Darth Vader & Co. kopiert:
Midjourney von Disney und Universal verklagt
Disney und Universal verklagen gemeinsam das KI-Unternehmen Midjourney wegen Urheberrechtsverletzungen. Der Bildgenerator soll ohne Erlaubnis geschützte Charaktere wie Darth Vader oder Shrek kopiert haben. Es ist die erste große Klage dieser Art.
Das 2021 von David Holz gegründete Startup verzeichnete 2024 einen Umsatz von 300 Millionen Dollar (etwa 263 Millionen Euro). Die Plattform hat mittlerweile fast 21 Millionen Nutzer und gilt als einer der führenden KI-Bildgeneratoren. Midjourney funktioniert über Discord-Server und ermöglicht es Nutzern, durch Texteingaben fotorealistische Bilder zu erstellen - aber eben auch mehr.
Die Klage wird mit zahlreichen ...
... Beispielen unterlegt
Wie die New York Times berichtet, gab Midjourney-CEO David Holz 2022 in einem Forbes-Interview zu, die Datenbank des Unternehmens durch "ein großes Durchforsten des Internets" aufgebaut zu haben. Auf die Frage, ob er die Zustimmung der Künstler eingeholt habe, deren urheberrechtlich geschützte Werke verwendet wurden, antwortete er: "Es gibt eigentlich keine Möglichkeit, bei hundert Millionen Bildern zu wissen, woher sie stammen." Diese Aussage könnte sich in einer Klage aber nun als problematisch erweisen.
Die Studios führen in ihrer Klageschrift konkrete Beispiele an: Nutzer konnten durch einfache Eingaben wie "Darth Vader" oder "Shrek" Bilder generieren, die den originalen Charakteren zum Verwechseln ähnlich sehen. Dies gehe weit über das hinaus, was unter fairer Nutzung verstanden werden könne, argumentieren die Anwälte der Hollywood-Unternehmen.
Charles Rivkin, Chef der Motion Picture Association (MPA), betonte: "Ein starker Urheberrechtsschutz ist das Rückgrat unserer Industrie. Ein ausgewogener Ansatz für KI, der sowohl geistiges Eigentum schützt als auch verantwortungsvolle, menschenzentrierte Innovation fördert, ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der globalen Führungsrolle Amerikas in der Kreativwirtschaft."
Die Klage kommt zu einem Zeitpunkt, da die Unterhaltungsindustrie bereits durch andere technologische Herausforderungen unter Druck steht. Erst kürzlich einigten sich Hollywood-Gewerkschaften nach monatelangen Streiks auf neue Verträge, die auch den Umgang mit KI-Technologien regeln. Die Befürchtung vieler Kreativer: KI könnte menschliche Arbeit ersetzen und dabei noch deren Werke ohne Entschädigung nutzen.
Was haltet ihr von diesem Präzedenzfall? Wird die Klage die KI-Entwicklung bremsen oder zu faireren Spielregeln führen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Popkultur-Charaktere aus der KI-Dose
Disney und Universal haben diese Woche eine Klage gegen den populären KI-Bildgenerator Midjourney eingereicht. Es ist das erste Mal, dass große Hollywood-Studios rechtlich gegen ein solches KI-Unternehmen vorgehen. Die in Los Angeles eingereichte Klage wirft Midjourney vor, Disney- und Universal-Charaktere wie Homer Simpson, die Minions und Elsa aus Frozen "unverfroren" kopiert zu haben, indem Nutzern ermöglicht wurde, nahezu exakte Kopien mit dem Bildgenerator zu erstellen.Das 2021 von David Holz gegründete Startup verzeichnete 2024 einen Umsatz von 300 Millionen Dollar (etwa 263 Millionen Euro). Die Plattform hat mittlerweile fast 21 Millionen Nutzer und gilt als einer der führenden KI-Bildgeneratoren. Midjourney funktioniert über Discord-Server und ermöglicht es Nutzern, durch Texteingaben fotorealistische Bilder zu erstellen - aber eben auch mehr.
