Trump: 100 % Zoll auf ausländische Filme, 'nationale Sicherheit bedroht'
US-Präsident Trump hat ein neues Ziel für seinen Zoll-Wahnsinn ausgemacht. In Kürze sollen alle außerhalb der USA "produzierten" Filme mit einem Strafzoll von 100 Prozent belegt werden. Angeblich stellen derartige Filme eine Bedrohung für die "Nationale Sicherheit" der USA dar.
Derartige Filme seien eine Art koordinierter Angriff anderer Nationen und daher eine Bedrohung für die "Nationale Sicherheit" der USA. Dass die US-Filmindustrie mit großem Aufwand selbst Filme im Ausland produzieren lässt, wird bei Trumps jüngsten Plänen natürlich geflissentlich ignoriert. Die Motion Picture Association (MPA), also die wichtigste Lobbyorganisation der US-Filmfirmen, wollte sich laut der New York Times zu dem Thema bisher nicht äußern.
Wie üblich gibt es bei Trumps jüngster Ankündigung erneut diverse offene Fragen. So ist unklar, ob wirklich jeder Film mit ausländischer Beteiligung betroffen sein soll. Gelten die Zölle nun auch für Filme, bei denen ein Teil im Ausland erfolgt? Oder nur für Filme, bei denen bestimmte Aufgaben von ausländischen Firmen übernommen wurden? Oder treffen die Zölle nun Filme, die aus Deutschland oder anderswo kommen? Vielleicht sind auch nur Streaming-Dienste betroffen? Keiner weiß es.
Die US-Filmindustrie lässt zwar bei einem Großteil ihrer Produktionen den Großteil der Arbeiten in den USA durchführen, doch wurden zuletzt immer mehr Filme teilweise auch in Europa oder anderen Ländern gefilmt oder bearbeitet, weil dort steuerliche Vorteile geboten wurden oder günstigere Arbeitskräfte verfügbar sind.
Die Zahl der Arbeitsplätze in der US-Filmindustrie war deshalb in den letzten Jahren stetig gesunken. Mit dem Wachstum der großen Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime Video gingen allerdings auch die Umsätze in Kinos massiv zurück. Die Filmfirmen und die Streaming-Anbieter sind daher seit Jahren darauf aus, ihre Ausgaben weiter zu senken, was ein großer Faktor bei der Abwanderung von Produktionsaufgaben ins Ausland ist.
Siehe auch:
Filmkonzerne dürfen sich auf höhere Kosten einstellen
Trump will die Produktion von Filmen außerhalb der USA für den amerikanischen Markt deutlich teurer machen. Er habe seinen Handelsrepräsentanten seines Landes damit beauftragt, wirklich jeden Film, der aus ausländischer Produktion in die USA kommt, mit hohen Abgaben zu belegen.Derartige Filme seien eine Art koordinierter Angriff anderer Nationen und daher eine Bedrohung für die "Nationale Sicherheit" der USA. Dass die US-Filmindustrie mit großem Aufwand selbst Filme im Ausland produzieren lässt, wird bei Trumps jüngsten Plänen natürlich geflissentlich ignoriert. Die Motion Picture Association (MPA), also die wichtigste Lobbyorganisation der US-Filmfirmen, wollte sich laut der New York Times zu dem Thema bisher nicht äußern.
Filme bringen viel Geld aus dem Ausland in die USA
Das von Trump im Fall von China und anderen Ländern bei der Einfuhr von Produkten von dort in die Vereinigten Staaten zitierte angebliche massive Handelsdefizit kann der wieder zum US-Präsidenten gewählte Milliardär bei Filmen freilich nicht als Grund für seinen Zoll-Wahn anführen. Laut Daten der MPA erzielte die Filmindustrie nämlich ein deutliches Handels-Plus in allen relevanten Märkten dieser Welt.Wie üblich gibt es bei Trumps jüngster Ankündigung erneut diverse offene Fragen. So ist unklar, ob wirklich jeder Film mit ausländischer Beteiligung betroffen sein soll. Gelten die Zölle nun auch für Filme, bei denen ein Teil im Ausland erfolgt? Oder nur für Filme, bei denen bestimmte Aufgaben von ausländischen Firmen übernommen wurden? Oder treffen die Zölle nun Filme, die aus Deutschland oder anderswo kommen? Vielleicht sind auch nur Streaming-Dienste betroffen? Keiner weiß es.
Die US-Filmindustrie lässt zwar bei einem Großteil ihrer Produktionen den Großteil der Arbeiten in den USA durchführen, doch wurden zuletzt immer mehr Filme teilweise auch in Europa oder anderen Ländern gefilmt oder bearbeitet, weil dort steuerliche Vorteile geboten wurden oder günstigere Arbeitskräfte verfügbar sind.
Die Zahl der Arbeitsplätze in der US-Filmindustrie war deshalb in den letzten Jahren stetig gesunken. Mit dem Wachstum der großen Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime Video gingen allerdings auch die Umsätze in Kinos massiv zurück. Die Filmfirmen und die Streaming-Anbieter sind daher seit Jahren darauf aus, ihre Ausgaben weiter zu senken, was ein großer Faktor bei der Abwanderung von Produktionsaufgaben ins Ausland ist.
Zusammenfassung
- Trump plant 100% Zoll auf ausländische Filme für US-Markt
- Begründung: Ausländische Filme bedrohen 'Nationale Sicherheit'
- Motion Picture Association äußert sich bisher nicht zu den Plänen
- US-Filmindustrie erzielt Handelsplus in allen relevanten Märkten
- Viele offene Fragen zur konkreten Umsetzung der Zollpläne
- Filmproduktion im Ausland wegen Kosteneinsparungen weit verbreitet
Siehe auch:
- Datenleck im Trump-Team: Signal-Klon der US-Regierung wurde gehackt
- Suche nach neuem Pontifex: Trump postet KI-Bild von sich als Papst
- Apple-Chef Cook: Trumps Zölle kosten uns 900 Millionen Dollar
- Musk und Trump sei Dank: Tesla muss nicht mehr alle Unfälle melden
- Trump-Minister: Apple wartet für US-Produktion nur auf Roboterarme
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