US-Tech-Konzerne: Gestern noch in Trumps Po, heute Milliarden im Klo

Fehlende Fachkräfte, monatelange Aufbauzeiten, hunderte Milliarden Dollar an Kosten: Die Tech-Branche kann ihre Produktion nicht ein­fach in die USA verlagern. Trumps Zölle treffen zahlreiche IT-Größen mit voller Wucht - obwohl man sich Trump angebiedert hat.
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Tech-Konzerne von Trumps Zöllen kalt erwischt

Die neuen US-Zölle haben die Tech-Branche hart getroffen und offenbar selbst die mächtigsten CEOs überrascht. Nach Einschätzung der Investmentbank Morgan Stanley waren führende Tech-Manager überhaupt nicht auf die Höhe der von Donald Trump verhängten Zölle vorbereitet. Für beispielsweise Apple wird ein finanzieller Schaden von rund 33 Milliarden Dollar (rund 30 Milliarden Euro) prognostiziert, während Dell und HP voraussichtlich nahezu ihre gesamten für 2025 erwarteten Nettoeinnahmen verlieren könnten.

Die Analysten erwarten, dass einflussreiche Größen wie Tim Cook, Satya Nadella und Mark Zuckerberg nun versuchen werden, bei der aktuellen US-Regierung zu intervenieren. Anders als während Trumps erster Amtszeit, als Apple Zollbefreiungen erwirken konnte, sehen die Experten diesmal jedoch kaum Erfolgsaussichten. Denn ein wesentlicher Unterschied ist: Statt einer detaillierten Liste betroffener Produktkategorien, gibt es aktuell pauschale Zölle ohne Ausnahmen.

Wie Apple Insider berichtet, hat Trump wiederholt betont, dass es keine Ausnahmen oder Befreiungen geben wird. Der US-Präsident will mit den hohen Zöllen Unternehmen dazu bewegen, ihre Produktion in die USA zu verlagern.




Morgan Stanley hält eine Produktionsverlagerung in die USA für unrealistisch. Die Analysten nennen mehrere Gründe: Zum einen fehlt es an ausreichend qualifizierten Arbeitskräften, zum anderen würde der Aufbau von Fertigungskapazitäten mindestens neun Monate dauern - und das sei noch optimistisch geschätzt. Die meisten Experten aus der Elektronikfertigungsbranche rechnen mit mehreren Jahren.

Die Kosten für eine Verlagerung der Produktion in die USA würden laut Morgan Stanley Hunderte Milliarden Dollar betragen. Zudem würden die deutlich höheren Löhne in den USA dazu führen, dass selbst mit den Zöllen keine Kosteneinsparungen erzielt werden könnten. Ein iPhone, das derzeit etwa 1.000 Dollar kostet, würde bei US-Fertigung laut dem Wedbush-Analysten Dan Ives 3.500 Dollar kosten.

Langfristige Unsicherheit

Die Analysten weisen darauf hin, dass viele Unternehmen nach Trumps ersten Zöllen bereits begonnen haben, ihre Produktion aus China zu verlagern - allerdings nach Taiwan, Vietnam oder Indien. Aktuell sind nun aber auch diese Länder von den neuen Zöllen betroffen. Die extreme Unsicherheit über die langfristige Zukunft der Zölle macht langfristige Investitionsentscheidungen zusätzlich schwierig. Gleichzeitig sorgt Trumps bekannte Neigung, Entscheidungen kurzfristig zu ändern, für weitere Planungsunsicherheit.

Was meint ihr zu den neuen US-Zöllen? Werden die Tech-Giganten einen Weg finden, die finanziellen Auswirkungen abzufedern, oder müssen wir uns auf deutlich höhere Preise einstellen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Neue US-Zölle treffen Tech-Branche unerwartet hart und mit hohen Kosten
  • Apple, Dell und HP könnten Milliardenverluste durch Trumps Zölle erleiden
  • Erfolgschancen für Interventionen der Tech-CEOs werden als gering eingestuft
  • Produktionsverlagerung in die USA laut Experten unrealistisch und kostspielig
  • Fachkräftemangel und lange Aufbauzeiten erschweren US-Produktionsverlagerung
  • Höhere US-Löhne würden Produktionskosten massiv steigern, z.B. bei iPhones
  • Trumps unberechenbare Politik sorgt für extreme Planungsunsicherheit

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