Drohnen-Gefahr: US-Sportligen unterstützen Gesetz zum "Gegenangriff"
Große US-Sportligen wie NFL, MLB, NCAA und NASCAR unterstützen einen neuen Gesetzesentwurf, der lokalen Behörden ermöglichen soll, unbefugte Drohnen bei Sportveranstaltungen auszuschalten. Damit soll die Sicherheit in Stadien erhöht werden.
Der sogenannte DEFENSE Act (Abkürzung für "Disabling Enemy Flight Entry and Neutralizing Suspect Equipment Act") wurde von den Senatoren Tom Cotton (R) und Jacky Rosen (D) eingebracht. Er soll Polizei und Sicherheitskräften vor Ort erlauben, unbefugte Drohnen während Sportveranstaltungen auszuschalten. Bislang ist dies nur Bundesbehörden bei ausgewählten Großereignissen wie dem Super Bowl gestattet.
Der Gesetzesentwurf sieht folgende Maßnahmen vor:
Während die Unterstützung der großen Sportligen dem Gesetz Rückenwind verleiht, könnte es dennoch auf Widerstand stoßen. So blockierte Senator Rand Paul im vergangenen Jahr einen ähnlichen Entwurf mit Verweis auf mögliche Einschränkungen der Privatsphäre.
Siehe auch:
Drohnen im Anflug: Sportligen fordern Handlungsmacht
Die größten US-Sportligen schlagen Alarm: Unbefugte Drohnen über Stadien und Rennstrecken stellen ein zunehmendes Sicherheitsrisiko dar. NFL (Football), MLB (Baseball), NCAA (College-Sport) und NASCAR (Rennsport) haben sich nun hinter einen neuen Gesetzesentwurf gestellt, der lokalen Behörden mehr Befugnisse im Kampf gegen ferngesteuerte fliegende Eindringlinge geben soll.Der sogenannte DEFENSE Act (Abkürzung für "Disabling Enemy Flight Entry and Neutralizing Suspect Equipment Act") wurde von den Senatoren Tom Cotton (R) und Jacky Rosen (D) eingebracht. Er soll Polizei und Sicherheitskräften vor Ort erlauben, unbefugte Drohnen während Sportveranstaltungen auszuschalten. Bislang ist dies nur Bundesbehörden bei ausgewählten Großereignissen wie dem Super Bowl gestattet.
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Tausende Drohnenvorfälle
Wie ESPN berichtet, verzeichnete allein die NFL in der Saison 2023 über 2800 Drohnenvorfälle im Luftraum über ihren Stadien. Die Dringlichkeit des Problems zeigte sich zuletzt beim AFC Championship Game zwischen den Baltimore Ravens und den Kansas City Chiefs, als das Spiel wegen einer Drohne kurzzeitig unterbrochen werden musste.Viele Drohnen bei großen Sportveranstaltungen stammen von Hobby-Enthusiasten oder Spaßvögeln. Aber wir können kein Risiko für das Leben der Fans eingehen, da einige dieser Drohnen mit Sprengstoff oder, noch besorgniserregender, mit einer Art biologischer Waffe ausgestattet sein könntenDer DEFENSE Act würde für Sportstätten mit mehr als 30.000 Zuschauern sowie Freiluftveranstaltungen mit über 100.000 Besuchern gelten. Dies würde alle NFL-, MLB- und NCAA-Division-I-Football-Spiele sowie NASCAR-, IndyCar- und Champ-Series-Rennen einschließen. Voraussetzung wäre, dass für die Veranstaltung bereits eine temporäre Flugbeschränkung besteht.
Drohnen außer Gefecht setzen
Um Drohnen auszuschalten, stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Laut Michael Robbins, CEO der Association of Uncrewed Vehicle Systems International, ist es am effektivsten, den Drohnenpiloten ausfindig zu machen und zur Landung aufzufordern. Alternativ können Funkfrequenzen gestört, Netze eingesetzt oder die Drohne durch eine andere gerammt werden.Der Gesetzesentwurf sieht folgende Maßnahmen vor:
- Berechtigte Beamte müssen ein spezielles Anti-Drohnen-Training absolvieren
- Bundesbehörden sollen eine Liste zugelassener Technologien zur Drohnenabwehr erstellen
- Lokale Behörden erhalten die Befugnis, Drohnen bei Sportveranstaltungen auszuschalten
Während die Unterstützung der großen Sportligen dem Gesetz Rückenwind verleiht, könnte es dennoch auf Widerstand stoßen. So blockierte Senator Rand Paul im vergangenen Jahr einen ähnlichen Entwurf mit Verweis auf mögliche Einschränkungen der Privatsphäre.
Zusammenfassung
- US-Sportligen unterstützen Gesetzesentwurf zur Drohnenabwehr
- DEFENSE Act soll lokalen Behörden mehr Befugnisse einräumen
- NFL verzeichnete 2023 über 2800 Drohnenvorfälle über Stadien
- Gesetz würde für Veranstaltungen mit über 30.000 Zuschauern gelten
- Verschiedene Methoden zur Drohnenabwehr stehen zur Verfügung
- Beamte müssen spezielles Anti-Drohnen-Training absolvieren
- Senator Rand Paul könnte Widerstand gegen den Entwurf leisten
Siehe auch:
- Fliegende Basisstation: Telekom setzt erstmals Mobilfunk-Drohne ein
- Rüstungs-Startup baut vollautomatische Werft für Drohnen-Schiffe
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