Legendäre japanische Notebook-Marke Vaio wird wieder verkauft

Die frühere Notebook-Sparte von Sony wird erneut verkauft. Die legen­däre Marke Vaio, die seit einigen Jahren eigenständig weiterbestand, soll nun von einem der größten japanischen Elektronikhändler übernom­men werden. Künftig wird Vaio damit wieder Teil eines großen Konzerns.
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Sony

Vaio bald nicht mehr eigenständig

Sony hatte Vaio bereits 2014 an ein privates Investorenkonsortium verkauft, nachdem der japanische Elektronikgigant Schwierigkeiten hatte, sich im hart umkämpften Markt für mobile PCs langfristig zu behaupten. Mittlerweile ist Vaio zwar wieder in größerem Stil am Markt aktiv, doch man konnte in den letzten 10 Jahren nie wieder die frühere Bedeutung der Marke wiedererlangen.

Jetzt will der japanische Elektronikhändler Nojima die Marke Vaio und das gleichnamige Unternehmen dahinter erwerben. Das Geschäft hat einen Wert von 11,2 Milliarden Yen, was umgerechnet nur rund 68 Millionen Euro entspricht. Der Wert von Vaio dürfte somit in den letzten Jahren stark gesunken sein. Die Übernahme von Vaio durch Nojima soll bereits Anfang Januar 2025 abgeschlossen sein, berichtet Nikkei Asia.

Nojima will Vaio unverändert weiterführen

Nojima erwirbt rund 93 Prozent der Anteile von Vaio und macht das Unternehmen somit zu einer Tochterfirma. Der Elektronikhändler will mit dem Zukauf vor allem attraktivere Produkte für seine Geschäftskunden dazugewinnen, mit denen er sein Angebot aus Smartphones und diversen anderen Elektronikgeräten ergänzen kann.

Vaio soll künftig keinen neuen Namen bekommen, sondern weitgehend eigenständig arbeiten, wobei auch das Management erhalten bleibt. Nojima will die Produkte von Vaio außerdem auch weiterhin an externe Kunden verkaufen, plant also keinen exklusiven Vertrieb über die eigenen Filialen. Ob man künftig auch wieder versuchen will, international stärker präsent zu sein, ist bisher offen.

Vaio war bis 2014 die PC-Sparte von Sony und hatte über viele Jahre nicht nur ein breites Sortiment an einfachen Alltags-Notebooks und Desktop-PCs angeboten. Immer wieder beeindruckte die Marke auch mit fortschrittlichen oder auch kuriosen Designs, wobei man sich meist in den oberen Preisregionen, mit einem gewissen Fokus auf Business-Kunden, bewegte.

Zusammenfassung
  • Ehemalige Sony-Marke Vaio wird an einen japanischen Händler verkauft
  • Vaio war seit 2014 eigenständig, konnte aber frühere Bedeutung nicht erlangen
  • Elektronikhändler Nojima übernimmt Vaio für umgerechnet 68 Millionen Euro
  • Die Übernahme soll Anfang Januar 2025 abgeschlossen sein
  • Nojima erwirbt 93 Prozent der Anteile und macht Vaio zur Tochterfirma
  • Vaio soll eigenständig bleiben und weiterhin an externe Kunden verkaufen
  • Marke war bis 2014 für innovative und hochpreisige Notebooks bekannt

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