Flugzeug verlor Tür-Einsatz im Flug:
Boeing soll nur 3 Mio. Dollar zahlen
Der US-Flugzeugbauer Boeing kommt wohl mit einer recht niedrigen Geldstrafe davon, nachdem die US-Flugaufsichtsbehörde FAA bei einer ausführlichen Untersuchung rund um diverse Versäumnisse beim Umgang mit dem Thema Sicherheit hunderte Verstöße gegen ihre Vorgaben festgestellt hat.
Die FAA erklärte laut Ars Technica in einer Stellungnahme, dass die Strafe Sicherheitsverstöße im Zeitraum zwischen September 2023 und Februar 2024 abdeckt und die maximale nach gesetzlichen Vorgaben mögliche zivilrechtliche Geldstrafe darstellt. Boeing hat jetzt 30 Tage Zeit, um auf die Höhe der Geldstrafe zu reagieren. Der Konzern setzte allein im letzten Quartal seines Geschäftsjahres 22,7 Milliarden Dollar um, verzeichnete aber einen Verlust von 612 Millionen Dollar.
Problematisch war laut der FAA vor allem, dass Boeings interne Abteilung für die Freigabe von neue Maschinen nach Sicherheitsaspekten von anderen Stellen massiv unter Druck gesetzt wurde, um vereinbarte Lieferzeitpunkte einhalten zu können. Die Qualitätsprüfung sei dadurch außer Kraft gesetzt worden
Boeing entgeht mit der niedrigen Geldstrafe weiteren Folgen aus dem Vorfall, bei dem aufgrund von Fehlern bei der Wartung einer Boeing 737 vier Bolzen an einem anstelle einer Tür im mittleren Bereich der Maschine eingesetzten Verschluss genau dieser Verschluss während des Flugs herausgerissen wurde. Die von Alaska Airlines betriebene Boeing 737 Max 9 musste daraufhin notlanden.
Schon im Juli hatte Boeing zugestimmt, sich schuldig zu bekennen, als es um ein Strafverfahren wegen massiven Qualitätsmängeln und Sicherheitsverstößen ging, die in den Jahren 2018 und 2019 zum Absturz von zwei Boeing 737 Max in Indonesien und Äthiopien geführt hatten. Zwar zahlt der Konzern knapp 244 Millionen Dollar wegen Verstößen in dem Verfahren, entgeht aber damit weiteren Ermittlungen der inzwischen unter Kontrolle der US-Regierung unter Donald Trump stehenden FAA und anderer Behörden.
Siehe auch:
FAA schlägt 'höchstmögliche' Strafe vor
Die Federal Aviation Administration (FAA) der USA hat in der letzten Woche eine Geldstrafe in Höhe von 3,1 Millionen US-Dollar gegen den Flugzeughersteller Boeing vorgeschlagen, um damit die Verstöße gegen Sicherheitsvorgaben der Behörde bei dem Unternehmen zu bestrafen. Hintergrund ist der spektakuläre Fall, bei dem eine Boeing 737 während des Flugs eine anstelle einer Tür verbaute Abdeckung mit einem großen Knall verlor.Die FAA erklärte laut Ars Technica in einer Stellungnahme, dass die Strafe Sicherheitsverstöße im Zeitraum zwischen September 2023 und Februar 2024 abdeckt und die maximale nach gesetzlichen Vorgaben mögliche zivilrechtliche Geldstrafe darstellt. Boeing hat jetzt 30 Tage Zeit, um auf die Höhe der Geldstrafe zu reagieren. Der Konzern setzte allein im letzten Quartal seines Geschäftsjahres 22,7 Milliarden Dollar um, verzeichnete aber einen Verlust von 612 Millionen Dollar.
Hunderte Verstöße bei Fertigung der Boeing 737
Die FAA habe bei ihren Untersuchungen an mehreren Standorten von Boeing und seinen Auftragnehmern, die Flugzeuge vom Typ Boeing 737 bauen, Hunderte Verstöße gegen das "Qualitätssystem" festgestellt. Boeing habe der FAA außerdem zwei Flugzeuge für die Zertifizierung vorgestellt, die die Vorgaben der Behörde nicht erfüllen konnten und auch nicht den eigenen Qualitätsvorgaben entsprachen, hieß es weiter.Problematisch war laut der FAA vor allem, dass Boeings interne Abteilung für die Freigabe von neue Maschinen nach Sicherheitsaspekten von anderen Stellen massiv unter Druck gesetzt wurde, um vereinbarte Lieferzeitpunkte einhalten zu können. Die Qualitätsprüfung sei dadurch außer Kraft gesetzt worden
Boeing entgeht mit der niedrigen Geldstrafe weiteren Folgen aus dem Vorfall, bei dem aufgrund von Fehlern bei der Wartung einer Boeing 737 vier Bolzen an einem anstelle einer Tür im mittleren Bereich der Maschine eingesetzten Verschluss genau dieser Verschluss während des Flugs herausgerissen wurde. Die von Alaska Airlines betriebene Boeing 737 Max 9 musste daraufhin notlanden.
Schon im Juli hatte Boeing zugestimmt, sich schuldig zu bekennen, als es um ein Strafverfahren wegen massiven Qualitätsmängeln und Sicherheitsverstößen ging, die in den Jahren 2018 und 2019 zum Absturz von zwei Boeing 737 Max in Indonesien und Äthiopien geführt hatten. Zwar zahlt der Konzern knapp 244 Millionen Dollar wegen Verstößen in dem Verfahren, entgeht aber damit weiteren Ermittlungen der inzwischen unter Kontrolle der US-Regierung unter Donald Trump stehenden FAA und anderer Behörden.
Zusammenfassung
- Boeing soll Geldstrafe von 3,1 Millionen US-Dollar für Sicherheitsverstöße zahlen
- FAA stellte hunderte Verstöße gegen Qualitätsvorgaben bei Boeing-Flugzeugen fest
- Nach Vorfall mit herausgerissener Türabdeckung bei Boeing 737 während des Flugs
- Qualitätsprüfung wurde zugunsten der Einhaltung von Lieferterminen vernachlässigt
- Boeing bekannte sich bereits schuldig wegen Abstürzen in Indonesien und Äthiopien
- Konzern zahlt insgesamt 244 Millionen Dollar für frühere Verstöße von 2018/2019
Siehe auch:
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- Boeing schlägt Lockheed: Das ist der neue US-Superkampfjet F-47
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