Apple-Chef Cook: Trumps Zölle kosten uns 900 Millionen Dollar
Apple hat im zweiten Quartal besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Allerdings herrscht große Unsicherheit, ob diese Entwicklung anhält - denn die Zoll-Politik der US-Regierung bedroht die Geschäfte Apples sehr direkt.
Trotz der starken Zahlen fiel die Apple-Aktie im nachbörslichen Handel um über vier Prozent. Gründe dafür sind Sorgen über neue US-Zölle und enttäuschende Umsätze in der Servicesparte, zu der unter anderem iCloud-Abonnements und Lizenzgeschäfte gehören. Auch die Verkäufe in China blieben hinter den Erwartungen zurück.
Apple-Chef Tim Cook zeigte sich dennoch zuversichtlich: "Wir berichten von einem starken Quartalsergebnis", sagte er in einer Telefonkonferenz mit Investoren. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass die von der US-Regierung unter Donald Trump verhängten Zölle im kommenden Quartal Zusatzkosten von rund 900 Millionen Dollar verursachen könnten - vorausgesetzt, es kommt zu keinen weiteren Änderungen bei den globalen Zollregelungen. Cook vermied jedoch eine langfristige Prognose: "Was danach passiert, ist schwer vorherzusagen."
Infolge der Unsicherheiten verlagert Apple seine Produktion verstärkt nach Indien und Vietnam. Während Indien künftig mehr iPhones liefern soll, wird Vietnam bei iPads und Macs eine größere Rolle spielen. Marktbeobachter sehen kurzfristig sogar Vorteile für Apple, da viele Kunden aus Angst vor Preissteigerungen jetzt noch zuschlagen könnten. Unklar bleibt aber, ob die Verbraucher bereit sind, langfristig höhere Preise zu akzeptieren.
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Geschäft noch besser als erwartet
Der Konzern meldete für die Zeit von Januar bis März einen Umsatz von 95,4 Milliarden Dollar - ein Plus von über vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch beim Gewinn je Aktie konnte Apple mit 1,65 Dollar - das sind 24,8 Milliarden Dollar insgesamt - die Prognosen leicht übertreffen. Die Wall Street hatte mit einem Umsatz von 94,5 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,62 Dollar gerechnet. Es ist das vierte Quartal in Folge, in dem Apple die Markterwartungen übertrifft.Trotz der starken Zahlen fiel die Apple-Aktie im nachbörslichen Handel um über vier Prozent. Gründe dafür sind Sorgen über neue US-Zölle und enttäuschende Umsätze in der Servicesparte, zu der unter anderem iCloud-Abonnements und Lizenzgeschäfte gehören. Auch die Verkäufe in China blieben hinter den Erwartungen zurück.
Apple-Chef Tim Cook zeigte sich dennoch zuversichtlich: "Wir berichten von einem starken Quartalsergebnis", sagte er in einer Telefonkonferenz mit Investoren. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass die von der US-Regierung unter Donald Trump verhängten Zölle im kommenden Quartal Zusatzkosten von rund 900 Millionen Dollar verursachen könnten - vorausgesetzt, es kommt zu keinen weiteren Änderungen bei den globalen Zollregelungen. Cook vermied jedoch eine langfristige Prognose: "Was danach passiert, ist schwer vorherzusagen."
Viel Ungewissheit
Die Handelspolitik der USA trifft Apple besonders hart, da das Unternehmen stark auf chinesische Produktionsstätten angewiesen ist. Zwar kündigte Präsident Trump Ausnahmen für Konsumelektronik an, nachdem Cook mit Regierungsvertretern gesprochen hatte. Doch wie dauerhaft diese Ausnahme ist, bleibt unklar. Handelsminister Howard Lutnick nannte sie "vorübergehend", und auch Trump relativierte sie später öffentlich.Infolge der Unsicherheiten verlagert Apple seine Produktion verstärkt nach Indien und Vietnam. Während Indien künftig mehr iPhones liefern soll, wird Vietnam bei iPads und Macs eine größere Rolle spielen. Marktbeobachter sehen kurzfristig sogar Vorteile für Apple, da viele Kunden aus Angst vor Preissteigerungen jetzt noch zuschlagen könnten. Unklar bleibt aber, ob die Verbraucher bereit sind, langfristig höhere Preise zu akzeptieren.
Zusammenfassung
- Apple übertrifft Erwartungen mit Umsatz von 95,4 Mrd. Dollar im Q2
- Trotz guter Zahlen fällt Aktie wegen Sorgen um neue US-Zölle
- Cook warnt vor Zusatzkosten von 900 Mio. Dollar durch Trumps Zölle
- Handelspolitik trifft Apple hart wegen Abhängigkeit von China
- Produktion wird verstärkt nach Indien und Vietnam verlagert
- Unsicherheit über langfristige Auswirkungen auf Verbraucherverhalten
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