Wegen Suspendierung von Jimmy Kimmel:
Boykottaufrufe gegen Disney

Hollywood-Stars und Disney-Nutzer rufen zum Boykott auf, nachdem der Medienkonzern die Jimmy Kimmel Show nach kontroversen Äußerungen über Charlie Kirks Tod suspendierte. Kritiker sehen die Meinungsfreiheit in Gefahr.
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Prominente starten Disney-Boykott nach Kimmel-Aus

Nach der unbefristeten Suspendierung der Jimmy Kimmel Show durch ABC haben prominente Persönlichkeiten, Zuschauer und Social-Media-Nutzer zu einem umfassenden Boykott von Disney aufgerufen. Der Talk-Show-Moderator hatte in seiner Montagssendung die MAGA-Bewegung kritisiert und behauptet, sie versuche verzweifelt zu verhindern, dass der mutmaßliche Mörder von Charlie Kirk als einer der ihren charakterisiert werde.

Charlie Kirk, Mitbegründer der konservativen Organisation Turning Point USA, war am 10. September während einer Veranstaltung an der Utah Valley University erschossen worden. Er hinterließ seine Frau und zwei Kinder. Der 22-jährige Tyler R. wurde inzwischen wegen Mordes angeklagt, die Staatsanwaltschaft strebt die Todesstrafe an.

Doch wie Gizmodo berichtet, entwickelte sich der Protest gegen Disneys Entscheidung schnell zu einer organisierten Bewegung. Viele sind der Meinung, dass die Absetzung rein politische Gründe hat und De-facto-Erpressung durch die Medienregulierungsbehörde FCC gleicht.

Die Reaktionen aus Hollywood ließen nicht lange auf sich warten. Tatiana Maslany, bekannt aus der Marvel-Serie She-Hulk: Attorney at Law, veröffentlichte auf Instagram einen Aufruf zur Kündigung von Disney+-, Hulu- und ESPN-Abonnements. Dabei nutzte sie ein Foto von sich in ihrem Motion-Capture-Kostüm aus der Disney-Produktion und machte damit ihre Verbindung zum Konzern deutlich. Auch andere prominente Stimmen wie Lost-Schöpfer Damon Lindelof schlossen sich dem Protest an.

Widerstand gegen Disney

Gewerkschaften der Schreiber und Schauspieler - die Writers Guild of America, die American Federation of Musicians und die Screen Actors Guild - verurteilten die unbefristige Absetzung als Angriff auf die Meinungsfreiheit. Die Tracking-Firma Exhibitor Relations veröffentlichte sogar ein "Protest-Handbuch" mit konkreten Anweisungen: Kündigung von Disney+-Abonnements mit entsprechendem Feedback, Verzicht auf Disney-Ausgaben in Parks und für Merchandise sowie Kontaktaufnahme mit Werbetreibenden. Dabei wurden auch die E-Mail-Adresse von Disney-CEO Bob Iger und die Kontaktdaten der ABC-Zuschauerbetreuung geteilt.

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Die Entscheidung von ABC fiel, nachdem FCC-Vorsitzender Brendan Carr gedroht hatte, die Sendelizenz des Senders zu überprüfen. Zudem kündigte die Nexstar Media Group an, Kimmels Show auf ihren ABC-Partnersendern zu streichen. Nexstar, das eine geplante Fusion im Wert von 5,3 Milliarden Euro mit Tegna anstrebt und etwa zehn Prozent der ABC-Partnersender besitzt, benötigt die FCC-Genehmigung für diese Übernahme.

Die Jimmy Kimmel Live Show läuft seit 2003 auf ABC und hat sich über die Jahre zu einer der einflussreichsten Late-Night-Shows entwickelt. Kimmel, der zuvor als Radiomoderator und Co-Moderator der Comedy Central Show "The Man Show" bekannt wurde, hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend politisch positioniert und dabei sowohl Lob als auch Kritik geerntet.

Verhandlungen über Rückkehr

Bloomberg berichtet allerdings auch von möglichen Gesprächen zwischen Disney-Führungskräften und Kimmel über eine mögliche Rückkehr der Show. Dabei geht es um einen Weg zurück zur Ausstrahlung, wobei die Zukunft von Kimmels Bereitschaft zur Teilnahme an einem "Abkühlungsprozess" abhängt. Kimmel selbst soll eine öffentliche Entschuldigung allerdings ausgeschlossen haben.

Die Kontroverse zeigt exemplarisch die Herausforderungen, denen sich Medienunternehmen in der aktuellen politischen Landschaft gegenübersehen. Disney steht zwischen den Fronten: Einerseits droht politischer Druck von konservativer Seite, andererseits riskiert der Konzern den Verlust liberaler Zuschauer und Prominenter, die einen wichtigen Teil der Zielgruppe ausmachen.

Der Boykott zeigt, wie tief die politischen Gräben in der Medienlandschaft verlaufen. Was denkt ihr über diese Entwicklung - übertreiben die Boykott-Aufrufe oder ist das ein notwendiges Zeichen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Disneys Suspendierung der Jimmy Kimmel Show führt zu Boykottaufrufen
  • Kimmel geriet wegen Äußerungen zu Charlie Kirks Tod in die Kritik
  • Hollywood-Stars und Gewerkschaften verurteilen Absetzung als Angriff
  • Tracking-Firma veröffentlicht Protest-Handbuch mit konkreten Anweisungen
  • FCC-Vorsitzender drohte mit Überprüfung der ABC-Sendelizenz
  • Mögliche Gespräche über Kimmels Rückkehr ohne öffentliche Entschuldigung
  • Kontroverse zeigt tiefe politische Gräben in der US-Medienlandschaft

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