Handelskrieg eskaliert rasant:
Trump droht, China will es durchkämpfen

Der Handelskrieg zwischen den USA und China eskaliert in hoher Geschwindigkeit. US-Präsident Donald Trump drohte mit noch höheren Zöllen. In Peking fasst man dies als Erpressung auf und will die Sache bis zum Ende durchkämpfen.
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Über 100 Prozent Zoll in Sicht

Wie im Rest der Welt hatte Trump in der letzten Woche auch für Importe aus China höhere Zölle angeordnet. Dort reagierte man umgehend mit Gegenzöllen. Nun erklärte der US-Präsident, dass weitere 50 Prozent aufgeschlagen werden sollen, wenn Peking seine Maßnahmen nicht zurückzieht. Dort allerdings gibt man sich kämpferisch: Man werde "bis zum Ende kämpfen", hieß es in einer offiziellen Mitteilung, so die Nachrichtenagentur AP.

Das chinesische Handelsministerium warf den USA "einseitige Schikane" vor und bezeichnete die angedrohten Zölle als "völlig unbegründet". Die bereits verhängten und jetzt weiter drohenden Strafmaßnahmen würden den internationalen Handelsfluss stören und das globale Wirtschaftsklima massiv belasten. Peking betonte, die eigenen Gegenmaßnahmen dienten dem Schutz der nationalen Souveränität und seien legitim.


Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social erklärt, China müsse bis zum 8. April seine "langjährigen unfairen Handelspraktiken" beenden. Andernfalls würden ab dem 9. April neue Zölle wirksam - zusätzlich zu bestehenden Sanktionen wegen Fentanyl-Handels und kürzlich verhängten 34-Prozent-Zöllen. Damit würden sich die US-Zölle auf chinesische Produkte auf insgesamt 104 Prozent summieren.

Es ist allerdings absehbar, dass dies vor allem auch der US-amerikanischen Wirtschaft massiv schaden dürfte. Denn zahlreiche Sektoren sind stark von Importen aus den großen chinesischen Produktionslinien abhängig. Letztlich dürften die Preise im Einzelhandel weiterhin deutlich ansteigen, während Trump vor allem auch für sein Versprechen einer geringeren Inflation gewählt wurde.

Nervöse Börsen

Die Reaktion auf den Finanzmärkten fiel entsprechend nervös aus: Von Tokio bis New York verzeichneten Börsen weitere Rückgänge. Analysten befürchten, dass ein ausufernder Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt weltwirtschaftliche Folgen haben könnte.

Experten zufolge verfügt China weiterhin über vielfältige Möglichkeiten zur Vergeltung, etwa im Dienstleistungssektor, bei Agrarimporten oder in der Zusammenarbeit zur Drogenbekämpfung. Laut Pekings Außenministerium werde ein Dialog mit Washington nur auf Basis von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt stattfinden. Auch Hongkongs Regierungschef John Lee kritisierte die US-Politik scharf. Die neuen Zölle seien "rücksichtslos" und gefährdeten die Stabilität des globalen Handels. Hongkong wolle sich künftig noch enger an die wirtschaftliche Entwicklung Festlandchinas anbinden.

Zusammenfassung
  • Handelskrieg zwischen USA und China eskaliert mit Androhung höherer Zölle
  • Trump fordert Ende unfairer Handelspraktiken bis zum 8. April 2025
  • China bezeichnet US-Zölle als unbegründet und will 'bis zum Ende kämpfen'
  • Neue US-Zölle könnten sich auf insgesamt 104 Prozent summieren
  • Experten warnen vor negativen Folgen für US-Wirtschaft und Weltwirtschaft
  • Finanzmärkte reagieren nervös mit weiteren Kursrückgängen
  • China hat laut Experten noch vielfältige Vergeltungsmöglichkeiten

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