Xpeng Aeroht: Zwei Flugtaxis kollidieren und stürzen bei Flugshow ab

Zwei eVTOL-Fahrzeuge von Xpeng Aeroht sind während einer Flugschau-Probe in China kollidiert, eines davon ging in Flammen auf. Der Zwischenfall wirft Fragen zur Sicherheit der Technologie auf, die 2026 in die Serienproduktion gehen soll.
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Xpeng

Kollision überschattet Flugschau-Probe

Zwei Flugautos des chinesischen Elektrofahrzeug-Herstellers Xpeng sind am Dienstag während einer Probe für die Changchun Airshow miteinander kollidiert. Die als eVTOL (electric Vertical Take-Off and Landing, also elektrische Senkrechtstarter) kategorisierten Fahrzeuge der Tochtergesellschaft Xpeng Aeroht flogen zu nah beieinander, berührten sich in der Luft und gerieten teilweise außer Kontrolle. Nach der Landung fing eines der Fahrzeuge Feuer, während das andere sicher am Boden ankam.

Videoaufnahmen aus sozialen Medien zeigten schwarzen Rauch, der aus dem abgestürzten eVTOL auf einem Grasfeld aufstieg, in der Nähe waren Feuerwehrfahrzeuge und Löscharbeiten zu sehen. Ein Pilot erlitt leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Xpeng Aeroht bestätigte, dass alle Personen am Unfallort in Sicherheit seien und die örtlichen Behörden eine Untersuchung eingeleitet hätten.

Rückschlag für ambitionierte Pläne

Der Vorfall ereignet sich zu einem ungünstigen Zeitpunkt für Xpeng Aeroht, das sich auf die Markteinführung seines Land Aircraft Carrier vorbereitet. Wie CnEVPost berichtet (via Electrek), hatte das Unternehmen bereits über 3000 Vorbestellungen für das innovative Fahrzeugkonzept erhalten. Das modulare Flugauto-System soll 2026 in die Serienproduktion starten. Der Preis soll unter zwei Millionen Yuan liegen, umgerechnet etwa 239.000 Euro.

Das Land Aircraft Carrier besteht aus einem sechsrädrigen Elektrofahrzeug, das ein zusammenklappbares eVTOL-Modul transportiert und aufladen kann. Die Produktionskapazität ist mit 10.000 Einheiten pro Jahr geplant. Das Konzept zielt darauf ab, die Lücke zwischen herkömmlichen Fahrzeugen und Luftfahrzeugen zu schließen, indem es Nutzern ermöglicht, sowohl auf Straßen als auch in der Luft zu reisen.


Chinas Niedrighöhen-Wirtschaft im Fokus

China fördert seit Jahren den Aufbau einer sogenannten Niedrighöhen-Wirtschaft, die eVTOL-Fahrzeuge für Flugtaxis, Drohnenlieferungen und andere Anwendungen unter 3000 Metern Höhe umfasst. Die Regierung prognostiziert, dass dieser Markt noch dieses Jahr ein Volumen von 206 Milliarden Dollar (etwa 175 Milliarden Euro) erreichen könnte.

Ob die Kunden und Passagiere mitspielen werden, ist aber fraglich: Denn Zwischenfälle lassen an Sicherheit und Zuverlässigkeit der Technologie zweifeln, insbesondere bei pilotlosen Flügen über bewohnten Gebieten. Xpeng bleibt jedoch gelassen und plant trotz des Rückschlags, seine Flugauto-Entwicklung fortzusetzen und die Zertifizierungsverfahren für eine kommerzielle Nutzung abzuschließen.

Was haltet ihr von Flugautos als Zukunftstechnologie? Seht ihr die Sicherheitsbedenken als berechtigt an oder als normale Kinderkrankheiten neuer Technologien?

Zusammenfassung
  • Zwei eVTOL-Fahrzeuge kollidierten bei einer Flugschau-Probe in China
  • Nach der Landung geriet eines der Xpeng-Flugautos in Brand
  • Ein Pilot wurde leicht verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert
  • Xpeng plant trotzdem ab 2026 Serienproduktion des Land Aircraft Carrier
  • Das modulare Flugauto-System soll unter 239.000 Euro kosten
  • China fördert den Aufbau einer lukrativen Niedrighöhen-Wirtschaft
  • Sicherheitsbedenken bestehen besonders für pilotlose Flüge über Wohngebieten

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