Gaming-Urgestein Polygon an Click-Farmer verkauft, Gründer schockiert
Die renommierte Gaming-Webseite Polygon wurde von Vox Media an das umstrittene Medienunternehmen Valnet verkauft. Kurz nach dem Deal wurde ein Großteil der Redaktion entlassen - ohne Vorwarnung. Auch der Gründer ist schockiert.
Unmittelbar nach der Übernahme wurden über 20 Beschäftigte entlassen. Auch langjährige Führungskräfte verloren ihre Positionen. Öffentlich wurde das zunächst nicht durch die Unternehmen selbst, sondern durch persönliche Beiträge Betroffener auf Plattformen wie Bluesky und X. Chris Plante, Mitgründer und langjähriger Chefredakteur, schrieb: "Ich werde nichts weiter zum Verkauf sagen, da ich nicht beteiligt war." Auch Gründer Chris Grant äußerte sich schockiert.
Polygon hatte sich seit seiner Gründung 2012 mit ausführlichen Spieletests, journalistisch fundierten Analysen und kreative Darstellungsformen einen Namen gemacht - Aspekte, die unter Valnet nun vermutlich zur Diskussion stehen. Denn der neue Eigentümer betreibt Portale wie Screen Rant oder Comic Book Resources, die für massenhaft produzierten, suchmaschinenoptimierten Content bekannt sind. Laut einem früheren Bericht von TheWrap bezeichnete ein ehemaliger Mitarbeiter Valnet als "eine der schlimmsten journalistischen Publikationen, bei denen ich je gearbeitet habe".
Der Vorgang stößt auch innerhalb der Medienbranche auf Kritik: Die Gewerkschaft von Vox Media nannte den Verkauf "demoralisierend" und einen Verlust "für die gesamte Internetkultur". Noch deutlicher äußerte sich Chris Grant, einst Gründungschef von Polygon: "Valnet hat sich geweigert, mit mir zu sprechen oder auch nur eine einzige Frage zu beantworten." Für viele stellt sich nun die Frage, ob Polygon unter dem neuen Besitzer überhaupt in seiner bisherigen Form weiter bestehen kann.
Siehe auch:
Polygon-Schock: Gaming-Seite geht an Clickbait-Gigant
Polygon, eine seit über zehn Jahren etablierte Webseite rund um Videospiele, Filme, Comics und digitale Popkultur, gehört ab sofort dem kanadischen Medienunternehmen Valnet. Der bisherige Besitzer, Vox Media, hat die Plattform verkauft - offenbar ohne die betroffenen Mitarbeitenden rechtzeitig zu informieren oder in den Prozess einzubeziehen.Unmittelbar nach der Übernahme wurden über 20 Beschäftigte entlassen. Auch langjährige Führungskräfte verloren ihre Positionen. Öffentlich wurde das zunächst nicht durch die Unternehmen selbst, sondern durch persönliche Beiträge Betroffener auf Plattformen wie Bluesky und X. Chris Plante, Mitgründer und langjähriger Chefredakteur, schrieb: "Ich werde nichts weiter zum Verkauf sagen, da ich nicht beteiligt war." Auch Gründer Chris Grant äußerte sich schockiert.
Polygon hatte sich seit seiner Gründung 2012 mit ausführlichen Spieletests, journalistisch fundierten Analysen und kreative Darstellungsformen einen Namen gemacht - Aspekte, die unter Valnet nun vermutlich zur Diskussion stehen. Denn der neue Eigentümer betreibt Portale wie Screen Rant oder Comic Book Resources, die für massenhaft produzierten, suchmaschinenoptimierten Content bekannt sind. Laut einem früheren Bericht von TheWrap bezeichnete ein ehemaliger Mitarbeiter Valnet als "eine der schlimmsten journalistischen Publikationen, bei denen ich je gearbeitet habe".
Es handelt sich um ein Unternehmen ohne klare Ziele oder Moral, das sich als sicherer Hafen für junge und erfahrene Autoren präsentiert, aber am Ende zahlt es miserable Löhne und zwingt seine Mitarbeiter dazu, Clickbait-Müll zu produzieren
Berühmt-berüchtigt
In der offiziellen Pressemitteilung betont Valnet-Geschäftsführer Hassan Youssef den strategischen Wert des Kaufs: Polygon solle die "redaktionelle Stärke" des Unternehmens erweitern. Laut Kotaku, das als erstes über die Entlassungen berichtete, blieben nur wenige leitende Personen bei der Plattform. Details zur Kaufsumme sind nicht bekannt.Der Vorgang stößt auch innerhalb der Medienbranche auf Kritik: Die Gewerkschaft von Vox Media nannte den Verkauf "demoralisierend" und einen Verlust "für die gesamte Internetkultur". Noch deutlicher äußerte sich Chris Grant, einst Gründungschef von Polygon: "Valnet hat sich geweigert, mit mir zu sprechen oder auch nur eine einzige Frage zu beantworten." Für viele stellt sich nun die Frage, ob Polygon unter dem neuen Besitzer überhaupt in seiner bisherigen Form weiter bestehen kann.
Zusammenfassung
- Gaming-Webseite Polygon von Vox Media an Valnet verkauft
- Über 20 Mitarbeiter, darunter Führungskräfte, ohne Vorwarnung entlassen
- Gründer und Ex-Chefredakteur Chris Plante schockiert über Verkauf
- Valnet für massenproduzierten, SEO-optimierten Content bekannt
- Kritik an Verkauf von Gewerkschaft und Branchenexperten
- Zukunft von Polygon unter neuem Besitzer ungewiss
- Vorgang am 1. Mai 2025 durch persönliche Beiträge Betroffener bekannt
Siehe auch:
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