Star Trek & Präsidenten:
Vulcan-Debüt bringt Asche und DNA ins All
Für die United Launch Alliance steht ein wichtiger Start bevor. Nach 20 Jahren will man mit der Vulcan Centaur-Rakete zwei alte Raketen-Typen ablösen. Bei der Premiere hat man den Mond im Visier - und eine kuriose Mission mit Asche und DNA von bekannten Persönlichkeiten an Bord.
ULA Vulcan Centaur: Rendering vom Start
Wie ULA CEO Tory Bruno jüngst mitteilte, sind die Vorbereitungen für den Jungfernflug so weit fortgeschritten, dass man einen Startzeitraum ins Auge fassen kann. Geht alles nach Plan, darf sich Vulcan am 4. Mai 2023 zum ersten Mal beweisen. Wie Space.com berichtet, war die Rakete schon Ende Januar per Schiff zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida transportiert worden. Hier stehen in den nächsten Wochen weitere Tests und die Integration der Nutzlast auf dem Programm. Bei der Premiere hat Vulcan dann auch gleich einen durchaus komplexen Auftrag. An Bord sind drei Unternehmen, die mit ihrer Nutzlast auf unterschiedliche Umlaufbahnen befördert werden wollen.
Höchste Priorität hat "Peregrine", eine Mondlandefähre des Raumfahrt- und Robotikunternehmens Astrobotic Technology. Die kann nur an wenigen Tagen im Monat auf die erforderliche Flugbahn gebracht werden und ist deshalb auf zuverlässige Startplanung angewiesen. Der zweite Kunde beim Premieren-Flug ist Amazon mit seinem Project Kuiper. ULA wird mehrere Demonstrationssatelliten aussetzen, mit denen das Konkurrenz-Netzwerk zu Starlink in eine wichtige nächste Testphase eintritt.
"Wir freuen uns sehr, mit dieser Mission ein Versprechen einzulösen, das ich Majel Barrett Roddenberry 1997 gegeben habe, dass wir sie und ihren Ehemann, den Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry, eines Tages gemeinsam zu einem Gedenkflug in den Weltraum fliegen würden", so Charles M. Chafer, Mitbegründer und CEO von Celestis in einer Mitteilung. "Die Mission trägt den Namen Enterprise, um sie zu ehren."
Neben dem Ehepaar Roddenberry treten auch die Asche der Seriendarsteller Nichelle Nichols, DeForest Kelly und James Doohan mit der Rakete ihre letzte Reise ins All an. Begleitet werden sie dabei von DNA-Überresten von vier amerikanischen Präsidenten - Washington, Eisenhower, Kennedy und Reagan.
Siehe auch:
ULA-Chef bestätigt Startzeitraum für Vulcan
Wer Fracht in den Weltraum bringen will, braucht ein entsprechendes Transportvehikel. ULA, ein Joint Venture, das vor allem als Dienstleister für US-Regierungsbehörden Fracht in den Weltraum befördert, konnte seine Aufträge in den letzten zwei Jahrzehnten mit den Atlas V- und Delta IV-Raketen abwickeln, die 4,25 beziehungsweise 7,25 Tonnen in einen geostationären Orbit befördern können. Jetzt steht ein Wechsel im Fuhrpark an. ULA will vollständig auf Vulcan Centaur mit einer Maximalleistung von 7,7 Tonnen Nutzlast umstellen, die alten Modelle gehen in Rente. Zuerst muss aber die Premiere gelingen.
ULA Vulcan Centaur: Rendering vom Start
Wie ULA CEO Tory Bruno jüngst mitteilte, sind die Vorbereitungen für den Jungfernflug so weit fortgeschritten, dass man einen Startzeitraum ins Auge fassen kann. Geht alles nach Plan, darf sich Vulcan am 4. Mai 2023 zum ersten Mal beweisen. Wie Space.com berichtet, war die Rakete schon Ende Januar per Schiff zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida transportiert worden. Hier stehen in den nächsten Wochen weitere Tests und die Integration der Nutzlast auf dem Programm. Bei der Premiere hat Vulcan dann auch gleich einen durchaus komplexen Auftrag. An Bord sind drei Unternehmen, die mit ihrer Nutzlast auf unterschiedliche Umlaufbahnen befördert werden wollen.
Höchste Priorität hat "Peregrine", eine Mondlandefähre des Raumfahrt- und Robotikunternehmens Astrobotic Technology. Die kann nur an wenigen Tagen im Monat auf die erforderliche Flugbahn gebracht werden und ist deshalb auf zuverlässige Startplanung angewiesen. Der zweite Kunde beim Premieren-Flug ist Amazon mit seinem Project Kuiper. ULA wird mehrere Demonstrationssatelliten aussetzen, mit denen das Konkurrenz-Netzwerk zu Starlink in eine wichtige nächste Testphase eintritt.
Kuriose Mission im Gedenken an Star Trek und US-Präsidenten
Bleibt noch ein Platz an Bord, der von einer durchaus kuriosen Mission eingenommen wird. Das Unternehmen Celestis mit Sitz in Texas bietet an, die Asche oder DNA von Verstorbenen zusammen mit Botschaften in den Orbit zu befördern. Beim Debüt von Vulcan sind 150 Kapseln von Kunden aus aller Welt an Bord - einige davon haben für das Unternehmen aber ganz besondere Bedeutung."Wir freuen uns sehr, mit dieser Mission ein Versprechen einzulösen, das ich Majel Barrett Roddenberry 1997 gegeben habe, dass wir sie und ihren Ehemann, den Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry, eines Tages gemeinsam zu einem Gedenkflug in den Weltraum fliegen würden", so Charles M. Chafer, Mitbegründer und CEO von Celestis in einer Mitteilung. "Die Mission trägt den Namen Enterprise, um sie zu ehren."
Neben dem Ehepaar Roddenberry treten auch die Asche der Seriendarsteller Nichelle Nichols, DeForest Kelly und James Doohan mit der Rakete ihre letzte Reise ins All an. Begleitet werden sie dabei von DNA-Überresten von vier amerikanischen Präsidenten - Washington, Eisenhower, Kennedy und Reagan.
Zusammenfassung
- ULA will mit Vulcan Centaur-Rakete max. 7,7 Tonnen Nutzlast befördern.
- Premiere mit Mondlandefähre "Peregrine" & Amazon-Satelliten.
- 150 Kapseln an Bord mit Asche & DNA bekannter Persönlichkeiten.
- Ehrung des Star-Trek-Schöpfers Gene Roddenberry & 3 Darsteller.
- DNA-Überreste von 4 US-Präsidenten an Bord.
Siehe auch:
- Crew-6: Startversuch der bemannten SpaceX-Rakete heute abgebrochen
- Razzia: Deutsche Firma soll Elektronik für russische Raketen liefern
- Mächtige Artemis-Rakete hat beim Start das Launchpad zerstört
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