Weiteres Unterseekabel beschädigt, dieses Mal trifft es Stromversorgung

Zwischen Finnland und Estland ist das nächste Unterseekabel ausgefallen. Dieses Mal trifft es die Stromversorgung über Estlink 2, man geht wieder von Sabotage aus. Die finnischen Behörden untersuchen den Vorfall.
Daten, Infrastruktur, Verkehr, Transport, Unterseekabel, Seekabel, Internet-Backbone, Tiefseekabel, Datenleitung

Unerwarteter Ausfall des Estlink 2-Kabels

Am ersten Weihnachtsfeiertag kam es um 12:26 Uhr Ortszeit zu einem unerwarteten Ausfall des Unterwasser-Stromkabels Estlink 2, das Finnland und Estland verbindet. Die Kapazität des Kabels, ursprünglich bei 1016 Megawatt, fiel drastisch auf 358 Megawatt, was einer Reduktion auf etwa 35 Prozent der üblichen Leistung entspricht.

Die zuständigen Behörden in der Region haben unverzüglich eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursache des Ausfalls zu ermitteln. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, erinnert dieser Vorfall in der Ostseeregion an ähnliche Beeinträchtigungen, die in der jüngeren Vergangenheit auftraten. Zwischenfälle mit Unterwasserinfrastruktur, wie Stromkabeln, Gaspipelines und Telekommunikationsverbindungen, sind in diesem Gebiet nicht neu. Erst im November wurden zwei Datenkabel zwischen Finnland und Deutschland sowie zwischen Litauen und Schweden beschädigt. Infrastruktur: Diese Seekabel verbinden Deutschland mit dem InternetInfrastruktur: Diese Seekabel verbinden Deutschland mit dem Internet Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo versicherte, dass die Stromversorgung in Finnland trotz des Vorfalls aktuell nicht beeinflusst wird. Zum Zeitpunkt des Ausfalls wurden regulär 658 Megawatt Strom von Finnland nach Estland übertragen. Auch der estnische Netzbetreiber Elering berichtete von keinen Unterbrechungen in der Stromversorgung.

Orpo äußerte sich auf der Plattform X: "Auch an Weihnachten sind die Behörden in Bereitschaft, um die Angelegenheit zu untersuchen." Der Betriebsleiter des finnischen Netzbetreibers Fingrid, Arto Pahkin, bestätigte, dass bereits Untersuchungen im Gange sind. Die jüngsten Ausfälle haben die regionalen Behörden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Experten schließen Sabotage nicht aus.

Die Möglichkeit von Sabotage kann nicht ausgeschlossen werden. Wir untersuchen jedoch die Gesamtsituation und werden informieren, sobald die Ursache identifiziert ist.
Arto Pahkin, Betriebsleiter des finnischen Netzbetreibers Fingrid

Die Ostsee ist von strategischer Bedeutung für die Energieversorgung und Kommunikation in der Region. Neben Estlink 2 gibt es mit Estlink 1 ein weiteres Unterwasserstromkabel zwischen Finnland und Estland.

Wichtige Fakten zu den Estlink-Kabeln:

  • Estlink 1: Verläuft westlich von Helsinki und Tallinn, Kapazität von 350 Megawatt
  • Estlink 2: Liegt östlich der beiden Städte, größere Kapazität von 650 Megawatt
  • Aktueller Status: Estlink 2 war erst kürzlich nach mehrmonatiger Wartung im September wieder in Betrieb genommen worden

Was haltet ihr von dem Ausfall des Unterseekabels? Seht ihr technische Probleme als wahrscheinlichste Ursache oder habt ihr andere Vermutungen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Stromkabel Estlink 2 zwischen Finnland und Estland teilweise ausgefallen
  • Kapazität des Kabels auf etwa 35 Prozent der Normalleistung reduziert
  • Behörden untersuchen Vorfall, Sabotage wird nicht ausgeschlossen
  • Ähnliche Vorfälle mit Unterwasserinfrastruktur in jüngster Vergangenheit
  • Stromversorgung in Finnland und Estland laut Behörden nicht beeinträchtigt
  • Ostsee von strategischer Bedeutung für Energieversorgung der Region
  • Estlink 2 erst kürzlich nach mehrmonatiger Wartung wieder in Betrieb

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!