Polizei legt illegalen Streaming-Dienst mit 22 Mio. Nutzern lahm
Die italienische Polizei hat in Kooperation mit einer Reihe europäischer und internationaler Behörden ein von zig Millionen Nutzern verwendetes, illegales Streaming-Netzwerk stillgelegt. Offen ist, unter welchem Namen das System betrieben wurde.
Im Zuge einer gemeinsamen Aktion namens "Taken Down", bei der in mehreren Ländern von hunderten Ermittlern Durchsuchungen vorgenommen wurden, gab es bisher elf Festnahmen. Die Ermittler konnten 102 Beteiligte an dem Dienst identifizieren und führten bisher 112 Hausdurchsuchungen in Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, Rumänien, Kroatien und Hongkong durch. Außerdem wurden 29 Server beschlagnahmt und 100 Domains abgeschaltet.
Man konnte 560 Wiederverkäufer identifizieren, die die Dienste des illegalen Streaming-Netzwerks weiter vermarktet haben sollen. Bei den Durchsuchungen wurden in mehreren Fällen Waffen und Drogen beschlagnahmt, heißt es außerdem.
Die Server-Infrastruktur rund um den illegalen Streaming-Dienst war den Behörden zufolge unter anderem in Rumänien und Hongkong angesiedelt. Bei der Beschaffung von Zugängen für Streaming- und Pay-TV-Dienste, die dann über das illegale Netzwerk im Rahmen eigener Abonnementmodelle vermarktet wurden, verwendeten die Beschuldigten häufig falsche Identitäten und Ausweisdokumente.
Insgesamt soll das mit "mafiaähnlichen Strukturen" betriebene illegale Streaming-Angebot monatlich bis zu 250 Millionen Euro eingebracht haben. Der potenzielle Schaden, der durch die illegalen Aktivitäten der Beteiligten jährlich entstanden sein soll, wird mit bis zu zehn Milliarden Euro beziffert. Bisher ließen die Ermittler in allen ihren Stellungnahmen zu dem Fall offen, wie der von ihnen jetzt abgeschaltete Dienst heißt bzw. hieß.
Siehe auch:
Europa- und weltweite Hausdurchsuchungen
Wie die italienische Polizei für Post- und Onlinesicherheit gestern zusammen mit Europol, Eurojust und einer Reihe anderer Behörden gestern bekanntgab, hat man ein gigantisches illegales Streaming-Netzwerk lahmgelegt. Der Dienst soll weltweit mehr als 22 Millionen Nutzer gehabt und jährlich einen Umsatz von bis zu drei Milliarden Euro erzielt haben, hieß es von Europol und der italienischen Polizei für Post und Telekommunikation.Im Zuge einer gemeinsamen Aktion namens "Taken Down", bei der in mehreren Ländern von hunderten Ermittlern Durchsuchungen vorgenommen wurden, gab es bisher elf Festnahmen. Die Ermittler konnten 102 Beteiligte an dem Dienst identifizieren und führten bisher 112 Hausdurchsuchungen in Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, Rumänien, Kroatien und Hongkong durch. Außerdem wurden 29 Server beschlagnahmt und 100 Domains abgeschaltet.
Hinterleute in Italien, Niederlande & UK
Die Festnahmen sollen bisher nur in Kroatien erfolgt sein, während die Hauptverantwortlichen hinter dem Dienst in Italien, den Niederlanden und Großbritannien vermutet werden. Allein in Italien sollen an mehreren Standorten insgesamt 80 sogenannte IPTV Control Panels beschlagnahmt worden sein.Man konnte 560 Wiederverkäufer identifizieren, die die Dienste des illegalen Streaming-Netzwerks weiter vermarktet haben sollen. Bei den Durchsuchungen wurden in mehreren Fällen Waffen und Drogen beschlagnahmt, heißt es außerdem.
Über 2500 illegale 'TV-Kanäle' angeboten
Hinzu kommt, dass die internationalen Ermittler Kryptowährungen im Wert von 1,65 Millionen Euro sowie 40.000 Euro Bargeld beschlagnahmen konnten. Die Betreiber des illegalen Streaming-Angebots sollen die Inhalte verschiedener großer Streaming- und Pay-TV-Plattformen wie Sky, Dazn, Paramount, Disney+, Mediaset, Amazon Prime, Netflix und andere illegal angeboten haben, wobei über 2500 illegale "TV-Kanäle" zu dem Dienst gehörten.Die Server-Infrastruktur rund um den illegalen Streaming-Dienst war den Behörden zufolge unter anderem in Rumänien und Hongkong angesiedelt. Bei der Beschaffung von Zugängen für Streaming- und Pay-TV-Dienste, die dann über das illegale Netzwerk im Rahmen eigener Abonnementmodelle vermarktet wurden, verwendeten die Beschuldigten häufig falsche Identitäten und Ausweisdokumente.
Insgesamt soll das mit "mafiaähnlichen Strukturen" betriebene illegale Streaming-Angebot monatlich bis zu 250 Millionen Euro eingebracht haben. Der potenzielle Schaden, der durch die illegalen Aktivitäten der Beteiligten jährlich entstanden sein soll, wird mit bis zu zehn Milliarden Euro beziffert. Bisher ließen die Ermittler in allen ihren Stellungnahmen zu dem Fall offen, wie der von ihnen jetzt abgeschaltete Dienst heißt bzw. hieß.
Zusammenfassung
- Italienische Polizei legt illegales Streaming-Netzwerk mit 22 Mio. Nutzern lahm
- Jährlicher Umsatz von bis zu 3 Mrd. Euro, 11 Festnahmen, 102 Beteiligte
- Durchsuchungen in mehreren Ländern, 29 Server und 100 Domains beschlagnahmt
- 560 Wiederverkäufer identifiziert, Waffen und Drogen sichergestellt
- 1,65 Mio. Euro in Kryptowährungen und 40.000 Euro Bargeld beschlagnahmt
- Über 2500 illegale 'TV-Kanäle' und Inhalte großer Streaming-Anbieter
- Jährlicher Schaden durch illegale Aktivitäten auf bis zu 10 Mrd. Euro geschätzt
Siehe auch:
- Dreiste Masche, Polizei warnt: EasyPark QR-Code-Betrug entdeckt
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