Bann von China-Drohnen: US-Forscher und Landwirte sind entsetzt

Der US-Kongress erwägt ein Gesetz, das chinesische Drohnen von DJI und Autel Robotics vom US-Markt verbannen könnte. Wissenschaftler und Landwirte warnen vor schwerwiegenden Konsequenzen, da kostengünstige Alternativen mit vergleichbarer Leistung fehlen.
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Droht das Aus für chinesische Drohnen?

Der US-Kongress plant weitreichende Einschränkungen für chinesische Drohnenhersteller. Ein neues Gesetz könnte den Verkauf von Drohnen der Marktführer DJI und Autel Robotics in den USA bereits im kommenden Jahr stark einschränken und sogar ganz untersagen. Damit könnte man sich aber ins eigene Fleisch schneiden, denn betroffen wären vor allem Landwirte und Wissenschaftler, die auf kostengünstige und leistungsfähige Fluggeräte angewiesen sind.

Es gibt eine ganze Reihe an Zahlen, die die dramatische Situation verdeutlichen: Die chinesische Firma DJI dominiert den Markt mit einem Anteil von etwa 80 Prozent der genutzten Drohnen. Diese Technologie hat sich bei rund 200.000 US-Landwirten etabliert, die von den niedrigeren Preisen bei gleichzeitig hoher Zuverlässigkeit profitieren, schreibt das High Plains Journal.


Wissenschaft sieht Forschung gefährdet

Das renommierte Wissenschaftsmagazin Science hat Ähnliches zu berichten und schreibt von wachsender Besorgnis unter US-Forschern. Sie setzen die Drohnen für verschiedenste Projekte ein - von der Walbeobachtung bis zur Kartierung von Küstengebieten. Selten hat man eine Situation, in der jemand sagt, man müsse aufhören, etwas zu benutzen, ohne dass es einen Ersatz gibt", sagt Iain Kerr, CEO der Naturschutzorganisation Ocean Alliance.

Alternative Drohnen mit Nachteilen

Die Probleme mit US-Alternativen sind vielfältig und zeigen sich in gleich mehreren wichtigen Aspekten. Die Anschaffungskosten liegen dabei im Vergleich zu vergleichbaren Modellen beim Zehnfachen. Hinzu kommt eine merklich geringere technische Leistungsfähigkeit der Systeme. Besonders nachteilig wirken sich auch die kürzere Reichweite und Akkulaufzeit dieser Alternativen aus. Diese Faktoren zusammengenommen machen deutlich, dass US-Modelle derzeit keine gleichwertige Option darstellen.

Die geplanten Maßnahmen basieren auf Bedenken der US-Regierung bezüglich möglicher Spionage. Kritiker befürchten eine Übermittlung sensibler Daten an chinesische Behörden. DJI weist diese Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als "verzerrte nationale Sicherheitsängste", die als Vorwand für Protektionismus dienten.

Zusammenfassung
  • US-Kongress erwägt Verbot chinesischer Drohnen von DJI und Autel Robotics
  • DJI dominiert US-Markt mit 80 Prozent Anteil bei etwa 200.000 Landwirten
  • Wissenschaftler nutzen Drohnen für Walbeobachtung und Küstenkartierung
  • US-Alternativen sind zehnmal teurer und technisch deutlich weniger leistungsfähig
  • Die Regierung befürchtet Spionage durch Datenübermittlung an chinesische Behörden
  • Naturschützer beklagen fehlende Alternativen zu chinesischen Drohnensystemen

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