Black Ops 6 könnte 2,5 bis 4 Mio. neue Xbox Game-Pass-Kunden bringen

Call of Duty: Black Ops 6 erscheint morgen und könnte dem Xbox Game Pass einen enormen Schub verleihen. Analysten erwarten bis zu vier Millionen neuer Abonnenten durch den Blockbuster-Shooter. Doch gleichzeitig könnte es auch negative Nachrichten geben.
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Activision

    Gewaltiger Schub für Game Pass erwartet

    Die Veröffentlichung von Call of Duty: Black Ops 6 im Xbox Game Pass könnte dem Abo-Dienst einen gewaltigen Zuwachs bescheren. Renommierte Marktanalysten prognostizieren zwischen 2,5 und vier Millionen neue Abonnenten allein durch den mit Spannung erwarteten Shooter. Dieser Zustrom könnte die Abonnentenzahlen vom Game Pass Ultimate um bis zu zehn Prozent in die Höhe treiben.

    Der neueste Teil der populären Black-Ops-Reihe spielt im Jahr 1991 und folgt den Agenten Troy Marshall und Frank Woods bei der Jagd auf die geheimnisvolle Organisation Pantheon. Spieler können sich auf eine Einzelspieler-Kampagne, den beliebten Multiplayer-Modus mit 16 neuen Karten sowie den kooperativen Zombie-Modus freuen. Eine Besonderheit ist das neue omnidirektionale Bewegungssystem, das Sprints, Sprünge und Slides in alle Richtungen ermöglicht.

    Wie Gamesindustry.biz berichtet, sehen Experten die Aufnahme von Black Ops 6 in den Game Pass als zweischneidiges Schwert. Michael Pachter von Wedbush Securities schätzt, dass der Schritt zwar bis zu 6 Millionen Einzelverkäufe kosten könnte, gleichzeitig aber eben drei bis vier Millionen neue Game Pass-Abonnenten anlocken wird.

    Insgesamt ist das gut für Microsoft und die Verbraucher
    Michael Pachter, Wedbush Securities
    Pachter warnt jedoch: "Die Schlagzeilen werden lauten: 'Call of Duty-Verkäufe sind rückläufig'."


    Langfristiger Erfolg steht auf dem Prüfstand

    Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg wird sein, ob Microsoft die neuen Abonnenten auch nach dem initialen Hype um Black Ops 6 halten kann. Dr. Serkan Toto von Katan Games sieht hier enormen Druck auf Xbox:

    Wenn Call of Duty das Game Pass-Geschäftsmodell nicht zum Laufen bringt, was dann?
    Dr. Serkan Toto, Katan Games
    Er warnt vor einem möglichen starken Rückgang der Abonnentenzahlen Anfang 2025, sollte die Strategie nicht aufgehen.

    Piers Harding-Rolls von Ampere Analysis weist darauf hin, dass nicht alle neuen Abonnenten komplett neu bei Game Pass sein werden. Ein "guter Teil" dürfte von günstigeren Tarifen auf das teurere Ultimate-Abo upgraden, das als einziges Black Ops 6 zum Launch beinhaltet. Zudem sieht er Potenzial für verstärkte In-Game-Monetarisierung, um Verluste bei Vollpreis-Verkäufen auszugleichen.

    Für PlayStation-Besitzer könnte der Game-Pass-Deal gemischte Folgen haben. Zwar endet die langjährige Marketing-Partnerschaft zwischen Sony und Activision, doch dank Crossplay und plattformübergreifenden Accounts dürfte die PlayStation-Community laut Harding-Rolls nicht signifikant schrumpfen.

    Mit vier Jahren Entwicklungszeit ist Black Ops 6 der am längsten produzierte Call of Duty-Teil aller Zeiten. Er erscheint am 25. Oktober für PlayStation 4|5, Xbox One, Xbox Series X|S und PC.

    Zusammenfassung
    • Call of Duty: Black Ops 6 könnte bis zu 4 Mio. neue Game Pass-Abonnenten bringen
    • Experten sehen Risiko sinkender Einzelverkäufe trotz Abonnenten-Zuwachs
    • Neuer Teil spielt 1991 und bietet innovatives Bewegungssystem
    • Langfristiger Erfolg hängt von Kundenbindung nach initialem Hype ab
    • Mögliche Upgrades bestehender Nutzer und In-Game-Monetarisierung erwartet
    • PlayStation-Community dürfte durch Crossplay nicht signifikant schrumpfen
    • Black Ops 6 erscheint am 25. Oktober für alle gängigen Plattformen

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