Kindesmissbrauch: Facebook meldet Bilder im Zweifelsfall als erwachsen
Facebook hat zwar einiges an Fahrt verloren, zuletzt stagnierte sogar die Nutzeranzahl. Dennoch ist und bleibt der zu Meta gehörende Dienst das wichtigste soziale Netzwerk der Welt. Doch immer neue brisante Enthüllungen erschüttern das Fundament von Facebook.
Aktuell stehen die Moderationspraktiken des Netzwerks im Fokus, nicht das erste Mal wohlgemerkt. Denn bereits zuvor kam Facebook in die Schlagzeilen, weil man nicht genug gegen Gewaltvideos oder auch Corona-Falschinformationen gemacht hat. Doch aktuell geht es um ein besonders sensibles Thema: Kindesmissbrauch.
Denn laut einem Bericht der New York Times (NYT) überprüfen die Moderatoren von Facebook tagtäglich eine schier unzählige Anzahl an Bildern auf etwaige Verstöße. Doch laut einem internen Dokument werden die mit dieser Aufgabe betrauten Facebook-Mitarbeiter angewiesen, bei unklaren Bildern eine Person im Zweifelsfall als erwachsen einzustufen.
Das hat natürlich Folgen (oder eben auch nicht) für Facebook-Nutzer, die erotische oder pornografische Inhalte posten. Denn wenn diese Bilder oder Videos erwachsene Personen zeigen, dann werden sie nur gelöscht. Wenn es sich aber um Minderjährige handelt, dann müssen diese Inhalte in den USA an das National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) gemeldet werden, also jene Organisation, die für vermisste und missbrauchte Kinder und Jugendliche zuständig ist.
Freilich ist es alles andere als einfach, das Alter einer Person auf einem Foto zu bestimmen und Facebook fürchtet offenbar, zu viele Beschwerden bei Fällen von False Positives zu erhalten. Dazu kommt aber auch, dass Facebook-Moderatoren in der Regel bei externen Firmen angestellt sind und diese möglicherweise fürchten, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Antigone Davis, Head of Safety bei Facebook, verteidigte diese Praxis und meinte, dass Falschmeldungen für unschuldige Nutzer womöglich ernste Konsequenzen haben könnten. Die NYT verweist aber auch darauf, dass es Unternehmen bzw. Anbieter wie Apple, Snapchat und TikTok gibt, die das Gegenteil machen und im Zweifelsfall Bilder melden.
Immer mehr Skandale bei Facebook
Kritik am Social Network ist nicht neu, im Gegenteil gehört diese dazu wie der "Gefällt mir"-Button. Viele Jahre lang prallte diese an Facebook ab, das Wachstum war ungebrochen. Doch in den letzten Monaten bleiben nicht nur immer mehr Nutzer weg, auch die Enthüllungen und Skandale nehmen zu.Aktuell stehen die Moderationspraktiken des Netzwerks im Fokus, nicht das erste Mal wohlgemerkt. Denn bereits zuvor kam Facebook in die Schlagzeilen, weil man nicht genug gegen Gewaltvideos oder auch Corona-Falschinformationen gemacht hat. Doch aktuell geht es um ein besonders sensibles Thema: Kindesmissbrauch.
Denn laut einem Bericht der New York Times (NYT) überprüfen die Moderatoren von Facebook tagtäglich eine schier unzählige Anzahl an Bildern auf etwaige Verstöße. Doch laut einem internen Dokument werden die mit dieser Aufgabe betrauten Facebook-Mitarbeiter angewiesen, bei unklaren Bildern eine Person im Zweifelsfall als erwachsen einzustufen.
Das hat natürlich Folgen (oder eben auch nicht) für Facebook-Nutzer, die erotische oder pornografische Inhalte posten. Denn wenn diese Bilder oder Videos erwachsene Personen zeigen, dann werden sie nur gelöscht. Wenn es sich aber um Minderjährige handelt, dann müssen diese Inhalte in den USA an das National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) gemeldet werden, also jene Organisation, die für vermisste und missbrauchte Kinder und Jugendliche zuständig ist.
Freilich ist es alles andere als einfach, das Alter einer Person auf einem Foto zu bestimmen und Facebook fürchtet offenbar, zu viele Beschwerden bei Fällen von False Positives zu erhalten. Dazu kommt aber auch, dass Facebook-Moderatoren in der Regel bei externen Firmen angestellt sind und diese möglicherweise fürchten, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Antigone Davis, Head of Safety bei Facebook, verteidigte diese Praxis und meinte, dass Falschmeldungen für unschuldige Nutzer womöglich ernste Konsequenzen haben könnten. Die NYT verweist aber auch darauf, dass es Unternehmen bzw. Anbieter wie Apple, Snapchat und TikTok gibt, die das Gegenteil machen und im Zweifelsfall Bilder melden.
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