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Google gibt zu: Offenes Internet auf dem absteigenden Ast
Vielleicht war man dann doch einfach mal ehrlich. In einer Stellungnahme vor Gericht hat der Suchmaschinenbetreiber erstmals zugegeben, dass "sich das offene Internet im Abstieg befindet". Bis zuletzt hatte Google stets das Gegenteil behauptet.
Bei Search Engine Roundtable stieß man auf das Statement, mit dem sich Google in einem weiteren derzeit laufenden Rechtsstreit rund um die Monopolstellung im Bereich der Technologien für die Werbevermarktung im Internet. Die vom US-Justizministerium mit seinem Vorgehen gegen Google angestrebte Aufspaltung des Werbegeschäfts des Internetkonzerns werde keine guten Folgen haben, heißt es in der Stellungnahme im Rahmen des Gerichtsverfahrens.
Damit widerspricht sich Google ganz offensichtlich selbst. Erst kürzlich hatte die Chefin der Abteilung für die Google Suchmaschine noch behauptet, dass das Klickvolumen bei der Google Suche im Vergleich zu den Zahlen aus dem gleichen Zeitraum des Vorjahres weiterhin "relativ stabil" geblieben sei. Google sende weiterhin "Millarden Klicks an Websites", sagte sie unter anderem
In Interviews und Podcasts hatten Google-Manager schon länger Studien widersprochen, laut denen der Traffic zu Websites im offenen Web aufgrund der Einführung von Künstlicher Intelligenz und der damit ausgestatteten Dienste zuletzt eingebrochen ist. "Aus unserer Sicht gedeiht das Web", erklärte zum Beispiel Nick Fox, der bei Google als Vice President of Knowledge tätig ist, kürzlich im AI Inside Podcast.
Zuvor hatte das Marktforschungsunternehmen Pew Research eine Untersuchung veröffentlicht, laut der die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass die Nutzer von Google eine in den Suchergebnissen angezeigte Website aufrufen, wenn ihnen zuvor eine KI-generierte Zusammenfassung der gefundenen Ergebnisse angezeigt wird. Dass das "klassische Internet" weniger genutzt wird, hat neben KI auch noch diverse andere Gründe, darunter Apps, Monopolbildung und deren Ausnutzung und natürlich die Enshittification, die Cory Doctorow so treffend beschrieb.
Siehe auch:
- Google gibt erstmals in Gerichtsdokument Niedergang des offenen Internets zu
- Widersprüchliche Aussagen zum Status des WWW und Klickvolumen der Suche
- Laut Google würde Zerschlagung des Werbegeschäfts freies Internet schädigen
- Manager behaupteten zuvor öffentlich, dass das Web trotz KI-Einfluss gedeihe
- Studie von Pew Research zeigt sinkende Website-Aufrufe durch KI-Zusammenfassungen
- Neben KI verursachen auch Apps und Monopolbildung den Rückgang des klassischen Webs
- Gerichtliche Stellungnahme widerspricht offizieller Unternehmenskommunikation
Von wegen blühendes Web
Eigentlich lautet Googles offizielle Einstellung zum Status des "WWW", dass das Web "gedeiht", KI kaum Auswirkungen auf den Web-Traffic hat und Googles Suchmaschine mehr Websites für weitere Nutzer auffindbar macht. Dass die Realität mittlerweile anders aussieht, hat - zumindest in einem Gerichtsdokument - jetzt aber auch ein Manager von Google zugegeben.Bei Search Engine Roundtable stieß man auf das Statement, mit dem sich Google in einem weiteren derzeit laufenden Rechtsstreit rund um die Monopolstellung im Bereich der Technologien für die Werbevermarktung im Internet. Die vom US-Justizministerium mit seinem Vorgehen gegen Google angestrebte Aufspaltung des Werbegeschäfts des Internetkonzerns werde keine guten Folgen haben, heißt es in der Stellungnahme im Rahmen des Gerichtsverfahrens.
Niedergang des Webs
Das "offene Web befindet sich bereits im Abstieg", so das Unternehmen. Eine Zerschlagung von Googles Werbegeschäft werde "den Niedergang des freien Internets nur noch beschleunigen", was "Publishern schadet, die sich derzeit auf Einnahmen aus der Vermarktung von Anzeigen im offenen Web verlassen".Damit widerspricht sich Google ganz offensichtlich selbst. Erst kürzlich hatte die Chefin der Abteilung für die Google Suchmaschine noch behauptet, dass das Klickvolumen bei der Google Suche im Vergleich zu den Zahlen aus dem gleichen Zeitraum des Vorjahres weiterhin "relativ stabil" geblieben sei. Google sende weiterhin "Millarden Klicks an Websites", sagte sie unter anderem
In Interviews und Podcasts hatten Google-Manager schon länger Studien widersprochen, laut denen der Traffic zu Websites im offenen Web aufgrund der Einführung von Künstlicher Intelligenz und der damit ausgestatteten Dienste zuletzt eingebrochen ist. "Aus unserer Sicht gedeiht das Web", erklärte zum Beispiel Nick Fox, der bei Google als Vice President of Knowledge tätig ist, kürzlich im AI Inside Podcast.
Zuvor hatte das Marktforschungsunternehmen Pew Research eine Untersuchung veröffentlicht, laut der die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass die Nutzer von Google eine in den Suchergebnissen angezeigte Website aufrufen, wenn ihnen zuvor eine KI-generierte Zusammenfassung der gefundenen Ergebnisse angezeigt wird. Dass das "klassische Internet" weniger genutzt wird, hat neben KI auch noch diverse andere Gründe, darunter Apps, Monopolbildung und deren Ausnutzung und natürlich die Enshittification, die Cory Doctorow so treffend beschrieb.
Siehe auch:
- Zu viele Daten von Android-Nutzern gesammelt: Google muss zahlen
- Google Pixel 10: Probleme gehen weiter - Bluetooth-Pairing streikt
- Android September-Update: Google stopft ausgenutzte Sicherheitslücke
- Rechtsstaat 2025: EU bestraft Google nicht - aus Angst vor Trump
- Google entgeht Zerschlagung: Chrome und Android bleiben bestehen
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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