Überraschende Muster aufgedeckt, wer anfällig für Fake News ist
Bildung schützt nicht vor Fake News - das ist eine der überraschenden Erkenntnisse einer Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Die Untersuchung liefert wichtige Einsichten darüber, wer besonders anfällig für Falschinformationen im Internet ist und warum.
Entgegen der verbreiteten Meinung zeigte sich: Ob jemand einen hohen oder niedrigen Bildungsabschluss hat, macht keinen Unterschied bei der Erkennung von Falschinformationen.
Auch beim Alter gab es Überraschungen. Ältere Menschen waren besser darin, echte von gefälschten Nachrichten zu unterscheiden als jüngere. Sie waren insgesamt skeptischer gegenüber Schlagzeilen. Trotzdem teilen ältere Menschen paradoxerweise mehr Falschinformationen in sozialen Medien.
Die in der renommierten Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlichte Studie deckte auch politische Unterschiede auf. Anhänger der Republikaner fielen häufiger auf Falschinformationen herein als Demokraten. Sie neigten dazu, mehr Schlagzeilen als wahr einzustufen.
Die Forscher ziehen ein klares Fazit: Medienkompetenz muss bereits in Schulen vermittelt werden. Junge Menschen, die als "Digital Natives" gelten, waren überraschend schlecht darin, wahre von falschen Nachrichten zu unterscheiden. Hier gilt es also, früh bei der Bildung anzusetzen.
Siehe auch:
Fake News: Überraschende Studie entlarvt Risikogruppen
Die Meta-Studie analysierte Daten von 11.561 Menschen im Alter von 18 bis 88 Jahren aus den USA. Insgesamt wurden 256.337 Entscheidungen untersucht, bei denen die Teilnehmer die Glaubwürdigkeit von Nachrichten bewerten mussten. Dabei wurde untersucht, wie persönliche Merkmale und Denkweisen die Fähigkeit beeinflussen, wahre von falschen Online-Informationen zu unterscheiden.Entgegen der verbreiteten Meinung zeigte sich: Ob jemand einen hohen oder niedrigen Bildungsabschluss hat, macht keinen Unterschied bei der Erkennung von Falschinformationen.
Auch beim Alter gab es Überraschungen. Ältere Menschen waren besser darin, echte von gefälschten Nachrichten zu unterscheiden als jüngere. Sie waren insgesamt skeptischer gegenüber Schlagzeilen. Trotzdem teilen ältere Menschen paradoxerweise mehr Falschinformationen in sozialen Medien.
Die in der renommierten Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlichte Studie deckte auch politische Unterschiede auf. Anhänger der Republikaner fielen häufiger auf Falschinformationen herein als Demokraten. Sie neigten dazu, mehr Schlagzeilen als wahr einzustufen.
Digital Natives ziemlich naiv
Ein besonders starker Effekt zeigte sich bei bekannten Nachrichten: Schlagzeilen, die die Teilnehmer schon einmal gesehen hatten, wurden öfter als wahr eingeschätzt. Das verdeutlicht, wie gefährlich es sein kann, wenn Falschinformationen in sozialen Medien immer wieder auftauchen.Die Forscher ziehen ein klares Fazit: Medienkompetenz muss bereits in Schulen vermittelt werden. Junge Menschen, die als "Digital Natives" gelten, waren überraschend schlecht darin, wahre von falschen Nachrichten zu unterscheiden. Hier gilt es also, früh bei der Bildung anzusetzen.
Zusammenfassung
- Die Studie des Max-Planck-Instituts analysiert die Anfälligkeit für Fake News
- Bildungsniveau hat keinen Einfluss auf Erkennung von Falschinformationen
- Ältere Menschen erkennen Fake News besser, teilen aber mehr davon
- Republikaner stufen mehr Schlagzeilen als wahr ein als Demokraten
- Bekannte Nachrichten werden häufiger als wahr eingeschätzt
- Junge 'Digital Natives' haben Schwierigkeiten, Fake News zu erkennen
- Medienkompetenz sollte bereits in Schulen vermittelt werden
Siehe auch:
- Strommarkt: Jens Spahn blamiert sich mit Fake News über Habeck
- Bloßgestellt: Musks eigener Chatbot beschuldigt ihn der Fake News
- Gemeinsam gegen Fake News: YouTube startet Community Notes
- YouTube experimentiert mit Klarstellungen von Nutzern für Fake News
- KI-Newsseiten berichten begeistert über "Glorbo", Netz lacht über Fake
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