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Spotify erhöht erneut die Preise:
Deutsche Nutzer zahlen bald noch mehr

Spotify plant für diesen Sommer erneut Preiserhöhungen in Europa. Deutsche Nutzer müssen demnach mit einem weiteren Aufschlag rechnen. Allerdings könnten bald "Add-Ons" mit Zusatzfunktionen angeboten werden.
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Spotify erhöht Preise in Europa

Erst vor zwei Wochen sorgte die Tatsache für Aufsehen, dass Nutzer trotz eines Spotify-Premium-Abos Werbung ausgespielt bekamen. Anfang April hatte das Unternehmen dann aber klargestellt, dass es sich um einen technischen Fehler gehandelt habe und es auch weiterhin keine generellen Pläne zu Werbeeinblendungen für zahlende Nutzer gibt. Trotzdem versucht der Streaming-Dienst seinen Umsatz jetzt weiter zu erhöhen.

Und so plant Spotify laut Insiderinformationen im mittlerweile schon traditionellen Jahresrhythmus auch für diesen Sommer eine erneute Preiserhöhung. Entsprechend dürften die monatlichen Gebühren für Einzelabonnements in zahlreichen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, um etwa einen Euro steigen. Die Preisanpassungen könnten bereits im Juni in Kraft treten.

Lesetipp: Premium-Boom bei Spotify - Rekordwachstum trifft auf Preiserhöhung


Der schwedische Streaming-Anbieter hat in den Niederlanden und Luxemburg bereits erste Schritte unternommen. Dort stieg der Preis für ein individuelles Premium-Abonnement von 10,99 Euro auf 12,99 Euro - ein deutliches Plus von 18 Prozent. Noch drastischer fiel die Erhöhung bei Familienplänen aus, die um 22 Prozent auf 21,99 Euro angehoben wurden. Duo-Abonnements für zwei Personen kosten nun 17,99 Euro, was einem Anstieg von 20 Prozent entspricht.

Neue "Add-Ons" entdeckt

Wie die Financial Times berichtet, haben Führungskräfte der Musikindustrie seit Langem bei Spotify, Apple Music und anderen Streaming-Plattformen für Preiserhöhungen lobbyiert, mit dem Argument, dass die Preise langsamer gestiegen seien als die Inflation und der Service im Vergleich zu Video-Streaming-Abonnements wie Netflix günstig sei. Infografik Audiostreaming: Spotify ist Marktführer in DeutschlandAudiostreaming: Spotify ist Marktführer in Deutschland Immerhin könnten Nutzer für den höheren Preis bald zusätzliche Funktionen erhalten. So wurden in der iOS-Beta-App von Spotify bereits Hinweise auf sogenannte "Add-Ons" entdeckt. Die könnten es Premium-Abonnenten erlauben, ihr Nutzungserlebnis zu erweitern. Ähnlich wie bei den bereits existierenden "Top-ups" für Hörbücher könnte Spotify ein modulares System einführen, bei dem Nutzer gezielt für die erweiterte Funktionen zahlen, die sie tatsächlich nutzen möchten.

Streaming 2.0 - Die nächste Phase des Musikstreamings

Die Preiserhöhungen sind Teil einer breiteren Strategie, die in der Branche als "Streaming 2.0" bezeichnet wird. Nach Jahren des rasanten Wachstums hat sich die Expansion des Musikstreamings deutlich verlangsamt. Laut der IFPI, dem internationalen Verband der Musikindustrie, hat sich das globale Umsatzwachstum im Streaming-Sektor im vergangenen Jahr halbiert.

Spotify, das 2024 erstmals ein volles Jahr mit operativem Gewinn abgeschlossen hatte, setzt nun verstärkt auf Profitabilität. Mit einem Betriebsgewinn von 1,4 Milliarden Euro konnte das Unternehmen den Verlust von 446 Millionen Euro aus dem Vorjahr mehr als ausgleichen. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der im Februar 2025 ein Allzeithoch erreichte.

Neben den regulären Preiserhöhungen arbeitet Spotify Berichten zufolge auch an einem "Super-Premium"-Angebot. Das könnte spezielle Vorteile für besonders engagierte Fans bieten, wie etwa früheren Zugang zu neuen Musikveröffentlichungen oder bevorzugten Zugriff auf Konzerttickets. Auch eine kostenpflichtige Option "Music Pro" mit Premium-Audioqualität soll dieses Jahr endlich verfügbar gemacht werden. Schon gestartet ist hingegen die neue Hörbuch-Flatrate der Streaming-Plattform.

Was haltet ihr von den geplanten Preiserhöhungen bei Spotify? Wärt ihr bereit, mehr zu zahlen, wenn es dafür zusätzliche Funktionen gibt? Teilt eure Meinung in den Kommentaren - wir sind gespannt auf eure Einschätzungen!

Zusammenfassung
  • Spotify plant wohl erneute Preiserhöhungen in Europa für diesen Sommer
  • Monatliche Gebühren könnten in Deutschland um etwa einen Euro steigen
  • In den Niederlanden und Luxemburg wurden Preise bereits angehoben
  • Musikindustrie lobbyiert für Preiserhöhungen bei Streaming-Diensten
  • 'Add-Ons' mit Zusatzfunktionen für Premium-Abonnenten könnten kommen
  • Spotify setzt verstärkt auf Profitabilität nach erstmaligem Gewinn
  • 'Super-Premium'-Angebot und 'Music Pro' mit besserer Audioqualität geplant

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