Kostspieliger Fehler: Tesla 'verzockt' über 2 Milliarden Dollar an Gewinn
Tesla investierte 2021 groß in Bitcoins. Während und kurz nach der Corona-Pandemie verkaufte der Autobauer einen Großteil seiner Kryptowährung allerdings wieder - ein kostspieliger Milliarden-Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte.
Wenig Glück hatte auch Tesla mit seiner Investition in die Kryptowährung. Das Unternehmen von CEO Elon Musk nahm Anfang 2021 1,5 Milliarden Dollar in die Hand und kaufte dafür etwa 44.000 Bitcoins. Das sorgte damals für Aufsehen in der Finanzwelt. Die Investition begründete der Autobauer mit dem Wunsch nach "mehr Flexibilität zur weiteren Diversifizierung und Maximierung der Renditen" seiner Barmittel.
Die Ankündigung der Investition ließ Bitcoin-Preise auf neue Höchststände von um die 44.000 Dollar steigen. CEO Elon Musk wurde online zu einem lauten Befürworter von Bitcoin, und im Januar 2021 schoss die Währung um 20 Prozent an einem Tag nach oben, nachdem der Tesla-Chef #Bitcoin zu seiner Twitter-Bio hinzugefügt hatte.
Mittlerweile hat das Unternehmen einen Großteil seiner Bitcoin-Reserven wieder verkauft. Laut CNBC war der Zeitpunkt dabei jedoch denkbar schlecht.
Zu dieser Zeit trieben steigende Inflation und Zinssätze Investoren aus riskanten Anlagen. Tesla verlor 2022 etwa zwei Drittel seiner Marktkapitalisierung, und Bitcoin fiel um 60 Prozent. Die Entscheidung, Bitcoin zu verkaufen, schien also nachvollziehbar.
Am Ende zeigt die Bitcoin-Saga von Tesla die Volatilität und Unvorhersehbarkeit des Kryptomarktes. Während der Autobauer aus damaliger Sicht unter dem Druck der Pandemie-Unsicherheiten und wirtschaftlichen Turbulenzen verständlich handelte, scheint die Entscheidung mit dem heutigen Wissen über den rasanten Aufstieg von Bitcoin in den letzten Monaten dennoch falsch gewesen zu sein. Den perfekten Zeitpunkt für den Verkauf jeglicher spekulativer Investition kennt man eben immer erst hinterher. Es wird sicherlich noch einigen anderen Anlegern ergangen sein wie Tesla.
Was denkt ihr über Kryptowährung? Habt ihr selbst in Bitcoin investiert und vielleicht wie Tesla 'zu früh' verkauft? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Tesla macht in Bitcoin
Wer früh in Bitcoin investiert hat, kann momentan absurde Gewinne einfahren. Erst kürzlich wurden 80.000 Bitcoins bewegt und wenige Tage später für rund acht Milliarden Dollar verkauft. Andere Besitzer haben weniger Glück und suchen seit Jahren auf einer Müllhalde nach ihrem verlorenen Wallet.Wenig Glück hatte auch Tesla mit seiner Investition in die Kryptowährung. Das Unternehmen von CEO Elon Musk nahm Anfang 2021 1,5 Milliarden Dollar in die Hand und kaufte dafür etwa 44.000 Bitcoins. Das sorgte damals für Aufsehen in der Finanzwelt. Die Investition begründete der Autobauer mit dem Wunsch nach "mehr Flexibilität zur weiteren Diversifizierung und Maximierung der Renditen" seiner Barmittel.
Die Ankündigung der Investition ließ Bitcoin-Preise auf neue Höchststände von um die 44.000 Dollar steigen. CEO Elon Musk wurde online zu einem lauten Befürworter von Bitcoin, und im Januar 2021 schoss die Währung um 20 Prozent an einem Tag nach oben, nachdem der Tesla-Chef #Bitcoin zu seiner Twitter-Bio hinzugefügt hatte.
