Volocopter: Deutsches Flugtaxi-Startup vor Rettung durch China-Partner
Der deutsche "Flugtaxi-Pionier" Volocopter steht laut einem US-Medienbericht kurz vor einer weitgehenden Übernahme durch den chinesischen Autokonzern Geely. Das mit massiven Geldsorgen kämpfende Unternehmen könnte so vor der drohenden Pleite gerettet werden.
Als weiterer Geldgeber soll auch das sogenannte Family-Office des Unternehmers Gerhard Sturm Teil des von Geely geführten Konsortiums sein. Sturm ist Gründer des ebenfalls in Süddeutschland beheimateten Lüfterherstellers EBM-Papst, wobei sein Unternehmen auch als Spezialist für Elektromotoren gilt.
Die Bewertung von Volocopter hat sich offenbar gegenüber dem Jahr 2022 stark reduziert. Damals war das Unternehmen noch bis zu 1,8 Milliarden Euro wert, wobei der Verkauf von 85 Prozent der Anteile an das Konsortium von Geely und Sturm jetzt auf etwa 104 Millionen Euro verbleibenden Unternehmenswert schließen lässt.
Aktuell werden von Geely und den anderen Geldgebern noch die nötigen Schritte für die Abwicklung des Geschäfts getroffen, wobei der Deal wohl im Dezember abgeschlossen werden soll. Noch ist die Übernahme nicht beschlossene Sache, weshalb das Vorhaben noch platzen könnte, heißt es.
Volocopter könnte mit dem Einstieg von Geely die Fertigung künftiger "Flugtaxis" nach China verlagern, heißt es von Quellen aus dem Umfeld des Unternehmens. Die hiesige Fertigungsstätte wurde von einer Firmensprecherin in diesem Zusammenhang als "Referenzeinrichtung" bezeichnet, in der man an effizienten Produktionsmethoden arbeitet, bevor man in ausländische Märkte expandiert.
Das bereits 2011 gegründete Unternehmen Volocopter hatte über die letzten Jahre rund 560 Millionen Euro von Geldgebern aus dem In- und Ausland eingesammelt, darunter Mercedes-Benz, DB Schenker und der Investitionsfonds Blackrock. Bisher wurden zwar riesige Summen in die Entwicklung der EVTOLs von Volocopter investiert, aber noch keine Gewinne erzielt. Im April wollte man zunächst 100 Millionen Euro an staatlichen Geldern erhalten, das Vorhaben scheiterte aber.
Siehe auch:
Volocopter soll an Investorenkonsortium gehen
Laut einem Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg will Geely in Kooperation mit einer Reihe von Partnern etwa 85 Prozent der Anteile von Volocopter erwerben. Das Konsortium soll rund 90 Millionen Euro bereitstellen, mit denen Volocopter die Arbeit an seinem elektrisch betriebenen Flugtaxi vorantreiben will.Als weiterer Geldgeber soll auch das sogenannte Family-Office des Unternehmers Gerhard Sturm Teil des von Geely geführten Konsortiums sein. Sturm ist Gründer des ebenfalls in Süddeutschland beheimateten Lüfterherstellers EBM-Papst, wobei sein Unternehmen auch als Spezialist für Elektromotoren gilt.
Volocopter: Früherer Testflug des Volocity genannten Flugtaxis
Die Bewertung von Volocopter hat sich offenbar gegenüber dem Jahr 2022 stark reduziert. Damals war das Unternehmen noch bis zu 1,8 Milliarden Euro wert, wobei der Verkauf von 85 Prozent der Anteile an das Konsortium von Geely und Sturm jetzt auf etwa 104 Millionen Euro verbleibenden Unternehmenswert schließen lässt.
Aktuell werden von Geely und den anderen Geldgebern noch die nötigen Schritte für die Abwicklung des Geschäfts getroffen, wobei der Deal wohl im Dezember abgeschlossen werden soll. Noch ist die Übernahme nicht beschlossene Sache, weshalb das Vorhaben noch platzen könnte, heißt es.
Bisher hat Volocopter hunderte Millionen Euro verbrannt
Volocopter arbeitet seit Jahren an einem sogenannten eVTOL, also einem elektrisch betriebenen, vertikal abhebenden und landenden Luftfahrzeug. Das Unternehmen kämpft mit anhaltenden finanziellen Problemen, weil die Entwicklung nicht so schnell wie erhofft vorangetrieben werden konnte. Eigentlich wollte man im Sommer zu den Olympischen Spielen in Paris erste Taxi-Flüge anbieten, verpasste aber die Frist dafür.Volocopter könnte mit dem Einstieg von Geely die Fertigung künftiger "Flugtaxis" nach China verlagern, heißt es von Quellen aus dem Umfeld des Unternehmens. Die hiesige Fertigungsstätte wurde von einer Firmensprecherin in diesem Zusammenhang als "Referenzeinrichtung" bezeichnet, in der man an effizienten Produktionsmethoden arbeitet, bevor man in ausländische Märkte expandiert.
Das bereits 2011 gegründete Unternehmen Volocopter hatte über die letzten Jahre rund 560 Millionen Euro von Geldgebern aus dem In- und Ausland eingesammelt, darunter Mercedes-Benz, DB Schenker und der Investitionsfonds Blackrock. Bisher wurden zwar riesige Summen in die Entwicklung der EVTOLs von Volocopter investiert, aber noch keine Gewinne erzielt. Im April wollte man zunächst 100 Millionen Euro an staatlichen Geldern erhalten, das Vorhaben scheiterte aber.
Zusammenfassung
- Volocopter steht vor möglicher Übernahme durch den chinesischen Autokonzern Geely
- Geely-Konsortium will 85 Prozent der Anteile für 90 Millionen Euro erwerben
- Unternehmenswert von Volocopter stark gesunken auf ca. 104 Millionen Euro
- Deal soll im Dezember abgeschlossen werden, ist aber bisher nicht sicher
- Volocopter entwickelt elektrisch betriebenes, vertikal startendes Lufttaxi
- Finanzielle Probleme durch verzögerte Entwicklung und verpasste Fristen
- Mögliche Verlagerung der Produktion nach China bei Geely-Einstieg
Siehe auch:
- Lilium-Absturz: Flugtaxi-Pläne durch Insolvenzantrag gescheitert
- Flugtaxi-Startup bekommt keine Staatshilfe, Söder schimpft auf Grüne
- Flugtaxis: Bund soll mit viel Geld für weiteres Prestige-Projekt bürgen
- Flugtaxi sollte heute in Paris fliegen, erwies sich aber als Luftnummer
- Wissing: Kürzungen bei der Bahn - aber 150 Mio. Euro für Flugtaxis
Thema:
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