China überholt Rest der Welt bei Forschung an Schlüsseltechnologien
Die immer stärkere Rolle, die China auf dem Weltmarkt spielt, ist nicht einfach nur eine Frage der großen Bevölkerungszahl. Das Land hat sich inzwischen auch bei den Innovationen im Bereich der Schlüsseltechnologien an den USA vorbei an die Spitze gearbeitet.
Zwischen 2003 und 2007 führten die USA noch in 60 von 64 Technologien, während China nur in drei Feldern dominierte. Doch von 2019 bis 2023 hat sich das Bild umgekehrt: China übernahm die Spitzenposition in 57 Bereichen, darunter Quanten-Sensoren, Hochleistungsrechner, Gravitationssensoren und der Fertigung von Halbleiterchips. Die USA bleiben führend in Technologien wie Quantencomputing, Impfstoffen und gentechnischen Verfahren, verlieren jedoch auch hier zunehmend an Boden.
Neben China zeigt auch Indien bemerkenswerte Fortschritte. Das Land gehört mittlerweile in 45 von 64 Technologien zu den Top-5-Nationen und hat die USA in zwei Bereichen - biologische Produktion und Distributed-Ledger-Technologien - überholt. Europa bleibt ein starker Akteur, wobei die Europäische Union (EU) in 30 Technologien auf Rang zwei liegt und in zwei Feldern führend ist.
Um Chinas Vorsprung auszugleichen, betonen die Experten des ASPI die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit. Initiativen wie die AUKUS-Allianz (USA, Großbritannien, Australien) zielen darauf ab, gemeinsame Ressourcen in Forschung und Innovation zu bündeln. Doch ohne größere Investitionen und strategische Planungen droht sich Chinas Vorsprung weiter zu verfestigen.
Siehe auch:
- China überholt USA bei Forschung in 57 von 64 Schlüsseltechnologien
- Dramatische Verschiebung der globalen Führungsrolle seit 2003
- Chinas Dominanz in Quantensensoren, Hochleistungsrechnern und mehr
- Indien macht Fortschritte und gehört in 45 Technologien zu Top-5
- EU auf Rang zwei in 30 Technologien, führend in zwei Bereichen
- Drohende Monopolstellung Chinas in 24 'hoch risikobehafteten' Feldern
- Experten betonen Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit
Rasante Entwicklung
Ein neuer Bericht des Australian Strategic Policy Institute (ASPI) zeigt eine dramatische Verschiebung in der globalen Führungsrolle bei Forschung und Innovation. Während die USA vor zwei Jahrzehnten noch klar an der Spitze standen, hat sich China inzwischen zur dominierenden Macht in 57 von 64 untersuchten Schlüsseltechnologien entwickelt.Zwischen 2003 und 2007 führten die USA noch in 60 von 64 Technologien, während China nur in drei Feldern dominierte. Doch von 2019 bis 2023 hat sich das Bild umgekehrt: China übernahm die Spitzenposition in 57 Bereichen, darunter Quanten-Sensoren, Hochleistungsrechner, Gravitationssensoren und der Fertigung von Halbleiterchips. Die USA bleiben führend in Technologien wie Quantencomputing, Impfstoffen und gentechnischen Verfahren, verlieren jedoch auch hier zunehmend an Boden.
Neben China zeigt auch Indien bemerkenswerte Fortschritte. Das Land gehört mittlerweile in 45 von 64 Technologien zu den Top-5-Nationen und hat die USA in zwei Bereichen - biologische Produktion und Distributed-Ledger-Technologien - überholt. Europa bleibt ein starker Akteur, wobei die Europäische Union (EU) in 30 Technologien auf Rang zwei liegt und in zwei Feldern führend ist.
Zunehmende Monopolstellung
Besorgniserregend ist allerdings nicht die führende Rolle Chinas an sich, sondern die steigende Zahl an Technologien, in denen eine potenzielle Monopolstellung Chinas droht. 24 von 64 Technologien, darunter militärisch relevante Bereiche wie Drohnentechnologie und Radarsysteme, wurden als "hoch risikobehaftet" eingestuft. Ein langfristiger Verlust der technologischen Vormachtstellung könnte hier weitreichende Folgen für demokratische Nationen haben.Um Chinas Vorsprung auszugleichen, betonen die Experten des ASPI die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit. Initiativen wie die AUKUS-Allianz (USA, Großbritannien, Australien) zielen darauf ab, gemeinsame Ressourcen in Forschung und Innovation zu bündeln. Doch ohne größere Investitionen und strategische Planungen droht sich Chinas Vorsprung weiter zu verfestigen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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