Nach Grafikkarten & Speicher werden jetzt auch (Server-)CPUs knapp
Erst waren es Grafikchips, dann der Speicher. Jetzt kommen CPUs zur Liste der nur schwer und teuer verfügbaren Komponenten hinzu. Vorerst betrifft das Problem aber nur Server. Intel und AMD sollen gegenüber Kunden Engpässe und Preiserhöhungen gemeldet haben.
Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere Quellen aus der Branche. Die Engpässe sorgen im Fall von Intel sogar für Preissteigerungen, wobei die Kosten im Schnitt um rund 10 Prozent höher geworden sein sollen. Wie stark die Preise für einzelne Abnehmer steigen, hängt allerdings von ihren Verträgen mit Intel ab, die jeweils individuell ausgehandelt werden, heißt es.
Auch AMD hat seine Kundschaft jüngst vor Engpässen gewarnt und deutlich gemacht, dass die Lieferzeiten inzwischen auf acht bis zehn Wochen gestiegen sind. Bei Intel führt man die Engpässe auf eine durch den KI-Boom gestiegene Nachfrage rund um Produkte aus dem Bereich "Traditional Compute" zurück, womit natürlich die normalen x86-basierten CPUs gemeint sind. Der US-Chipriese hatte bei der Bekanntgabe seiner jüngsten Geschäftszahlen bereits entsprechende Andeutungen gemacht.
Die Gründe für die Engpässe liegen in einer Kombination aus gestiegender Nachfrage. Die sogenannten "agentischen KI-Systeme" benötigten mehr CPU-Leistung als "traditionelle" KI-Workloads, die hauptsächlich auf der GPU laufen. Hinzu kommen auch noch Probleme mit der Verfügbarkeit von Speicherprodukten und Fertigungsprobleme.
Als die Speicherpreise Ende letzten Jahres anzogen, begannen auch in China die Abnehmer, den Umfang ihrer Bestellungen zu steigern, um so den mittelfristigen Preiserhöhungen zuvorzukommen. Darüber hinaus hat Intel seit geraumer Zeit Probleme, die Ausbeute seiner Fertigung in ausreichendem Umfang zu steigern.
Siehe auch:
Hamsterkäufe auch bei Server-Prozessoren
Intel und AMD haben ihre Kundschaft in China innerhalb der letzten Wochen laut jüngsten Berichten darüber informiert, dass bestimmte Server-CPUs aus ihrer jeweiligen Produktion knapp werden. Intel hat angeblich massive Probleme, die Nachfrage von Server-Kunden zu befriedigen, weshalb die Abnehmer auf manche Chips inzwischen bis zu sechs Monate warten müssen.Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere Quellen aus der Branche. Die Engpässe sorgen im Fall von Intel sogar für Preissteigerungen, wobei die Kosten im Schnitt um rund 10 Prozent höher geworden sein sollen. Wie stark die Preise für einzelne Abnehmer steigen, hängt allerdings von ihren Verträgen mit Intel ab, die jeweils individuell ausgehandelt werden, heißt es.
Intel Xeon der 4. und 5. Generation Mangelware
In China soll es vor allem Engpässe bei Xeon-CPUs der vierten und fünften Generation geben, wobei Intel die Lieferzahlen angeblich rationiert hat. Die Zahl der Bestellungen soll die tatsächlich verfügbaren Stückzahlen deutlich übertreffen, weshalb Wartezeiten von bis zu sechs Monaten keine Seltenheit mehr sind, so der Bericht.Auch AMD hat seine Kundschaft jüngst vor Engpässen gewarnt und deutlich gemacht, dass die Lieferzeiten inzwischen auf acht bis zehn Wochen gestiegen sind. Bei Intel führt man die Engpässe auf eine durch den KI-Boom gestiegene Nachfrage rund um Produkte aus dem Bereich "Traditional Compute" zurück, womit natürlich die normalen x86-basierten CPUs gemeint sind. Der US-Chipriese hatte bei der Bekanntgabe seiner jüngsten Geschäftszahlen bereits entsprechende Andeutungen gemacht.
Intel erwartet Besserung im Lauf des Jahres
Das Unternehmen bestätigte gegenüber Reuters, dass man im ersten Quartal 2026 mit sehr geringen Lagerbeständen zu kämpfen hat. Man gehe allerdings agressiv dagegen vor und erwartet deshalb, dass sich die Verfügbarkeit ab dem zweiten Quartal bis hin zum Ende des Jahres bessern dürfte.Die Gründe für die Engpässe liegen in einer Kombination aus gestiegender Nachfrage. Die sogenannten "agentischen KI-Systeme" benötigten mehr CPU-Leistung als "traditionelle" KI-Workloads, die hauptsächlich auf der GPU laufen. Hinzu kommen auch noch Probleme mit der Verfügbarkeit von Speicherprodukten und Fertigungsprobleme.
Als die Speicherpreise Ende letzten Jahres anzogen, begannen auch in China die Abnehmer, den Umfang ihrer Bestellungen zu steigern, um so den mittelfristigen Preiserhöhungen zuvorzukommen. Darüber hinaus hat Intel seit geraumer Zeit Probleme, die Ausbeute seiner Fertigung in ausreichendem Umfang zu steigern.
Zusammenfassung
- Intel und AMD melden Engpässe bei Server-CPUs mit Wartezeiten bis zu sechs Monaten
- KI-Boom führt zu erhöhter Nachfrage und Preissteigerungen von etwa 10 Prozent
- Intel kämpft mit geringen Lagerbeständen im ersten Quartal 2026
- Agentische KI-Systeme benötigen mehr CPU-Leistung als traditionelle KI-Workloads
- Speicherknappheit und Fertigungsprobleme verschärfen die CPU-Verfügbarkeitskrise
- Kunden in China erhöhten ihre Bestellungen, um Preiserhöhungen zuvorzukommen
Siehe auch:
- Intels Panther-Lake-CPUs sollen AMD im Handheld-Markt angreifen
- AMD lässt sich von Intel-Erholung kein Stück einschüchtern
- Bericht über Gespräche: Intel könnte bald Prozessoren von AMD fertigen
- Intel vs. AMD & Nvidia: Neue Arc-GPU mit 16 GB VRAM kommt wohl doch
- Nova Lake: Intel plant angeblich massiven CPU-Boost gegen AMD-Chips
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