Gefahr durch Hack: Niederländer müssen tausende Ampeln austauschen
Ampeln sollten zuverlässig funktionieren, um den Verkehr sicher zu leiten. In unserem Nachbarland kann das allerdings nicht mehr garantiert werden. Denn mit einem wohl recht simplen Hack lässt sich aus der Ferne jederzeit von Rot auf Grün schalten.
So ähnlich kann es wohl auch mit tausenden von Ampelanlagen in den Niederlanden gemacht werden, wenn man weiß, wie. Der 29-jährige Alwin Peppels hat es herausgefunden. Er untersuchte die sogenannte KAR-Funktechnologie, mit der die Anlagen gesteuert werden können. Mit ihr ist es unter anderem sich nähernden Rettungskräften möglich, Ampeln auf grün zu stellen, um zügig zum Einsatzort zu gelangen.
Siehe auch:
Funksystem von Ampeln anfällig für Angriff
Wer ein Gamer ist und schon einmal das Spiel Watch Dogs gespielt hat, kann sich das Szenario gut vorstellen. Denn dort kann man als Hacker ohne viel Mühe per Knopfdruck jede Ampel manipulieren. So muss man nie wieder auf Grün warten. Man schaltet einfach selbst auf die gewünschte Farbe um.So ähnlich kann es wohl auch mit tausenden von Ampelanlagen in den Niederlanden gemacht werden, wenn man weiß, wie. Der 29-jährige Alwin Peppels hat es herausgefunden. Er untersuchte die sogenannte KAR-Funktechnologie, mit der die Anlagen gesteuert werden können. Mit ihr ist es unter anderem sich nähernden Rettungskräften möglich, Ampeln auf grün zu stellen, um zügig zum Einsatzort zu gelangen.
Freie Fahrt für niederländischen Hacker
Allerdings lässt sich das System, das seit 2005 im Einsatz ist, wohl relativ leicht austricksen, wie RTL Nieuws berichtet. So gelang es Peppels in seiner Freizeit ein Gerät zu bauen, das es ihm per Knopfdruck ermöglichte, eine Ampel zum Teil aus mehreren Kilometern Entfernung umzuschalten. Wie genau der Hack funktioniert, wurde aus Sicherheitsgründen jedoch nicht verraten.Dies ist ein sehr gefährliches Leck, das ein grundlegendes Problem in unserer digitalisierten Gesellschaft aufdeckt: dass viele unserer Systeme zu einer Zeit gebaut wurden, als die digitale Welt nicht feindlich war. Und jetzt, in einer Zeit geopolitischer Unruhen und Spannungen, kommen diese Systeme plötzlich an die Oberfläche. Diesmal sind es Ampeln, das nächste Mal ist es eine Schleuse oder Hochwasserschutzanlage.
Austausch ist alternativlos
Unglücklicherweise lässt sich das aktuell verwendete KAR-System nicht gegen einen solchen Angriff absichern. Um böswilligen Angreifern zuvorzukommen, müssen daher alle betroffenen Verkehrsanlagen auf ein neues Steuerungssystem umgerüstet werden. Dabei soll es sich um zehntausende Ampeln handeln. Der Austausch wird Schätzungen zufolge bis mindestens 2030 dauern. Zu den Kosten, die dabei voraussichtlich entstehen, gab es keine Angaben.Ampel-Ärger auch hierzulande
Auch in Deutschland gab es in letzter Zeit Probleme mit Ampeln. Hier ging es allerdings um den Einsatz von KI. Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Bayern mussten sich Autofahrer über neu-aufgestellte 'intelligente' Ampeln ärgern. Denn die sorgten für grundlos lange Rot-Phasen und aufgrund von Fehlfunktionen für beträchtliche Staus.
Zusammenfassung
- Niederländische Ampeln durch einfachen Hack manipulierbar
- Tausende Ampelanlagen müssen in den Niederlanden ausgetauscht werden
- Alwin Peppels deckte Schwachstellen in der KAR-Funktechnologie auf
- Hacker können Ampeln aus der Ferne auf Grün schalten
- System seit 2005 im Einsatz, jetzt leicht zu überlisten
- Umrüstung auf neues Steuersystem erforderlich, dauert bis 2030
- In Deutschland Probleme mit KI-gesteuerten Ampeln
Siehe auch:
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