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PC-Hersteller ermogelten sich mit BIOS-Manipulationen Vollversionen
Lizenzprüfungen von Software waren lange nicht besonders sicher gestaltet. Dies nutzten sogar PC-Hersteller aus, um ihren Kunden kostenlose Vollversionen bestimmter Programme mitliefern zu können, ohne selbst dafür zu bezahlen.
Im Zuge dieser Entwicklung versuchte das Team auch, Möglichkeiten zu finden, wie man ältere PCs identifizieren könne, die vor der Einführung des neuen Standards produziert worden waren. Ein Ansatz bestand darin, Copyright-Angaben und Datumsangaben im BIOS auszulesen.
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Dabei stießen die Entwickler auf eine bemerkenswerte Entdeckung: In einem BIOS fand sich eine auffällige Zeichenkette mit dem Inhalt "Not Copyright Fabrikam Computer". Das Merkwürdige daran: Der Computer stammte nicht von "Fabrikam", sondern von einem anderen, hier fiktiv als "Contoso" bezeichneten Hersteller.
Was zunächst wie ein merkwürdiger Eintrag wirkte, entpuppte sich als gezielte Manipulation. Laut Chen hatte der Hersteller Contoso eine Testversion einer Software auf seinen Geräten vorinstalliert - jedoch ohne eine offizielle Lizenz. Normalerweise wird die Vollversion einer solchen Software nur dann freigeschaltet, wenn ein lizenziertes Gerät erkannt wird. Die Erkennung erfolgte über bestimmte Copyright-Strings im BIOS.
Diese kreative, wenn auch rechtlich fragwürdige Methode war natürlich nicht von Dauer. Mit der Zeit wurden die Lizenzprüfungen komplexer und sicherer gestaltet, sodass solche Tricks keinen Erfolg mehr hatten. Dennoch zeigt dieser Rückblick, mit welchen Mitteln manche Hersteller versuchten, teure Lizenzgebühren zu umgehen. Es waren also nicht nur die Nutzer, die mit diversen Tricks versuchten, die Software-Hersteller um ihre Einnahmen zu bringen.
Siehe auch:
Ein Stück IT-Geschichte
Aufgefallen ist dies eher zufällig: In den frühen Tagen des Windows-Betriebssystems, genauer gesagt zur Zeit von Windows 95, arbeiteten Microsoft-Ingenieure intensiv an der Entwicklung der sogenannten Plug-and-play-Funktion, die eine automatische Erkennung und Konfiguration von Hardware ermöglichen sollte, wie der Microsoft-Ingenieur Raymond Chen jetzt berichtete.Im Zuge dieser Entwicklung versuchte das Team auch, Möglichkeiten zu finden, wie man ältere PCs identifizieren könne, die vor der Einführung des neuen Standards produziert worden waren. Ein Ansatz bestand darin, Copyright-Angaben und Datumsangaben im BIOS auszulesen.
Spartipp: Mwst. geschenkt bei Media Markt und Saturn (19% Aktion)
Dabei stießen die Entwickler auf eine bemerkenswerte Entdeckung: In einem BIOS fand sich eine auffällige Zeichenkette mit dem Inhalt "Not Copyright Fabrikam Computer". Das Merkwürdige daran: Der Computer stammte nicht von "Fabrikam", sondern von einem anderen, hier fiktiv als "Contoso" bezeichneten Hersteller.
Was zunächst wie ein merkwürdiger Eintrag wirkte, entpuppte sich als gezielte Manipulation. Laut Chen hatte der Hersteller Contoso eine Testversion einer Software auf seinen Geräten vorinstalliert - jedoch ohne eine offizielle Lizenz. Normalerweise wird die Vollversion einer solchen Software nur dann freigeschaltet, wenn ein lizenziertes Gerät erkannt wird. Die Erkennung erfolgte über bestimmte Copyright-Strings im BIOS.
Einfacher Trick
Um dieses System auszutricksen, fügte Contoso der BIOS-Zeichenkette den Text "Copyright Contoso Not Copyright Fabrikam Computer" hinzu. Die Software suchte lediglich nach dem Fragment "Copyright Fabrikam Computer" - fand dieses als Teil der längeren Zeichenkette und schaltete daraufhin irrtümlich die Vollversion frei.Diese kreative, wenn auch rechtlich fragwürdige Methode war natürlich nicht von Dauer. Mit der Zeit wurden die Lizenzprüfungen komplexer und sicherer gestaltet, sodass solche Tricks keinen Erfolg mehr hatten. Dennoch zeigt dieser Rückblick, mit welchen Mitteln manche Hersteller versuchten, teure Lizenzgebühren zu umgehen. Es waren also nicht nur die Nutzer, die mit diversen Tricks versuchten, die Software-Hersteller um ihre Einnahmen zu bringen.
Zusammenfassung
- PC-Hersteller manipulierten das BIOS, um lizenzierte Software vorzutäuschen
- Die Entdeckung erfolgte zufällig bei der Entwicklung von Plug-and-play
- Microsoft-Ingenieure fanden gefälschte Copyright-Angaben im BIOS
- Der Trick bestand aus strategisch platzierten Texten in den BIOS-Zeichenketten
- Die Software erkannte fälschlicherweise lizenzierte Geräte und schaltete frei
- Diese Umgehung von Lizenzgebühren funktionierte nur für begrenzte Zeit
- Mit der Zeit wurden Lizenzprüfungen komplexer und sicherer gestaltet
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