Trump wirkt: NASA schmeißt Chef-Wissenschaftlerin und Co. raus
Die US-Weltraumbehörde NASA baut mehrere hochrangige Stellen ab. Um dem Bestreben der neuen US-Regierung nach einer Reduzierung des Personalbestandes nachzukommen, werden unter anderem Posten gestrichen, die politisch nicht mehr gern gesehen sind.
Insgesamt werden die aktuellen Stellenstreichungen gerade einmal rund 20 Posten bei der Behörde treffen. Bei dieser geringen Zahl ist nicht mit gravierenden Einspar-Effekten zu rechnen, dafür fallen wichtige Arbeitsbereiche weg. Dies untermauert den Vorwurf, dass es hier weniger um wirtschaftliche als politische Fragen geht.
Weiterhin wird auch das "Office of Technology, Policy and Strategy" aufgelöst. Bhavya Lal, ehemalige leitende Administratorin des Büros, betonte gegenüber der Zeitung dessen Bedeutung für fundierte Analysen zu raumfahrtpolitischen Themen, darunter die Regulierung von Aktivitäten auf dem Mond oder Maßnahmen zur Beseitigung von Weltraumschrott. Nachhaltiges Handeln steht bei der US-Regierung aktuell aber eben nicht besonders hoch im Kurs.
Zahlreiche Stimmen aus der Wissenschaft und Politik kritisieren die Streichungen scharf. Die demokratische Abgeordnete Zoe Lofgren sprach von einem "kurzsichtigen und alarmierenden" Schritt und warf Trump vor, die Wissenschaft gezielt zu schwächen. Auch andere Experten befürchten, dass der Abbau ein Vorbote künftiger Budgetkürzungen bei wissenschaftlichen Missionen sein könnte. So warnte die Planetary Society, eine Organisation zur Förderung der Raumfahrt, dass die Trump-Regierung möglicherweise plant, das Budget für wissenschaftliche NASA-Projekte drastisch zu reduzieren.
Die Position des Chefwissenschaftlers wurde in der Vergangenheit bereits einmal abgeschafft: 2005 wurde sie unter Präsident George W. Bush gestrichen und 2011 unter Barack Obama wieder eingeführt. Katherine Calvin hatte den Posten seit Januar 2022 inne, sie war zuvor als Forscherin am Pacific Northwest National Laboratory tätig.
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Politische Streichungen
Eine der wichtigsten Personen, die nun gehen müssen, ist Katherine Calvin. Die Klimaforscherin war zuletzt als Chefwissenschaftlerin der US-Raumfahrtbehörde tätig. Ihr letzter Arbeitstag sowie der weiterer entlassener Angestellter ist der 10. April, berichtete die Tageszeitung New York Times.Insgesamt werden die aktuellen Stellenstreichungen gerade einmal rund 20 Posten bei der Behörde treffen. Bei dieser geringen Zahl ist nicht mit gravierenden Einspar-Effekten zu rechnen, dafür fallen wichtige Arbeitsbereiche weg. Dies untermauert den Vorwurf, dass es hier weniger um wirtschaftliche als politische Fragen geht.
Weiterhin wird auch das "Office of Technology, Policy and Strategy" aufgelöst. Bhavya Lal, ehemalige leitende Administratorin des Büros, betonte gegenüber der Zeitung dessen Bedeutung für fundierte Analysen zu raumfahrtpolitischen Themen, darunter die Regulierung von Aktivitäten auf dem Mond oder Maßnahmen zur Beseitigung von Weltraumschrott. Nachhaltiges Handeln steht bei der US-Regierung aktuell aber eben nicht besonders hoch im Kurs.
Zahlreiche Stimmen aus der Wissenschaft und Politik kritisieren die Streichungen scharf. Die demokratische Abgeordnete Zoe Lofgren sprach von einem "kurzsichtigen und alarmierenden" Schritt und warf Trump vor, die Wissenschaft gezielt zu schwächen. Auch andere Experten befürchten, dass der Abbau ein Vorbote künftiger Budgetkürzungen bei wissenschaftlichen Missionen sein könnte. So warnte die Planetary Society, eine Organisation zur Förderung der Raumfahrt, dass die Trump-Regierung möglicherweise plant, das Budget für wissenschaftliche NASA-Projekte drastisch zu reduzieren.
Teure Entlassungen
Die NASA erklärte in einer Mitteilung, dass die Personalstreichungen Teil eines schrittweisen Anpassungsprozesses seien. Die Abfindungskosten für die betroffenen Mitarbeiter belaufen sich laut Behörde auf etwa 1,2 Millionen Dollar. Betroffenen Angestellten wird eine vorzeitige Pensionierung angeboten.Die Position des Chefwissenschaftlers wurde in der Vergangenheit bereits einmal abgeschafft: 2005 wurde sie unter Präsident George W. Bush gestrichen und 2011 unter Barack Obama wieder eingeführt. Katherine Calvin hatte den Posten seit Januar 2022 inne, sie war zuvor als Forscherin am Pacific Northwest National Laboratory tätig.
Zusammenfassung
- NASA streicht hochrangige Stellen, darunter die der Chefwissenschaftlerin
- Rund 20 Posten betroffen, darunter das Büro für Technologie und Strategie
- Kritiker sehen politische Motive hinter den Kürzungen der Trump-Regierung
- Experten befürchten negative Auswirkungen auf wissenschaftliche Missionen
- Demokratische Abgeordnete bezeichnet Schritt als 'kurzsichtig und alarmierend'
- NASA erklärt Streichungen als Teil eines Anpassungsprozesses der Behörde
- Position des Chefwissenschaftlers wurde in der Vergangenheit schon einmal gestrichen
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