Blue Origin-Rakete New Glenn erfolgreich gestartet, erreicht Orbit

Blue Origin feiert einen wichtigen Erfolg: Der erste Orbitalflug der New Glenn-Rakete ist geglückt. Jeff Bezos' Raumfahrtunternehmen dringt damit in neue Sphären vor, auch wenn nicht alles nach Plan lief. In der kommerziellen Raumfahrt bedeutet das eines: Konkurrenz für SpaceX.

Erfolgreicher Jungfernflug in den Orbit

Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Am frühen Donnerstagmorgen hob die massive New Glenn-Rakete zu ihrem ersten Orbitalflug von der Cape Canaveral Space Force Station in Florida ab. Der Start markiert den Eintritt von Blue Origin in den lukrativen Markt für Satellitenstarts und positioniert das Unternehmen als ernsthaften Konkurrenten zu Elon Musks SpaceX.

Die 98 Meter hohe Rakete, benannt nach dem ersten US-Amerikaner im Orbit, John Glenn, startete um 2 Uhr morgens Ortszeit. An Bord befand sich der Blue Ring Pathfinder, eine Technologie-Demonstrationsmission. Nach etwa 13 Minuten erreichte die Oberstufe der Rakete erfolgreich die Erdumlaufbahn - ein großer und wichtiger Erfolg für Blue Origin.

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Wie Reuters berichtet, gelang es Blue Origin nicht, die Erststufe wie geplant auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik zu landen. Dieses Manöver, das SpaceX seit Jahren erfolgreich durchführt, soll die Wiederverwendbarkeit und damit die Kosteneffizienz der Raketen erhöhen. Der Verlust der Erststufe schmälert den Gesamterfolg der Mission jedoch nur geringfügig.

Milliardenschwere Investition zahlt sich aus

Die New Glenn-Rakete ist das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung und milliardenschweren Investitionen. Mit ihrer Fähigkeit, große Nutzlasten in den Orbit zu befördern, zielt Blue Origin auf einen wachsenden Markt für Satellitenstarts. Das Unternehmen hat bereits Verträge mit kommerziellen Kunden und der NASA für zukünftige Missionen in der Tasche.

So soll der Jungfernflug der Blue Origin-Rakete New Glenn ablaufen

Ein für das Unternehmen wichtiger Aspekt ist, dass die New Glenn-Rakete nicht nur für den Transport von Satelliten konzipiert wurde. Blue Origin plant, mit dem Blue Ring-Raumfahrzeug eine Art "Weltraum-Taxi" zu entwickeln. Dieses soll in der Lage sein, Satelliten im Orbit zu manövrieren und zu warten - ein potenziell lukrativer Dienst.

Für das laufende Jahr plant Blue Origin bereits sechs bis acht weitere Flüge der New Glenn-Rakete. Darunter befinden sich Missionen für die NASA, die zwei Orbiter zum Mars schicken möchte, sowie kommerzielle Aufträge wie der Start von Internetsatelliten für Amazons Projekt Kuiper.

Zusammenfassung
  • Blue Origins New Glenn-Rakete absolviert erfolgreichen Erstflug
  • 98 Meter hohe Rakete bringt Technologie-Demonstrator in die Erdumlaufbahn
  • Landung der Erststufe auf Plattform im Atlantik misslingt
  • New Glenn zielt auf wachsenden Markt für Satellitenstarts ab
  • Blue Origin plant Entwicklung eines 'Weltraum-Taxis' namens Blue Ring
  • Sechs bis acht weitere Flüge der New Glenn für 2025 geplant

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