CISA ohne Führungspersonal:
USA stehen bei Cybersicherheit blank da
Der US-Sicherheitsbehörde Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) steht ein massiver Umbruch bevor: Ein Großteil der Führungskräfte hat die Behörde bereits verlassen oder wird dies bis Ende des Monats tun.
Von den sechs operativen Hauptabteilungen der Behörde verlieren fünf ihre Leitung, ebenso wie sechs der zehn regionalen Niederlassungen. Bereits ausgeschieden sind unter anderem Steve Harris (Infrastruktur-Sicherheit), Trent Frazier (Stakeholder-Engagement) und Juan Arratia (Vertragswesen). Weitere Abgänge stehen unmittelbar bevor, darunter Matt Hartman, Vizedirektor der Cybersecurity-Abteilung, sowie Boyden Rohner, Leiter der integrierten Einsatzkoordination. Auch wichtige Führungskräfte in den Regionen - etwa in New York, Atlanta, Chicago und Seattle - verlassen die Behörde.
Diese Entwicklung trifft CISA in einer kritischen Phase. Die Behörde gilt als zentrale Instanz für den Schutz kritischer Infrastrukturen in den USA - etwa in den Bereichen Energie, Telekommunikation und Gesundheit. Ihre regionalen Teams spielen eine Schlüsselrolle bei der Kooperation mit Bundesstaaten, Kommunen, privaten Sicherheitsfirmen und internationalen Partnern.
Trotz der angespannten Lage bemühte sich CISA-Direktorin Bridget Bean um Optimismus: "Wir erfüllen weiterhin unseren gesetzlichen Auftrag zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Das Team, das jetzt an Bord ist, ist bereit, den wachsenden Bedrohungen zu begegnen." Dennoch bleibt unklar, wie die Behörde den Know-how-Verlust kurz- bis mittelfristig kompensieren will - und ob sie das Vertrauen ihrer Partner halten kann.
Siehe auch:
Harter Bruch in harter Zeit
Das geht aus einer internen E-Mail hervor, die dem Fachportal Cybersecurity Dive vorliegt. Experten warnen angesichts dessen bereits vor einem drohenden Verlust an Expertise und strategischer Führung - ausgerechnet in einer Zeit wachsender Spannungen mit ausländischen Gegnern im Cyberraum.Von den sechs operativen Hauptabteilungen der Behörde verlieren fünf ihre Leitung, ebenso wie sechs der zehn regionalen Niederlassungen. Bereits ausgeschieden sind unter anderem Steve Harris (Infrastruktur-Sicherheit), Trent Frazier (Stakeholder-Engagement) und Juan Arratia (Vertragswesen). Weitere Abgänge stehen unmittelbar bevor, darunter Matt Hartman, Vizedirektor der Cybersecurity-Abteilung, sowie Boyden Rohner, Leiter der integrierten Einsatzkoordination. Auch wichtige Führungskräfte in den Regionen - etwa in New York, Atlanta, Chicago und Seattle - verlassen die Behörde.
Diese Entwicklung trifft CISA in einer kritischen Phase. Die Behörde gilt als zentrale Instanz für den Schutz kritischer Infrastrukturen in den USA - etwa in den Bereichen Energie, Telekommunikation und Gesundheit. Ihre regionalen Teams spielen eine Schlüsselrolle bei der Kooperation mit Bundesstaaten, Kommunen, privaten Sicherheitsfirmen und internationalen Partnern.
USA werden verwundbar
Intern wächst die Unruhe entsprechend. "Es fühlt sich an, als würden die falschen Leute gehen", erklärte ein anonymer Mitarbeiter. Die Vielzahl der Abgänge schüre Zweifel daran, ob die Agentur ihrer Aufgabe weiterhin gerecht werden könne. Auch Suzanne Spaulding, ehemalige Leiterin der Vorgängerorganisation von CISA, zeigte sich besorgt: Der Verlust so vieler erfahrener Führungskräfte macht das Land verwundbarer gegenüber Cyberbedrohungen.Trotz der angespannten Lage bemühte sich CISA-Direktorin Bridget Bean um Optimismus: "Wir erfüllen weiterhin unseren gesetzlichen Auftrag zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Das Team, das jetzt an Bord ist, ist bereit, den wachsenden Bedrohungen zu begegnen." Dennoch bleibt unklar, wie die Behörde den Know-how-Verlust kurz- bis mittelfristig kompensieren will - und ob sie das Vertrauen ihrer Partner halten kann.
Zusammenfassung
- Massenhafte Abgänge von Führungskräften erschüttern die US-Cybersicherheitsbehörde
- Fünf von sechs Hauptabteilungen und sechs von zehn Regionalbüros verlieren Leitung
- Experten warnen vor Verlust an Expertise während zunehmender Cyberbedrohungen
- CISA als zentrale Instanz für den Schutz kritischer US-Infrastrukturen gefährdet
- Direktorin Bean versichert trotz Personalkrise Erfüllung des Schutzauftrags
- Ungewissheit über Kompensation des Know-how-Verlusts und Vertrauenserhalt
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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