Intel unter Druck: Subventionen der US-Regierung noch vor Ende 2024?
Intel verzeichnete zuletzt große Verluste in einigen Geschäftsbereichen. Der Chip-Konzern hatte daraufhin mit Sparmaßnahmen reagiert. Jetzt arbeitet man daran, dass die angekündigten Milliarden-Subventionen der amerikanische Regierung möglichst noch 2024 fließen.
Die Summe ist Teil des 39 Milliarden Dollar schweren Subventionspakets der Biden-Administration, mit dem die nationale Herstellung von Halbleitern angekurbelt werden soll. Intel wäre mit dem zuvor genannten Betrag der Empfänger des größten Anteils des Programms. Damit könnten jedoch lediglich etwas mehr als die Verluste von sieben Milliarden Dollar ausgeglichen werden, die der Chip-Hersteller letztes Jahr im Bereich seiner Foundry eingefahren hat.
Kommt eine Vereinbarung zustande, sind außerdem 11 Milliarden US-Dollar an weiteren Krediten möglich. 3,5 Milliarden Dollar hatte Intel von der Regierung bereits für die Herstellung von Chips für das amerikanische Militär und die Geheimdienste erhalten.
Neben Intel erhalten auch anderen Firmen wie der taiwanesische Weltmarktführer TSMC sowie Samsung Zuschüsse aus dem Subventionspaket. Das Geld stammt aus dem sogenannten Chips Act, mit dem amerikanische Halbleiterindustrie gefördert werden soll. Für die US-Regierung dürfte es auch aus Gründen der "nationalen Sicherheit" wichtig sein, dass Intel dauerhaft überlebt.
Siehe auch:
Harte Zeiten für Intel
Es geht drunter und drüber bei Intel. Erst hatte der Chip-Hersteller mit Stabilitäts-Problemen bei einigen seiner Prozessoren zu kämpfen, dann sagte man wichtige Veranstaltungen ab, gab Pläne für die Entlassung tausender Mitarbeiter bekannt, pausierte die Pläne für den Bau einer geplanten Fabrik in der Nähe von Magdeburg und stampfte eine wohl geplante CPU-Generation komplett ein.Subventionspaket der US-Regierung
Ein Licht am Ende des Tunnels könnte jetzt aber in Form einer gewaltigen Finanzspritze durch den amerikanischen Staat sichtbar werden. Denn wie die Financial Times berichtet, stehen Intel und die US-Regierung kurz vor einer Einigung über eine bereits im März bekannt gewordene Finanzierung des Chip-Konzerns in Höhe von 8,5 Milliarden US-Dollar.Die Summe ist Teil des 39 Milliarden Dollar schweren Subventionspakets der Biden-Administration, mit dem die nationale Herstellung von Halbleitern angekurbelt werden soll. Intel wäre mit dem zuvor genannten Betrag der Empfänger des größten Anteils des Programms. Damit könnten jedoch lediglich etwas mehr als die Verluste von sieben Milliarden Dollar ausgeglichen werden, die der Chip-Hersteller letztes Jahr im Bereich seiner Foundry eingefahren hat.
Baldiger Verhandlungsabschluss angestrebt
Da die Regierung noch alles vor den Wahlen am 5. November in trockene Tücher bringen will, könnte Intel das Geld wohl schon bald zur Verfügung haben. Die momentanen Gerüchte über angebliche Angebote für eine (Teil-)Übernahme durch Konzerne wie Qualcomm, ARM oder Apollo Global Management dürften jedoch nicht förderlich für die Verhandlungen sein und könnten diese sogar gefährden, heißt es.Kommt eine Vereinbarung zustande, sind außerdem 11 Milliarden US-Dollar an weiteren Krediten möglich. 3,5 Milliarden Dollar hatte Intel von der Regierung bereits für die Herstellung von Chips für das amerikanische Militär und die Geheimdienste erhalten.
Neben Intel erhalten auch anderen Firmen wie der taiwanesische Weltmarktführer TSMC sowie Samsung Zuschüsse aus dem Subventionspaket. Das Geld stammt aus dem sogenannten Chips Act, mit dem amerikanische Halbleiterindustrie gefördert werden soll. Für die US-Regierung dürfte es auch aus Gründen der "nationalen Sicherheit" wichtig sein, dass Intel dauerhaft überlebt.
Zusammenfassung
- US-Regierung plant Subvention für Intel in Höhe von 8,5 Milliarden US-Dollar
- Intel kämpfte mit Verlusten und setzte Sparmaßnahmen um
- Finanzspritze ist Teil eines 39 Milliarden US-Dollar schweren Programms
- Ziel des Programms: Förderung der nationalen Halbleiterproduktion
- Intel könnte größter Empfänger innerhalb des Subventionspakets sein
- Weitere 11 Milliarden US-Dollar Kredite für Intel könnten folgen
- Gerüchte über Teilübernahmen könnten Verhandlungen beeinträchtigen
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