Microsoft-Gebäude im Lockdown:
Demonstranten besetzen Managerbüro
Microsoft musste gestern eines der Gebäude auf seinem Hauptquartier-Campus in den "Lockdown" schicken, nachdem Mitglieder einer propalästinensischen Protestgruppe das Büro eines ranghohen Managers des Softwarekonzerns besetzt hatten.
Smith ist als früherer Leiter der Rechtsabteilung von Microsoft inzwischen zum "Vice Chair and President" des Unternehmens aufgestiegen und nimmt als solcher vor allem repräsentative Aufgaben wahr. Zuletzt war er unter anderem bemüht, die Wogen unter europäischen Microsoft-Kunden wegen der Bedenken zum Schutz von Daten auf Cloud-Servern des Unternehmens vor dem Zugriff durch die US-Regierung zu glätten.
Für die Gruppe "No Azure for Apartheid", die nun Smiths Büro besetzte, ist er als direkt Microsoft-CEO Satya Nadella unterstellter Manager ein willkommenes Ziel, um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen. Eine Gruppe von mindestens vier Personen, die allesamt aktuell oder zumindest bis in jüngster Vergangenheit für Microsoft tätig waren, verschaffte sich deshalb Zutritt zu seinem Büro.
Microsofts Sicherheitsdienst riegelte das Building 34 als Reaktion auf die Vorfälle ab und versetzte es in einen sogenannten "Lockdown". Laut dem Fernsehsender KOMO aus Seattle rückte kurze Zeit später die Polizei von Redmond an und begann damit, die Demonstranten festzunehmen und aus dem Gebäude zu bringen.
Auch in diesem Fall richtete sich die Aktion gegen Microsofts Kooperation mit dem israelischen Militär, in deren Rahmen die Cloud-Server von Azure unter anderem für die Speicherung von gigantischen Datenmengen aus Überwachungsaktionen gegen Palästinenser im Gazastreifen verwendet werden.
Vor kurzem wurde bekannt, dass eine Spionageabteilung der israelischen Armee unter anderem Daten von Millionen aufgezeichneten Telefonaten zwischen Palästinensern bei Microsoft speicherte. Die Demonstranten werfen Microsoft deshalb vor, von den Militäraktionen Israels gegen Palästinenser zu profitieren und damit zum "Gehilfen im Genozid" an der Bevölkerung Gazas zu werden.
Siehe auch:
Protestler besetzen Büro von Manager Brad Smith
Eine Gruppe von aktuellen und früheren Microsoft-Mitarbeitern hat gestern Abend das Büro von Microsofts stellvertretendem Vorstandsvorsitzenden und "President" Brad Smith im sogenannten Building 34 auf dem Redmonder Campus des Unternehmens "besetzt". Sie veranstalteten nach eigenen Angaben einen "Sit-In-Protest".Smith ist als früherer Leiter der Rechtsabteilung von Microsoft inzwischen zum "Vice Chair and President" des Unternehmens aufgestiegen und nimmt als solcher vor allem repräsentative Aufgaben wahr. Zuletzt war er unter anderem bemüht, die Wogen unter europäischen Microsoft-Kunden wegen der Bedenken zum Schutz von Daten auf Cloud-Servern des Unternehmens vor dem Zugriff durch die US-Regierung zu glätten.
Für die Gruppe "No Azure for Apartheid", die nun Smiths Büro besetzte, ist er als direkt Microsoft-CEO Satya Nadella unterstellter Manager ein willkommenes Ziel, um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen. Eine Gruppe von mindestens vier Personen, die allesamt aktuell oder zumindest bis in jüngster Vergangenheit für Microsoft tätig waren, verschaffte sich deshalb Zutritt zu seinem Büro.
Livestream der Aktion auf Twitch
Es gab sogar einen Livestream auf Twitch, in dem zu sehen war, wie sich die Protestler in Smiths Büro einquartiert hatten. Zuvor hatten die Demonstranten und einige Unterstützer offenbar Ballons im Atrium des Gebäudes aufsteigen lassen, die mit lärmverursachenden "Noisemakers" ausgerüstet waren. Im Büro von Smith wurde zudem symbolisch "Anklage" gegen den Microsoft-Manager erhoben.Microsofts Sicherheitsdienst riegelte das Building 34 als Reaktion auf die Vorfälle ab und versetzte es in einen sogenannten "Lockdown". Laut dem Fernsehsender KOMO aus Seattle rückte kurze Zeit später die Polizei von Redmond an und begann damit, die Demonstranten festzunehmen und aus dem Gebäude zu bringen.
Auch in diesem Fall richtete sich die Aktion gegen Microsofts Kooperation mit dem israelischen Militär, in deren Rahmen die Cloud-Server von Azure unter anderem für die Speicherung von gigantischen Datenmengen aus Überwachungsaktionen gegen Palästinenser im Gazastreifen verwendet werden.
Vor kurzem wurde bekannt, dass eine Spionageabteilung der israelischen Armee unter anderem Daten von Millionen aufgezeichneten Telefonaten zwischen Palästinensern bei Microsoft speicherte. Die Demonstranten werfen Microsoft deshalb vor, von den Militäraktionen Israels gegen Palästinenser zu profitieren und damit zum "Gehilfen im Genozid" an der Bevölkerung Gazas zu werden.
Zusammenfassung
- Microsoft-Gebäude im Lockdown nach Besetzung von Brad Smiths Büro
- Propalästinensische Gruppe organisierte Sit-in-Protest im Building 34
- Demonstranten waren aktuelle und ehemalige Microsoft-Mitarbeiter
- Gruppe "No Azure for Apartheit" streamte Protest live auf Twitch
- Die Polizei nahm Protestierende fest und räumte das Gebäude
- Kritik an Microsofts Kooperation mit dem israelischen Militär
- Vorwurf: Azure-Server speichern Überwachungsdaten von Palästinensern
Siehe auch:
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