HDMI 2.2 kommt: Neue Infos zu Spezifikationen und Ultra96-Kabeln
Das HDMI-Forum hat die neue HDMI 2.2-Spezifikation veröffentlicht, die mit 96 Gbit/s die doppelte Bandbreite von HDMI 2.1 bietet und sogar DisplayPort 2.1 übertrifft. Mit den neuen Ultra96-Kabeln werden Auflösungen bis zu 16K bei 60 Hz möglich.
Mit dieser Bandbreitensteigerung unterstützt HDMI 2.2 nun deutlich höhere Auflösungen und Bildwiederholraten: 4K bei 480 Hz, 8K bei 240 Hz, 10K bei 120 Hz und sogar 16K bei 60 Hz werden möglich. Für unkomprimierte Formate mit voller 4:4:4-Farbunterabtastung (Chroma Subsampling) und 10 Bit sowie 12 Bit Farbtiefe kann die neue Schnittstelle 4K bei 240 Hz und 8K bei 60 Hz ohne Kompression übertragen.
Neues Ultra96 HDMI-Kabel mit passendem Label zur Erkennung
Vergleich: Die Entwicklung der Bandbreite von HDMI 1.4 bis HDMI 2.2
HDMI 2.2 ist zudem vollständig abwärtskompatibel. Das bedeutet, dass die neuen Kabel mit älteren Anschlüssen verwendet werden können und dabei die niedrigste gemeinsame Leistung bieten. Wenn ihr etwa ein HDMI 2.2 Ultra96-Kabel an einen Fernseher mit HDMI 2.1-Unterstützung anschließt, erhaltet ihr weiterhin HDMI 2.1-Funktionen und -Geschwindigkeiten ohne Probleme.
Vergleich: Vom klassischen 4K-Format bis hin zu maximalen 16K
Derzeit unterstützen nur AMDs Radeon Pro-Karten den vollen DisplayPort 2.1b UHBR20-Standard, während die RX 9000-Serie auf nur 54 Gbit/s beschränkt ist (statt der möglichen 80 Gbit/s). Es bleibt abzuwarten, ob AMD bei UDNA einen ähnlichen Ansatz verfolgt und die volle HDMI 2.2-Bandbreite nur mit ihren Workstation-GPUs anbietet.
Die ersten Ultra96-zertifizierten HDMI-Kabel werden ebenfalls später in diesem Jahr erscheinen. Obwohl 16K-Displays bisher nicht in den Regalen der Geschäfte stehen und die meisten Inhalte derzeit bei 4K oder höchstens 8K enden, geht es bei HDMI 2.2 vor allem darum, einen zukunftssicheren Standard zur Hand haben.
Was haltet ihr von HDMI 2.2 und den Ultra96-Kabeln? Werdet ihr umsatteln, sobald sie verfügbar sind, oder reicht euch HDMI 2.1 noch völlig aus? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
Doppelte Bandbreite für zukunftssichere Verbindungen
Das HDMI-Forum hat die offiziellen HDMI 2.2-Spezifikationen veröffentlicht. Bekanntlich verdoppelt der neue Standard die maximale Bandbreite von 48 Gbit/s (HDMI 2.1) auf 96 Gbit/s und übertrifft damit sogar den konkurrierenden DisplayPort 2.1 UHBR20-Standard, der bei 80 Gbit/s seine Grenze erreicht.Mit dieser Bandbreitensteigerung unterstützt HDMI 2.2 nun deutlich höhere Auflösungen und Bildwiederholraten: 4K bei 480 Hz, 8K bei 240 Hz, 10K bei 120 Hz und sogar 16K bei 60 Hz werden möglich. Für unkomprimierte Formate mit voller 4:4:4-Farbunterabtastung (Chroma Subsampling) und 10 Bit sowie 12 Bit Farbtiefe kann die neue Schnittstelle 4K bei 240 Hz und 8K bei 60 Hz ohne Kompression übertragen.
Neues Ultra96 HDMI-Kabel mit passendem Label zur Erkennung
Ultra96: Neues HDMI-Kabel für maximale Leistung
Um die volle Leistungsfähigkeit von HDMI 2.2 zu gewährleisten, führt das HDMI Forum die neue "Ultra96"-Kabelzertifizierung ein. Diese Bezeichnung soll Verbrauchern helfen, Kabel zu identifizieren, die die maximale Bandbreite von 96 Gbit/s unterstützen. Nur Kabel mit der offiziellen Ultra96-Kennzeichnung garantieren die volle HDMI 2.2-Leistung.Die Einführung des neuen Ultra96-Merkmalnamens wird Verbrauchern und Endanwendern helfen, sicherzustellen, dass die maximale Bandbreite ihres Produkts unterstützt wird.Die Ultra96-Kabel werden Teil des HDMI-Kabelzertifizierungsprogramms sein, bei dem jedes Modell und jede Länge getestet und zertifiziert werden muss.
