Robotaxi-Kehrtwende bei GM:
Aus für autonome Taxis von Cruise

General Motors beendet überraschend sein Robotaxi-Programm und will sich künftig auf autonome Systeme für Privatfahrzeuge fokussieren. GM plant, die Cruise-Technologie in den Konzern zu integrieren. Die Entscheidung traf die Mitarbeiter unerwartet, sie erfuhren es per Slack.

Kehrtwende in der Autonomie-Strategie

General Motors (GM) vollzieht eine drastische Wende in seiner Strategie für autonomes Fahren. Der Automobilriese hat beschlossen, die Finanzierung seines Robotaxi-Programms Cruise einzustellen und stattdessen die Entwicklung autonomer Systeme für Privatfahrzeuge in den Fokus zu rücken.

Die Nachricht traf die Mitarbeiter von Cruise wie ein Blitz aus heiterem Himmel. In einer kurzen Mitteilung über Slack informierte CEO Marc Whitten das Team über die Neuausrichtung. Anschließend wurden in einer Mitarbeiterversammlung weitere Details bekannt gegeben, wobei viele Fragen offen blieben. Die Zukunft zahlreicher Arbeitsplätze ist derzeit ungewiss, insbesondere in Bereichen wie Regierungsangelegenheiten, Kommunikation und den Fernunterstützungsteams.

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Integration von Cruise in GM-Strukturen

Wie GM in einer Mitteilung (via CNBC) erklärte, soll Cruise nun in die GM-Strukturen integriert werden. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit dem zunehmend wettbewerbsintensiven Robotaxi-Markt und der Notwendigkeit, Ressourcen effizienter einzusetzen.

Die Entscheidung markiert das Ende einer Ära für GM. Seit der Übernahme von Cruise im Jahr 2016 hat der Autohersteller etwa zehn Milliarden Dollar in das Unternehmen investiert. Ursprünglich hatte der Autokonzern große Pläne: Bis 2030 sollten Zehntausende selbstfahrende Taxis jährlich 50 Milliarden Dollar Umsatz generieren. Diese ambitionierten Ziele erwiesen sich jedoch als unerreichbar, auch weil Cruise immer wieder durch Pannen und auch Unfälle in die Schlagzeilen geriet.

Der Rückzug aus dem Robotaxi-Segment spiegelt einen breiteren Trend in der Automobilindustrie wider. Während Unternehmen wie Waymo und Tesla weiterhin an Robotaxis arbeiten, haben andere Hersteller wie Ford und Volkswagen ihre Investitionen in diesem Bereich bereits zurückgefahren.

Zusammenfassung
  • GM beendet Robotaxi-Programm Cruise und fokussiert auf Privatautos
  • Cruise-Technologie soll in GM-Konzernstrukturen integriert werden
  • Mitarbeiter wurden überraschend per Slack über die Entscheidung informiert
  • Zukunft vieler Arbeitsplätze bei Cruise ist derzeit ungewiss
  • GM investierte seit 2016 etwa zehn Milliarden Dollar in Cruise
  • Ursprüngliche Ziele für Cruise erwiesen sich als zu ambitioniert
  • Rückzug aus Robotaxi-Segment spiegelt Trend in der Automobilindustrie wider

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