Borderlands 2 kostenlos auf Steam:
EULA-Änderungen lösen Kritik aus

Gearbox verschenkt auf Steam Borderlands 2, doch statt Jubel­stür­men erntet das Spiel heftige Kritik. Grund sind umstrittene Ände­run­gen in den Nutzungsbedingungen, die viele Spieler als einen echten Albtraum im Hinblick auf den Datenschutz betrachten.
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Gearbox
Eigentlich sollte es eine Erfolgsmeldung sein: Der beliebte Loot-Shooter Borderlands 2 ist aktuell komplett kostenlos auf Steam erhältlich und kann auch dauerhaft behalten werden. Doch was Gearbox Software als Geschenk an die Community gedacht hat, entwickelt sich zum PR-Debakel. Während Spieler das Angebot bis zum 8. Juni nutzen können, um sich den Klassiker von 2012 zu sichern, wird das Spiel gleichzeitig mit negativen Bewertungen überschüttet. Die "Kürzliche Rezensionen" auf Steam zeigen ein vernichtendes Urteil: "Äußerst negativ".

Hinter dem Review-Bombing steckt eine Kontroverse um die Nutzungsbedingungen (EULA) von Take-Two Interactive, dem Mutterkonzern von Publisher 2K Games. Die im Februar 2025 aktualisierten Bedingungen enthalten Klauseln, die bei vielen Spielern für Datenschutzbedenken sorgen. Besonders kritisiert wird die umfangreiche Datensammlung, die laut Kritikern Namen, E-Mail-Adressen, IP-Adressen, Rechnungsdaten, Telefonnummern und weitere sensible Informationen umfassen soll.


Mods und VPNs im Visier

Ein weiterer Streitpunkt sind Regelungen, die die Nutzung von Mods, Cheats und VPNs einschränken könnten. Viele Spieler befürchten, dass harmlose Modifikationen für den Einzelspielermodus als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen gewertet werden könnten. Auch die Verwendung von VPNs wird in den Bedingungen untersagt, wenn man sich mit Online-Servern verbindet. Wie PC Gamer berichtet, müssen Spieler die neuen Bedingungen akzeptieren, um Borderlands 2 online spielen zu können. Wer ablehnt, kann das Spiel nur im Offline-Modus nutzen.

Für viele Fans ist dies ein inakzeptabler Eingriff in ein Produkt, das sie vor langer Zeit erworben haben. Borderlands 2 war bei seinem Release 2012 ein Meilenstein des Loot-Shooter-Genres und verkaufte sich über 26 Millionen Mal. Das Spiel etablierte die charakteristische Cel-Shading-Optik der Serie und führte vier neue Charakterklassen ein: Gunzerker Salvador, Sirene Maya, Commando Axton und Assassin Zer0.

Gearbox-Chef Randy Pitchford versuchte vergangene Woche, die Gemüter via Twitter zu beruhigen. "Nichts hat oder wird sich an der Software ändern", erklärte er. "Ich denke, das Rechtsteam des Publishers deckt seine Basis ab, aber das hat nichts mit dem zu tun, was wir tun. Ich kann die EULA nicht ändern - das wird auf Publisher-Ebene entschieden. Aber ich kann versichern, dass es keine Spyware in der Software gibt."

Kontroverse oder Überreaktion?

Nicht alle teilen die Empörung. Manche Spieler argumentieren, dass die Reaktion übertrieben sei und die neuen Nutzungsbedingungen sich kaum von früheren Versionen unterscheiden würden. Ein Reddit-Nutzer wird von IGN mit den Worten zitiert: "Die Leute überreagieren definitiv. Die EULA unterscheidet sich kaum von der vorherigen Version aus dem Jahr 2018. Die Leute flippen jetzt nur aus, weil irgendein clickbaitender Content-Creator ihnen das gesagt hat."

Was meint ihr zu dieser Kontroverse? Sind die Datenschutzbedenken berechtigt oder handelt es sich um eine Überreaktion der Community? Habt ihr euch Borderlands 2 bereits kostenlos gesichert oder verzichtet ihr aufgrund der EULA-Änderungen?

Zusammenfassung
  • Gearbox verschenkt Borderlands 2 auf Steam, erntet aber heftige Kritik
  • Umstrittene EULA-Änderungen von Take-Two Interactive sorgen für Empörung
  • Bedenken wegen umfangreicher Datensammlung und Einschränkung von Mods
  • Spieler können bei Ablehnung der neuen Bedingungen nur offline spielen
  • Gearbox-Chef Pitchford versichert, dass keine Spyware in der Software ist
  • Manche Nutzer halten die negativen Reaktionen für stark übertrieben
  • Beliebter Loot-Shooter von 2012 steht bis zum 8. Juni kostenlos zur Verfügung

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