Microsoft behebt in aller Stille den Dual-Boot-Bug des letzten Sommers

Microsoft hat in aller Stille einen Dual-Boot-Bug endgültig behoben, der seit dem letzten Jahr eine Reihe von Nutzern immer wieder vor Probleme stellte. Es gab zwar einen Workaround, der allerdings relativ kompliziert umzusetzen war.
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Kleines Problem, große Wirkung

Los ging es im August 2024. Damals sorgte ein Sicherheitsupdate von Microsoft für erhebliche Probleme bei Nutzern, die Windows 11 gemeinsam mit einem Linux-System betreiben. Zahlreiche beliebte Linux-Distributionen wie Ubuntu, Debian, Linux Mint, Zorin OS und Puppy Linux waren betroffen.

Nach der Installation des damaligen Updates mit der Kennung KB5041585 scheiterte der Startvorgang von Linux-Betriebssystemen. Stattdessen erschien eine Fehlermeldung mit dem Hinweis auf eine "Security Policy Violation" beim Überprüfen der sogenannten SBAT-Daten.


SBAT steht für "Secure Boot Advanced Targeting" und ist eine Sicherheitsfunktion, die veraltete oder unsichere Bootloader blockieren soll. Dabei greift das System auf eine Datenbank mit gesperrten UEFI-Komponenten zurück. Ursprünglich war die Funktion dazu gedacht, potenziell gefährliche Bootloader auszuschließen. Allerdings wurde die SBAT-Prüfung fehlerhaft auch bei Systemen aktiviert, die im Dual-Boot-Betrieb mit Linux liefen - ein Szenario, das eigentlich von der neuen Sicherheitsregelung ausgenommen sein sollte.

Fix im Mai-Update

Microsoft reagierte einige Tage nach Bekanntwerden des Problems mit einer komplexen Übergangslösung, die Änderungen an den Gruppenrichtlinien und an der Windows-Registry erforderte. Für viele Nutzer war diese Lösung jedoch zu technisch und wenig benutzerfreundlich.

Nun hat Microsoft im Rahmen des Mai-Updates in aller Stille auch eine Fehlerkorrektur ausgeliefert, die unter der Kennung KB5058405 verzeichnet ist. Die Korrektur stellt sicher, dass die SBAT-Prüfung künftig korrekt erkennt, ob ein System im Dual-Boot-Modus betrieben wird, und in solchen Fällen auf die Anwendung der restriktiven Sicherheitsmaßnahme verzichtet.

Zusammenfassung
  • Microsoft beseitigt stillschweigend den seit August 2024 bestehenden Dual-Boot-Bug
  • Das Problem betraf Windows-11-Nutzer, die parallel ein Linux-System betrieben
  • Nach Update KB5041585 erschien beim Linux-Start eine Security-Policy-Violation
  • Fehlerhafte SBAT-Prüfung blockierte fälschlicherweise Linux-Bootloader
  • Die ursprüngliche Übergangslösung war für viele Nutzer zu kompliziert umzusetzen
  • Mit dem Mai-Update KB5058405 wurde das Problem nun endgültig behoben
  • Die Korrektur ermöglicht jetzt die korrekte Erkennung des Dual-Boot-Modus

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