Der Messenger Discord steht in Russland vor einem kompletten Verbot
Russlands digitale Abschottung geht weiter: Nach Google und vielen anderen Diensten droht nun auch Discord eine Blockade. Der beliebte Messaging-Dienst mit Millionen russischer Nutzer steht kurz vor dem Aus. Die konkreten Gründe für das Verbot bleiben jedoch unklar.
Diese könnten als Grundlage für ein bevorstehendes Verbot dienen. Experten gehen davon aus, dass die Sperrung in naher Zukunft erfolgen könnte. Die genauen Gründe für das drohende Verbot bleiben allerdings unklar, offiziell ist lediglich von "Verstößen gegen russisches Recht" die Rede.
Wie die Moscow Times berichtet, hat Discord in Russland zwischen 30 und 40 Millionen aktive Nutzer. Die Plattform ist besonders bei Gamern, Studenten und Kryptowährungshändlern beliebt. Ein Verbot würde daher nicht nur die Kommunikation dieser Gruppen erheblich einschränken, sondern auch die russische Gaming-Industrie vor große Herausforderungen stellen.
Zu den bisherigen Schritten gehörten unter anderem:
Die Auswirkungen dieser Politik sind bereits spürbar. Ein Moskauer Gericht verhängte heute Geldstrafen gegen Google und Discord in Höhe von jeweils 3,5 Millionen Rubel (etwa 33.300 Euro) wegen angeblicher Verstöße gegen russische Gesetze zur Entfernung verbotener Inhalte.
Siehe auch:
Digitale Zensur in Russland verschärft sich
Russland setzt seinen Kurs der "digitalen Souveränität" mit Nachdruck fort. Nach jüngsten Berichten steht nun auch die beliebte Messaging-Plattform Discord kurz vor einer landesweiten Sperrung. Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadzor hat in den letzten Wochen fünf Verfügungen gegen Discord erlassen.Diese könnten als Grundlage für ein bevorstehendes Verbot dienen. Experten gehen davon aus, dass die Sperrung in naher Zukunft erfolgen könnte. Die genauen Gründe für das drohende Verbot bleiben allerdings unklar, offiziell ist lediglich von "Verstößen gegen russisches Recht" die Rede.
Wie die Moscow Times berichtet, hat Discord in Russland zwischen 30 und 40 Millionen aktive Nutzer. Die Plattform ist besonders bei Gamern, Studenten und Kryptowährungshändlern beliebt. Ein Verbot würde daher nicht nur die Kommunikation dieser Gruppen erheblich einschränken, sondern auch die russische Gaming-Industrie vor große Herausforderungen stellen.
Der Kampf um digitale Souveränität
Das mögliche Discord-Verbot reiht sich ein in eine Serie von Maßnahmen ein, mit denen Russland sich seit der Invasion der Ukraine 2022 nach außen abschottet - aber auch vom Westen selbst isoliert wird. Ziel ist es aus Sicht von Russland, von westlichen Technologieunternehmen unabhängig zu werden und die Kontrolle über den Informationsfluss im Land zu verstärken.Zu den bisherigen Schritten gehörten unter anderem:
- Das Verbot von VPN-Diensten
- Pläne für eine nationale Game-Engine
- Überlegungen zur Schaffung einer "russischen Version von Valve"
- Einführung von Ruwiki, einer selbstzensierenden Alternative zu Wikipedia
Die Auswirkungen dieser Politik sind bereits spürbar. Ein Moskauer Gericht verhängte heute Geldstrafen gegen Google und Discord in Höhe von jeweils 3,5 Millionen Rubel (etwa 33.300 Euro) wegen angeblicher Verstöße gegen russische Gesetze zur Entfernung verbotener Inhalte.
Zusammenfassung
- Russland droht Discord mit einer Blockade
- Millionen russischer Nutzer könnten bald Discord verlieren
- Gründe für das Verbot sind unklar, nur allgemeine Verstöße genannt
- Roskomnadzor hat mehrere Verfügungen gegen Discord erlassen
- 30-40 Millionen aktive Discord-Nutzer in Russland
- Verbot würde russische Gamer und Kryptohändler treffen
- Russland strebt nach digitaler Souveränität und Kontrolle
Siehe auch:
- Discord verbessert Sicherheit: Verschlüsselung für Sprach- & Videochats
- "Speicher ist teuer": Discord beschränkt Upload-Limit für Gratisnutzer
- Xbox erhält Discord-Upgrade: Neue Features für Streams und Freunde
- Linux-Malware: Emojis auf Discord als Steuerzentrale genutzt
- Zurück zu den Wurzeln: Discord konzentriert sich wieder auf Gaming
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