Die Klage wird mit zahlreichen ...
... Beispielen unterlegt
Wie die New York Times berichtet, gab Midjourney-CEO David Holz 2022 in einem Forbes-Interview zu, die Datenbank des Unternehmens durch "ein großes Durchforsten des Internets" aufgebaut zu haben. Auf die Frage, ob er die Zustimmung der Künstler eingeholt habe, deren urheberrechtlich geschützte Werke verwendet wurden, antwortete er: "Es gibt eigentlich keine Möglichkeit, bei hundert Millionen Bildern zu wissen, woher sie stammen." Diese Aussage könnte sich in einer Klage aber nun als problematisch erweisen.
Streit um Urheberrecht und KI-Training
Die Klage stellt eine der grundlegenden Annahmen der KI-Branche infrage: dass das Training mit urheberrechtlich geschütztem Material unter dem Prinzip der "fairen Nutzung" erlaubt sein sollte. Der Ausgang des Falls könnte weitreichende Folgen sowohl für die KI-Branche als auch für Hollywood haben.Die Studios führen in ihrer Klageschrift konkrete Beispiele an: Nutzer konnten durch einfache Eingaben wie "Darth Vader" oder "Shrek" Bilder generieren, die den originalen Charakteren zum Verwechseln ähnlich sehen. Dies gehe weit über das hinaus, was unter fairer Nutzung verstanden werden könne, argumentieren die Anwälte der Hollywood-Unternehmen.
Ignorierte Abmahnungen
Beide Unternehmen hatten Midjourney zunächst aufgefordert, weitere Urheberrechtsverletzungen zu unterlassen. Doch das Unternehmen ignorierte diese Forderungen und veröffentlichte stattdessen neue Versionen seines Bildgenerators.Charles Rivkin, Chef der Motion Picture Association (MPA), betonte: "Ein starker Urheberrechtsschutz ist das Rückgrat unserer Industrie. Ein ausgewogener Ansatz für KI, der sowohl geistiges Eigentum schützt als auch verantwortungsvolle, menschenzentrierte Innovation fördert, ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der globalen Führungsrolle Amerikas in der Kreativwirtschaft."
Die Klage kommt zu einem Zeitpunkt, da die Unterhaltungsindustrie bereits durch andere technologische Herausforderungen unter Druck steht. Erst kürzlich einigten sich Hollywood-Gewerkschaften nach monatelangen Streiks auf neue Verträge, die auch den Umgang mit KI-Technologien regeln. Die Befürchtung vieler Kreativer: KI könnte menschliche Arbeit ersetzen und dabei noch deren Werke ohne Entschädigung nutzen.
Was haltet ihr von diesem Präzedenzfall? Wird die Klage die KI-Entwicklung bremsen oder zu faireren Spielregeln führen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Disney und Universal verklagen Midjourney wegen Urheberrechtsverletzungen
- Klage wirft unerlaubte Kopien von Charakteren wie Homer Simpson und Darth Vader vor
- Midjourney generierte mit 21 Millionen Nutzern 300 Millionen Dollar Umsatz 2024
- CEO gab zu, Datenbank durch 'Durchforsten des Internets' ohne Zustimmung aufgebaut
- Klage stellt 'faire Nutzung' als Grundprinzip der KI-Bildgenerierung infrage
- Unternehmen ignorierte Aufforderungen, Urheberrechtsverletzungen zu unterlassen
- Fall könnte weitreichende Folgen für KI-Branche und Kreativwirtschaft haben
Siehe auch:
- KI-Spam auf verlassenen Subdomains von Nvidia und US-Regierung
- Wikipedia stoppt KI-Zusammenfassungen nach Revolte von Autoren
- US-Geheimdienstchefin setzte bei Freigabe von JFK-Akten massiv auf KI
- Nvidia baut erstes eigenes KI-Datenzentrum in Deutschland
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Thema:
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