Vergleich: Die Entwicklung der Bandbreite von HDMI 1.4 bis HDMI 2.2
Bessere Synchronisation und Abwärtskompatibilität
Neben der höheren Bandbreite führt HDMI 2.2 auch das neue Latency Indication Protocol (LIP) ein. Dieses Protokoll zielt darauf ab, die Audio-Video-Synchronisation in Systemen zu verbessern, bei denen das Signal durch mehr als ein Gerät läuft, bevor es das finale Display erreicht. Das ist besonders für komplexe Heimkino-Set-ups mit mehreren Lautsprecherkanälen, Receivern und Projektoren oder Bildschirmen von Vorteil.HDMI 2.2 ist zudem vollständig abwärtskompatibel. Das bedeutet, dass die neuen Kabel mit älteren Anschlüssen verwendet werden können und dabei die niedrigste gemeinsame Leistung bieten. Wenn ihr etwa ein HDMI 2.2 Ultra96-Kabel an einen Fernseher mit HDMI 2.1-Unterstützung anschließt, erhaltet ihr weiterhin HDMI 2.1-Funktionen und -Geschwindigkeiten ohne Probleme.
Vergleich: Vom klassischen 4K-Format bis hin zu maximalen 16K
AMD könnte Vorreiter bei der Implementierung sein
Die ersten HDMI 2.2-Geräte werden voraussichtlich gegen Ende des Jahres auf den Markt kommen, wobei AMDs kommende UDNA-Grafikkarten zu den ersten gehören könnten, die den neuen Standard unterstützen. Über die nächste Generation der Radeon-Karten ist noch wenig bekannt, aber ein früherer Leak deutete auf eine begrenzte HDMI 2.2-Unterstützung für UDNA hin, die die maximale Bandbreite bei den meisten Modellen einschränken würde.Derzeit unterstützen nur AMDs Radeon Pro-Karten den vollen DisplayPort 2.1b UHBR20-Standard, während die RX 9000-Serie auf nur 54 Gbit/s beschränkt ist (statt der möglichen 80 Gbit/s). Es bleibt abzuwarten, ob AMD bei UDNA einen ähnlichen Ansatz verfolgt und die volle HDMI 2.2-Bandbreite nur mit ihren Workstation-GPUs anbietet.
Die ersten Ultra96-zertifizierten HDMI-Kabel werden ebenfalls später in diesem Jahr erscheinen. Obwohl 16K-Displays bisher nicht in den Regalen der Geschäfte stehen und die meisten Inhalte derzeit bei 4K oder höchstens 8K enden, geht es bei HDMI 2.2 vor allem darum, einen zukunftssicheren Standard zur Hand haben.
Was haltet ihr von HDMI 2.2 und den Ultra96-Kabeln? Werdet ihr umsatteln, sobald sie verfügbar sind, oder reicht euch HDMI 2.1 noch völlig aus? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
- HDMI 2.2 verdoppelt Bandbreite auf 96 Gbit/s und übertrifft DisplayPort 2.1
- Neue Ultra96-Kabelzertifizierung garantiert volle HDMI 2.2-Leistungsfähigkeit
- Unterstützung für 4K bei 480 Hz, 8K bei 240 Hz und 16K bei 60 Hz möglich
- Neues Latency Indication Protocol verbessert Audio-Video-Synchronisation
- HDMI 2.2 ist vollständig abwärtskompatibel mit älteren Anschlüssen
- Erste HDMI 2.2-Geräte werden voraussichtlich Ende des Jahres erscheinen
- AMDs kommende UDNA-GPUs könnten zu ersten Unterstützern des Standards gehören
Siehe auch:
- GPMI: Chinas neuer Kabel-Standard lässt USB & HDMI alt aussehen
- AMDs nächste GPU-Generation soll HDMI 2.2 und 80 Gbit/s unterstützen
- Meta macht Quest-Headsets jetzt zum "Riesen-Display" für HDMI-Geräte
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