Mittlerweile hat das Unternehmen einen Großteil seiner Bitcoin-Reserven wieder verkauft. Laut CNBC war der Zeitpunkt dabei jedoch denkbar schlecht.
Schlechtes Timing beim Verkauf
Denn bereits 2022 gab Tesla bekannt, dass es etwa 75 Prozent seiner Bitcoin-Käufe in Fiat-Währung umgewandelt und damit 936 Millionen Dollar Bargeld zu seiner Bilanz hinzugefügt hatte - ein geschätzter Gewinn von etwa 64 Millionen Dollar. Musk sagte während Teslas damaliger Ergebniskonferenz, dass das Unternehmen den Großteil seiner Bitcoins verkauft habe, um seine Bargeldposition zu maximieren, "angesichts der Unsicherheit durch Covid-Lockdowns in China". Die Kryptowährung notierte damals zu Tiefständen von teilweise 20.000 Dollar.Zu dieser Zeit trieben steigende Inflation und Zinssätze Investoren aus riskanten Anlagen. Tesla verlor 2022 etwa zwei Drittel seiner Marktkapitalisierung, und Bitcoin fiel um 60 Prozent. Die Entscheidung, Bitcoin zu verkaufen, schien also nachvollziehbar.
Milliardengewinne verpasst
Bitcoin steht aktuell jedoch bei etwa 119.000 Dollar und ist damit um ein Vielfaches wertvoller als zum Zeitpunkt von Teslas großem Ausstieg. Hätte Tesla an all seinen Bitcoins festgehalten, wäre dieser Vorrat heute etwa fünf Milliarden Dollar wert. Die 936 Millionen Dollar an Bitcoin, die das Unternehmen in Bargeld umwandelte, könnten derzeit für über 3,5 Milliarden Dollar veräußert werden. Man ließ also mehrere Milliarden 'auf dem Tisch liegen'.Musk schweigt zu Bitcoin
Musk hat in den letzten drei Jahren kaum etwas über Bitcoin in seinem sozialen Netzwerk X gesagt. Im März 2022, kurz bevor Tesla begann, Bitcoin zu verkaufen, schrieb er bezüglich Kryptowährungen: "Ich besitze immer noch & werde meine Bitcoin, Ethereum oder Doge nicht verkaufen." Musk meinte jedoch auch, dass Tesla offen dafür sei, sein Bitcoin-Engagement in Zukunft wieder zu erhöhen.Am Ende zeigt die Bitcoin-Saga von Tesla die Volatilität und Unvorhersehbarkeit des Kryptomarktes. Während der Autobauer aus damaliger Sicht unter dem Druck der Pandemie-Unsicherheiten und wirtschaftlichen Turbulenzen verständlich handelte, scheint die Entscheidung mit dem heutigen Wissen über den rasanten Aufstieg von Bitcoin in den letzten Monaten dennoch falsch gewesen zu sein. Den perfekten Zeitpunkt für den Verkauf jeglicher spekulativer Investition kennt man eben immer erst hinterher. Es wird sicherlich noch einigen anderen Anlegern ergangen sein wie Tesla.
Was denkt ihr über Kryptowährung? Habt ihr selbst in Bitcoin investiert und vielleicht wie Tesla 'zu früh' verkauft? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Tesla investierte 2021 rund 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin
- Während und nach der Corona-Pandemie verkaufte Tesla 75 Prozent seiner Bitcoins
- Der Verkauf brachte einen geringen Gewinn von etwa 64 Millionen Dollar
- Heute wären die verkauften Bitcoins mehr als 3,5 Milliarden Dollar wert
- Der Bitcoin-Kurs stieg von etwa 20.000 Dollar auf 119.000 Dollar
- Teslas Geschichte zeigt die Unvorhersehbarkeit des Kryptomarktes
- Elon Musk war zeitweise ein prominenter Befürworter von Bitcoin
Siehe auch:
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