China-Schwarzmarkt austrocknen:
USA plant Kill-Switch für Nvidia-Chips

Wie landen trotz strenger Exportkontrollen hochleistungsfähige KI-Chips im Wert von 15 Milliarden Euro in China? Die US-Regierung plant nun drastische Maßnahmen: Nvidia-Prozessoren sollen auch nach dem Verkauf überwacht werden.
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USA will Nvidia-Chips nach dem Verkauf überwachen

Die US-Regierung arbeitet an Maßnahmen gegen den florierenden Schwarzhandel mit leistungsstarken KI-Chips. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervor. Reuters zitiert dabei exklusiv den demokratischen Abgeordneten Bill Foster, der einen Gesetzesentwurf einbringen will, der die Standortverfolgung von Nvidia-Prozessoren auch nach ihrem Verkauf ermöglichen soll.

Keine Exportlizenz, keine Funktion

Dieses Gesetz würde US-Behörden verpflichten, Regeln zur Standortverifizierung zu entwickeln und zu verhindern, dass die Chips ohne ordnungsgemäße Exportlizenzen hochfahren können - es geht also auch um einen Kill-Switch, der die Chips deaktivieren kann.


Milliardengeschäft trotz Exportkontrollen

Die Chips von Nvidia sind entscheidende Komponenten für die Entwicklung von KI-Systemen wie Chatbots und Bildgeneratoren, könnten aber auch für andere spezialisierte Anwendungen, wie für die Entwicklung biologischer Waffen genutzt werden.

Sowohl die aktuelle Trump-Regierung als auch der Vorgänger Joe Biden hatte die Exportkontrollen für diese Technologie nach China schrittweise verschärft. Dennoch heißt es, dass der chinesische Markt im letzten Geschäftsjahr von Nvidia einen Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar (etwa 15 Milliarden Euro) oder 13 Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmens entsprach.

Technologie für Standortverfolgung bereits vorhanden

Wie Reuters berichtet, behauptet Nvidia, Produkte nach dem Verkauf nicht weitere verfolgen zu können. Der Abgeordnete Foster, der als Teilchenphysiker arbeitete und während seiner wissenschaftlichen Karriere selbst mehrere Computerchips entwickelte, widerspricht dieser Darstellung. Infografik Mikrochips: Nvidia dank KI-Boom erstmals in Halbleiter-Top-5Mikrochips: Nvidia dank KI-Boom erstmals in Halbleiter-Top-5

Nachverfolgung bereits möglich?

Laut ihm - und weiteren laut Reuters unabhängigen Experten - ist die Technologie zur Nachverfolgung der Chips nach dem Verkauf leicht verfügbar, wobei die notwendigen Funktionen bereits in den Nvidia-Chips integriert sein sollen. Google nutzt beispielsweise bereits Standortverfolgung für seine hauseigenen KI-Chips in seinen Rechenzentren aus Sicherheitsgründen.

Was haltet ihr von dieser Initiative? Ist die Standortverfolgung von KI-Chips ein sinnvoller Ansatz gegen Schmuggel oder ein zu starker Eingriff in die Technologiefreiheit? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • US-Gesetzesvorlage zur Standortverfolgung von Nvidia-Chips geplant
  • Chips sollen ohne Exportlizenzen nicht hochfahren können
  • China generierte trotz Exportkontrollen 13% von Nvidias Gesamtumsatz
  • Nvidia behauptet, Produkte nach Verkauf nicht verfolgen zu können
  • Experten widersprechen: Nachverfolgungstechnologie leicht verfügbar
  • Überparteiliche Unterstützung für Initiative im US-Kongress
  • Technische Umsetzung durch Kommunikation mit gesichertem Server

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