Durchbruch: USA und China wollen ihren Handelskonflikt gelöst haben
Nach einem intensiven Verhandlungswochenende in Genf hat die US-Regierung eine Einigung im Handelskonflikt mit China in Aussicht gestellt. Kurioserweise könnte der Handel mit China dadurch weniger Hürden bekommen, als der mit Partner-Staaten.
Auch US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer äußerte sich positiv. Man habe in kurzer Zeit ein Ergebnis erzielt, was darauf hindeute, dass die Differenzen möglicherweise nicht so gravierend gewesen seien wie angenommen. Greer betonte, das vorläufige Abkommen sei ein bedeutender Schritt zur Lösung einer "nationalen Notlage" - eine Formulierung, mit der die US-Regierung den wirtschaftlichen Druck infolge der Strafzölle beschreibt.
Die chinesische Seite sprach ebenfalls von einem Durchbruch. Vizepremier He Lifeng erklärte, die Gespräche hätten "substanzielle Fortschritte" gebracht und man habe sich auf die Einrichtung eines ständigen Konsultationsmechanismus zu Handels- und Wirtschaftsfragen geeinigt. Li Chenggang, Chinas internationaler Handelsbeauftragter, kündigte eine offizielle Stellungnahme an, ohne ein konkretes Datum zu nennen. Er kommentierte optimistisch: "Wenn das Essen gut schmeckt, spielt die Uhrzeit keine Rolle."
Vor allem in der Tech-Branche dürften die Meldungen zu Erleichterung führen - denn diese ist trotz aller Bemühungen weiterhin stark vom chinesischen Markt abhängig. Der Konflikt sorgte dafür, dass die bewährten Lieferketten enorme Preissteigerungen mit sich brachten. Möglicherweise könnte die Einigung sogar so weit gehen, dass einige chinesische Marken wie Huawei wieder auf die westlichen Märkte kommen.
Unklar ist bisher auch, wie sich ein Deal mit China auf die sonstige US-Handelspolitik auswirken wird. Denn die Trump-Regierung hat immerhin Zölle gegen alle möglichen Staaten in Stellung gebracht. Das kann nun zu der Situation führen, dass die Handelshemmnisse gegenüber Kanada oder der EU strikter ausfallen, als die gegenüber China.
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Details sollen folgen
Obwohl genaue Inhalte des Abkommens bislang nicht veröffentlicht wurden, sehen Beobachter einen ersten Schritt zur Entspannung im lang andauernden Handelsstreit zwischen den beiden Wirtschaftsmächten. US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die Gespräche als "produktiv" und kündigte für Montagmorgen US-Ortszeit eine umfassende Pressekonferenz an, bei der weitere Details bekannt gegeben werden sollen.Auch US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer äußerte sich positiv. Man habe in kurzer Zeit ein Ergebnis erzielt, was darauf hindeute, dass die Differenzen möglicherweise nicht so gravierend gewesen seien wie angenommen. Greer betonte, das vorläufige Abkommen sei ein bedeutender Schritt zur Lösung einer "nationalen Notlage" - eine Formulierung, mit der die US-Regierung den wirtschaftlichen Druck infolge der Strafzölle beschreibt.
Die chinesische Seite sprach ebenfalls von einem Durchbruch. Vizepremier He Lifeng erklärte, die Gespräche hätten "substanzielle Fortschritte" gebracht und man habe sich auf die Einrichtung eines ständigen Konsultationsmechanismus zu Handels- und Wirtschaftsfragen geeinigt. Li Chenggang, Chinas internationaler Handelsbeauftragter, kündigte eine offizielle Stellungnahme an, ohne ein konkretes Datum zu nennen. Er kommentierte optimistisch: "Wenn das Essen gut schmeckt, spielt die Uhrzeit keine Rolle."
Massive Zölle
Die Verhandlungen fanden vor dem Hintergrund wachsender globaler Wirtschaftssorgen statt. Seit Präsident Donald Trump Anfang April Strafzölle in Höhe von 145 Prozent auf chinesische Produkte angekündigt hatte, eskalierte der Handelskonflikt. Peking reagierte mit eigenen Zollerhöhungen von bis zu 125 Prozent auf US-Waren. Die Folge waren Turbulenzen an den Finanzmärkten und wachsende Ängste vor Versorgungsengpässen und Preissteigerungen.Vor allem in der Tech-Branche dürften die Meldungen zu Erleichterung führen - denn diese ist trotz aller Bemühungen weiterhin stark vom chinesischen Markt abhängig. Der Konflikt sorgte dafür, dass die bewährten Lieferketten enorme Preissteigerungen mit sich brachten. Möglicherweise könnte die Einigung sogar so weit gehen, dass einige chinesische Marken wie Huawei wieder auf die westlichen Märkte kommen.
Unklar ist bisher auch, wie sich ein Deal mit China auf die sonstige US-Handelspolitik auswirken wird. Denn die Trump-Regierung hat immerhin Zölle gegen alle möglichen Staaten in Stellung gebracht. Das kann nun zu der Situation führen, dass die Handelshemmnisse gegenüber Kanada oder der EU strikter ausfallen, als die gegenüber China.
Zusammenfassung
- USA und China erzielen Fortschritte bei Verhandlungen im Handelsstreit
- US-Finanzminister kündigt Pressekonferenz zu weiteren Details an
- Chinesische Seite spricht von substanziellen Fortschritten
- Hintergrund sind Strafzölle und wachsende globale Wirtschaftssorgen
- Tech-Branche zeigt sich erleichtert über mögliche Entspannung
- Auswirkungen auf US-Handelspolitik gegenüber anderen Staaten unklar
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