AMD feiert Rekorde - schmiert aber im Gaming-Geschäft ordentlich ab

Der Chiphersteller AMD hat ein enorm erfolgreiches Jahr hinter sich ge­bracht. Vor allem die Epyc-Chips ließen die Kassen des Unternehmens ordentlich klingeln. Da trübt auch eine kleine Delle zum Jahresende die Stimmung nicht.
Logo, Amd, AMD Logo, Advanced Micro Devices

Epyc-Geschäft boomt

Für das vierte Quartal hat AMD einen Rückgang des Nettogewinns um 37 Prozent auf 482 Millionen Dollar ausgewiesen. Dies ist allerdings vor allem ver­schie­de­nen Investitionen geschuldet und spiegelt nicht das Tagesgeschäft wider. Dieses weist nämlich in eine ganz andere Richtung: Der Umsatz kletterte um letzten Jahresviertel um 24 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar.

Im gesamten letzten Jahr erzielte AMD einen um 92 Prozent auf 1,64 Milliarden Dollar gestiegenen Nettogewinn und einem um 14 Prozent auf 25,8 Milliarden Dollar erhöhten Umsatz.


"2024 war ein transformatives Jahr für AMD, in dem wir einen Rekordumsatz und ein starkes Ertragswachstum erzielt haben", sagte AMD-Chefin Lisa Su. "Der Jahresumsatz des Datacenter-Segments hat sich nahezu verdoppelt, da die Einführung von Epyc-Prozessoren beschleunigt wurde und wir einen Umsatz von über 5 Milliarden Dollar mit AMD Instinct-Beschleunigern erzielt haben. Für 2025 sehen wir klare Chancen für weiteres Wachstum aufgrund der Stärke unseres Produktportfolios und der wachsenden Nachfrage nach Hochleistungs- und adaptivem Computing."

Das Datacenter-Segment war im letzten Quartal mit einem Rekordumsatz von 3,9 Milliarden Dollar nun der größte Geschäftsbereich. Allerdings hatten die Analysten hier im Vorfeld ein etwas besseres Ergebnis erwartet. Hier kletterten die Einnahmen im Jahresvergleich um 69 Prozent. Der Jahresumsatz des Segments kletterte um 94 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar und war so ebenfalls ein Unternehmensrekord.

Grafikkarten schwach

Das Client-Geschäftssegment steuerte weitere 2,3 Milliarden Dollar zum Umsatz bei, ein Plus von 58 Prozent im Jahresvergleich, getrieben durch starke Verkäufe der AMD Ryzen Zen 5-Prozessoren. Der Jahresumsatz des Client-Segments betrug 7,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 52 Prozent, was ebenfalls einen Rekord darstellt.

Die Geschäftsbereiche Gaming und Embedded verzeichneten hingegen weiterhin Umsatzrückgänge im Quartal und im Jahr. Die Gaming-Sparte erzielte im letzten Quartal einen Umsatz von 563 Millionen Dollar, das ist ein Rückgang von 59 Prozent im Jahresvergleich. Im gesamten Geschäftsjahr erzielte man hier 2,6 Milliarden Dollar Umsatz, das waren 58 Prozent weniger als 2023.
Zusammenfassung
  • AMD verzeichnet trotz Nettogewinnrückgang im Q4 starkes Jahresergebnis
  • Datacenter-Segment mit Rekordumsatz von 3,9 Mrd. Dollar im letzten Quartal
  • Client-Geschäft wächst um 58 Prozent dank starker Verkäufe der Ryzen-Prozessoren
  • Jahresumsatz steigt um 14 Prozent auf 25,8 Mrd. Dollar, Nettogewinn um 92 Prozent
  • Gaming-Sparte erleidet deutlichen Umsatzrückgang von 59 Prozent im letzten Quartal
  • AMD-Chefin Lisa Su sieht für 2025 weiteres Wachstumspotenzial
  • Epyc-Prozessoren und Instinct-Beschleuniger treiben Data-Center-Geschäft an

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