Tasmanischer Tiger könnte schon bald genetisch "wiederbelebt" werden
Forscher stehen kurz davor, den Beutelwolf wiederzubeleben. Das US-Unternehmen Colossal Biosciences hat das Genom des ausgestorbenen Beutelwolfs, der besser als Tasmanischer Tiger bekannt ist, fast vollständig entschlüsselt. Das Projekt ist aber nicht unumstritten.
Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der sogenannten "De-Extinction" dar - also dem Versuch, ausgestorbene Arten wiederzubeleben. Colossal arbeitet seit zwei Jahren an diesem Projekt und hat dabei eng mit australischen Wissenschaftlern zusammengearbeitet. Das Unternehmen hat ambitionierte Pläne: In drei bis fünf Jahren könnte bereits der erste "Beutelwolf-ähnliche" Nachkomme geboren werden.
Ein zentrales Problem sei, dass es keine lebenden Beutelwölfe mehr gebe, von denen die neu geschaffenen Tiere lernen könnten, so Ritchie: "Das ist mindestens eine ebenso große Herausforderung, wenn nicht sogar eine größere, als die genetische".
Andere Wissenschaftler hinterfragen, ob die enormen Ressourcen, die in die Wiederbelebung ausgestorbener Arten fließen, nicht besser in den Schutz bedrohter lebender Arten investiert werden sollten. Dennoch sehen viele Forscher auch Potenzial in den Technologien, die im Rahmen solcher De-Extinction-Projekte entwickelt werden. Sie könnten beispielsweise dabei helfen, das Genom gefährdeter Arten zu stärken und so ihr Überleben zu sichern.
Der letzte bekannte Beutelwolf starb 1936 im Beaumaris Zoo in Hobart, Tasmanien. Das Tier, auch als Thylacine bekannt, war ein Beuteltierjäger, der einst in ganz Australien verbreitet war.
Siehe auch:
Genomsequenzierung fast abgeschlossen
Der Tasmanischer Tiger könnte bald von den Toten auferstehen und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn Colossal Biosciences verkündete kürzlich, dass man das Genom des 1936 ausgestorbenen Raubbeutlers zu 99,9 Prozent entschlüsselt habe. Nur noch 45 Lücken müssten geschlossen werden, um den genetischen Bauplan des Tieres vollständig rekonstruieren zu können.Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der sogenannten "De-Extinction" dar - also dem Versuch, ausgestorbene Arten wiederzubeleben. Colossal arbeitet seit zwei Jahren an diesem Projekt und hat dabei eng mit australischen Wissenschaftlern zusammengearbeitet. Das Unternehmen hat ambitionierte Pläne: In drei bis fünf Jahren könnte bereits der erste "Beutelwolf-ähnliche" Nachkomme geboren werden.
Unerwarteter Fund als Durchbruch
Ein Durchbruch gelang den Forschern durch einen ungewöhnlichen Fund in einem Museum in Melbourne. Wie der Guardian berichtet, entdeckten die Wissenschaftler dort in einem Schrank den erstaunlich gut erhaltenen Kopf eines Beutelwolfs, der rund 110 Jahre in Ethanol konserviert war.Es handelte sich buchstäblich um einen Kopf in einem Eimer mit Ethanol im hinteren Teil eines Schranks, der gerade dort abgestellt worden war, wobei die gesamte Haut entfernt worden war, und der dort seit etwa 110 Jahren stand.Dieser erwies sich als Glücksfall: Das Gewebe enthielt nicht nur lange DNA-Sequenzen, sondern auch intakte RNA-Moleküle. Diese lieferten den Wissenschaftlern wertvolle Informationen über die Funktionsweise verschiedener Organe des ausgestorbenen Raubbeutlers. "Es hilft uns zu beweisen, dass das, was wir zurückbringen, wirklich ein Beutelwolf ist und kein Hybridtier", erklärt Pask.
Zusammenstellung historischer Aufnahmen des Beutelwolfs
Ethische Bedenken und Risiken
Während die Fortschritte in der Genomsequenzierung beeindruckend sind, warnen Experten vor den möglichen Folgen einer Wiederansiedlung des Beutelwolfs. Dr. Euan Ritchie, Professor für Wildtierökologie an der Deakin University, äußert Bedenken: "Die Frage ist: Was kommt als Nächstes? Wie werden sie sich in freier Wildbahn verhalten und welche Auswirkungen könnten sie auf die Ökosysteme haben?"Ein zentrales Problem sei, dass es keine lebenden Beutelwölfe mehr gebe, von denen die neu geschaffenen Tiere lernen könnten, so Ritchie: "Das ist mindestens eine ebenso große Herausforderung, wenn nicht sogar eine größere, als die genetische".
Andere Wissenschaftler hinterfragen, ob die enormen Ressourcen, die in die Wiederbelebung ausgestorbener Arten fließen, nicht besser in den Schutz bedrohter lebender Arten investiert werden sollten. Dennoch sehen viele Forscher auch Potenzial in den Technologien, die im Rahmen solcher De-Extinction-Projekte entwickelt werden. Sie könnten beispielsweise dabei helfen, das Genom gefährdeter Arten zu stärken und so ihr Überleben zu sichern.
Der letzte bekannte Beutelwolf starb 1936 im Beaumaris Zoo in Hobart, Tasmanien. Das Tier, auch als Thylacine bekannt, war ein Beuteltierjäger, der einst in ganz Australien verbreitet war.
Zusammenfassung
- Colossal Biosciences hat Genom des Tasmanischen Tigers fast entschlüsselt
- Fund eines konservierten Beutelwolf-Kopfes in Melbourne war Durchbruch
- Erster 'Beutelwolf-ähnlicher' Nachkomme könnte in 3-5 Jahren geboren werden
- Experten warnen vor möglichen Folgen einer Wiederansiedlung der Art
- Fehlende lebende Vorbilder stellen große Herausforderungen dar
- Technologien könnten auch zum Schutz bedrohter lebender Arten beitragen
- Letzter bekannter Beutelwolf starb 1936 im Beaumaris Zoo in Hobart
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen