmal eingestellt, verstellt sich nichts mehr versehentlich. Zusätzlich justieren Drehregler Helligkeit und Lautstärke, ein Schalter wechselt zwischen 2D- und 3D-Modus für stereoskopische Inhalte.
Spartanischer Lieferumfang
Der Lieferumfang des Grundgeräts fällt in der Grundausstattung spartanisch aus: Neben dem Headset selbst finden sich lediglich ein USB-C-Kabel, ein Reinigungstuch und eine Kurzanleitung in der Verpackung. Schutzkappen aus Hartgummi schützen die empfindlichen Linsen vor Kratzern. Eine Transporttasche fehlt, allerdings ist das Gerät so kompakt, dass es problemlos in jeder Laptoptasche Platz findet. Dabei hat man auch nicht das Gefühl, das Headset wie ein rohes Ei behandeln zu müssen.Die Verarbeitungsqualität überzeugt durchaus. Trotz des geringen Gewichts wirkt das Headset robust und wertig. Die Kunststoffteile sind sauber verarbeitet, nichts knarzt oder wackelt. Die Kabel sind am Kopfband statt am Display selbst angebracht - das reduziert das Gewicht vor den Augen und verhindert Zugbelastung an den empfindlichen Anschlüssen.
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