Programmierung: KI ist nicht unbedingt besser als altes Microsoft-Tool

Ein Vergleich mit früheren Entwicklungen zeigt, dass die Entwicklung von Code mit KI-Unterstützung nicht unbedingt besser funktioniert, als simplere, frühere Tools. Das demonstrierte ein Nutzer jetzt mit Microsofts altem Werkzeug TouchDevelop.
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TouchDevelop vs. Copilot

Bereits 2013 stellte Microsoft Research mit TouchDevelop ein Tool vor, das es mit einfacher Texteingabe oder Fingertippen ermöglichte, funktionsfähige Skripte zu erstellen. In einer Demonstration erzeugte man beispielsweise mit nur zehn Zeilen Code eine funktionierende Anwendung für das damals aktuelle Windows Phone.

Ein Nutzer der Tech-Plattform Slashdot nun getestet, was passiert, wenn man Copilot mit derselben Aufgabe konfrontiert. Das Ergebnis: Copilot lieferte zwar umfangreichen Code und zahlreiche Hinweise, aber keine direkt ausführbare Lösung. Während die generative KI durchaus in der Lage ist, Code zu schreiben, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass der Code kompakt, verständlich oder sofort funktionsfähig ist.

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Die gestellte Aufgabe war recht einfach: Die KI sollte ein Programm schreiben, dass am iPhone 16 genau 15 zufällige Fotos auswählt, sie mit verschiedenen Farben einfärbt und auf dem Bildschirm anzeigt. Diese Arbeit erledigte auch ein Skript, das vor über zehn Jahren bei der ersten Demonstration von TouchDevelop gezeigt wurde.

Kein Allheilmittel

Das Experiment verdeutlicht, dass trotz der Fortschritte in der KI-gestützten Code-Generierung die Nutzer oft manuelle Anpassungen vornehmen müssen, um lauffähige Programme zu erhalten. Zum Vergleich: TouchDevelop war seinerzeit ein einfaches, aber leistungsfähiges Tool, das von Microsoft jedoch inzwischen eingestellt wurde.

Das Entwicklungs-Tool ermöglichte es vor allem auch weniger erfahrenen Usern, kleine Anwendungen zu entwickeln, die ihnen den Alltag erleichterten. Dies funktioniert heute mit KI-Unterstützung eher nicht. Natürlich sind beide Optionen letztlich nicht direkt vergleichbar. Das Experiment zeigte allerdings durchaus, dass die KI eben kein Allheilmittel ist und es trotzdem notwendig ist, dass ein Mensch den Entwicklungsprozess leitet und genau definiert, an welchen Stellen die Technologie helfen kann, bei der Code-Erarbeitung zu helfen.

Zusammenfassung
  • KI-Unterstützung bei Programmierung nicht zwangsläufig besser als alte Tools
  • Microsofts TouchDevelop von 2013 ermöglichte einfache Skripterstellung
  • Vergleich: Copilot liefert umfangreichen Code, aber keine direkte Lösung
  • Experiment zeigt Grenzen der KI-gestützten Code-Generierung auf
  • Manuelle Anpassungen oft notwendig für lauffähige Programme mit KI-Code
  • TouchDevelop war einfach, aber leistungsfähig - inzwischen eingestellt
  • KI ist kein Allheilmittel: menschliche Leitung ist im Entwicklungsprozess wichtig

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