Polizei NRW: Schlag gegen Darknet-Plattform für Kindesmissbrauch
Die heutige Pressekonferenz in Nordrhein-Westfalen wurde mit einiger Spannung erwartet, denn schon im Vorfeld war klar: Der Polizei ist ein Schlag gegen eine große Darknet-Plattform gelungen, die den sexuellen Missbrauch an Kindern zum Gegenstand hatte.
Die Ermittler gingen aber auch schon gegen führende Hinterleute der Plattform vor. Im Zuge dessen habe es im September Hausdurchsuchungen in sechs Bundesländern gegeben, bei denen umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden konnte, so Reul, der von einem "schwindelerregend großen" Fall sprach.
Sieben Personen wurden festgenommen, von denen sechs in Untersuchungshaft verblieben. Es handelt sich jeweils um Männer im Alter zwischen 45 und 69 Jahren. Gegen sie werden Ermittlungsverfahren wegen "bandenmäßiger Verbreitung kinderpornografischer Inhalte" geführt.
Die Plattform selbst soll es seit dem Jahr 2019 gegeben haben. Auf ihr waren vor allem Fotos und Videos zu bekommen gewesen, die den sexuellen Missbrauch minderjähriger Mädchen zeigen. Limbach lobte den Ermittlungserfolg der Polizei und kündigte auch an, dass mit den Daten der Plattform auch die Verfolgung ihrer Nutzer aufgenommen wird. "Ihr könnt euch nicht verstecken", sagte er.
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Schwindelerregend großer Fall
Bereits vor einigen Tagen war ein Ermittlungserfolg verkündet worden. Heute traten nun Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) und Innenminister Herbert Reul (CDU) vor die Öffentlichkeit und nannten Details. Im Zentrum stand dabei der wichtigste Erfolg: Die Plattform konnte zuvorderst erst einmal abgeschaltet werden.Die Ermittler gingen aber auch schon gegen führende Hinterleute der Plattform vor. Im Zuge dessen habe es im September Hausdurchsuchungen in sechs Bundesländern gegeben, bei denen umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden konnte, so Reul, der von einem "schwindelerregend großen" Fall sprach.
Sieben Personen wurden festgenommen, von denen sechs in Untersuchungshaft verblieben. Es handelt sich jeweils um Männer im Alter zwischen 45 und 69 Jahren. Gegen sie werden Ermittlungsverfahren wegen "bandenmäßiger Verbreitung kinderpornografischer Inhalte" geführt.
Nutzer im Visier
1517 Beweisstücke hätten die Beamten katalogisiert - darunter zahlreiche Notebooks und Mobiltelefone, aber auch 94 Umzugskartons voller DVDs und Videokassetten. Allein auf dem PC eines Beschuldigten befände sich eine Datenmenge von 13,5 Terabyte, die von den Ermittlern gesichtet werden muss. Entsprechend wird es noch einige Zeit dauern, bis alle Beweisstücke ausgewertet sind.Die Plattform selbst soll es seit dem Jahr 2019 gegeben haben. Auf ihr waren vor allem Fotos und Videos zu bekommen gewesen, die den sexuellen Missbrauch minderjähriger Mädchen zeigen. Limbach lobte den Ermittlungserfolg der Polizei und kündigte auch an, dass mit den Daten der Plattform auch die Verfolgung ihrer Nutzer aufgenommen wird. "Ihr könnt euch nicht verstecken", sagte er.
Zusammenfassung
- Erfolg der Polizei NRW gegen Darknet-Plattform für Kindesmissbrauch
- Justizminister Limbach und Innenminister Reul geben Details bekannt
- Plattform seit 2019 aktiv, bietet Missbrauchsmaterial von Mädchen
- Sieben Männer festgenommen, sechs in Untersuchungshaft
- 1517 Beweisstücke sichergestellt, darunter viele Datenträger
- Ermittlungen gegen Nutzer der Plattform werden aufgenommen
- Limbach warnt Nutzer: "Ihr könnt euch nicht verstecken"
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