Intels Dauerkrise geht weiter:
Milliardenverluste in der Foundry-Sparte

Der Chiphersteller Intel hat seit vielen Jahren mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, diese hängen u. a. mit Problemen bei der Umstellung von Produktionsprozessen zusammen. Zuletzt schien es aber, dass das Unternehmen wieder auf Spur kommt - ein Irrtum.
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Intel seit Jahren mit Problemen

Verluste und sonstige wirtschaftliche Turbulenzen sind für den Halbleiterhersteller aus dem kalifornischen Santa Clara alles andere als neu. Vor allem im so genannten Foundry-Geschäft, also als Chip-Auftragshersteller für andere Unternehmen, hinkte man lange hinter der Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) zurück. Intel hoffte aber, diese Lücke schließen oder wenigstens verringern zu können.

Doch diese Blase der Hoffnung ist nun spektakulär geplatzt, zumindest fürs erste. Denn wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Intel für 2023 in der Foundry-Sparte einen Betriebsverlust in Höhe von sieben Milliarden Dollar bekannt gegeben, das ist ein gutes Stück mehr als im Jahr davor - 2022 waren es "nur" 5,2 Milliarden Dollar. Der Umsatz dieses Geschäftsbereichs lag im Jahr 2023 bei 18,9 Milliarden Dollar, das bedeutet im Vergleich zu den 27,49 Milliarden Dollar von 2022 einen Rückgang von 31 Prozent.


Diese höchst enttäuschenden Zahlen gehen aus Dokumenten hervor, die Intel an die US-amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) übermittelt hat. Laut Chief Executive Officer Pat Gelsinger sei mit diesem Verlust aber die Talsohle erreicht worden. Der CEO meinte in einer Präsentation für Investoren, dass es nun bergauf gehen werde. Er erwartet, dass dieser Geschäftszweig ab 2027 wieder die Gewinnzone erreichen wird.

Gelsinger gab dabei zu, dass Intel zuletzt einige falsche Entscheidungen getroffen habe, darunter jene, sich gegen die so genannten Extrem-ultraviolett-Maschinen (EUV) des niederländischen Unternehmens ASML zu entscheiden. Diese sind mit einem Preis von 150 Millionen Dollar zwar sehr teuer, operieren aber letztlich kostengünstiger als frühere Chipherstellungsmaschinen.

Als Folge musste Intel ein knappes Drittel der Wafer von Drittunternehmen wie TSMC herstellen lassen, man hofft aber, diese Zahl demnächst auf etwa 20 Prozent reduzieren zu können. Mittlerweile hat Intel selbst auf EUV umgestellt.

Zusammenfassung
  • Intel kämpft mit wirtschaftlichen Problemen
  • Foundry-Geschäft hinkt hinter TSMC her
  • 2023: Betriebsverlust von 7 Mrd. Dollar in Foundry-Sparte
  • Umsatzrückgang auf 18,9 Mrd. Dollar in 2023
  • CEO Gelsinger sieht 2027 als Wendepunkt
  • Fehlentscheidung gegen EUV-Maschinen von ASML
  • Intel muss Wafer-Produktion teils auslagern

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