Leere Lager bei Intel: Kunden warten teilweise wochenlang auf CPUs

Der Chip-Riese kommt im Hinblick auf seine Raptor-Lake-Prozessoren nicht zur Ruhe. Die CPUs mit den Stabilitätsproblemen sorgen weiter für negative Schlagzeilen. Zuerst wollte Intel die Chips nicht austauschen, jetzt kann man es teilweise einfach nicht. Die Lager sind leer.
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Intel

Realität holt Intel wieder ein

Zuletzt konnte man bei Intel mit der Präsentation der neuen Lunar-Lake-Prozessoren zumindest zeitweise mal wieder für etwas positivere Schlagzeilen sorgen. Doch schon einige Tage später haben die Probleme der vergangenen Monate den Chiphersteller wieder eingeholt. Denn es gibt weiter Probleme bei den instabilen CPUs der 13. und 14. Generation. Dieses Mal zwar nicht mit dem Betrieb der Prozessoren an sich, dafür aber mit deren Umtausch.

Erneute Probleme beim CPU-Umtausch

Intel hatte die Garantie für die Raptor-Lake-Chips um zwei Jahre verlängert. Außerdem bietet man Besitzern einer durch den Mikrocode-Fehler beschädigten CPU an, diese umzutauschen. Schon in der Vergangenheit gab es dabei aber Probleme, denn Intel schien sich mit teilweise fragwürdigen Mitteln vor einem Umtausch drücken zu wollen. Jetzt haben Kunden erneut Schwierigkeiten, einen Ersatz für einen beschädigten Prozessor zu erhalten.


Prozessoren nicht mehr auf Lager

Dieses Mal liegt das allerdings nicht an der Unwilligkeit von Intel, sondern eher an deren 'Unfähigkeit'. Denn wie es scheint, sind die Lager leer. Die große Anzahl an Reklamationen hat wohl dazu geführt, dass die Vorräte an Prozessoren der 13. und 14. Generation in Teilen aufgebraucht sind. Zumindest erhalten einige Kunden eine Nachricht, in der ihnen mitgeteilt wird, dass es teilweise bis zu fünf Wochen dauern kann, bis ein Ersatz verfügbar ist.

Intel currently "out of replacements" for defective 13/14900K units
by u/Towel4 in Intel

Wie Techspot berichtet, haben weitere Kunden im Rahmen des Austauschs andere Prozessoren erhalten, als sie eingeschickt hatten. Anstelle eines K-Chips erhielten sie etwa einen KF-Chip, der allerdings keine integrierte Grafikeinheit besitzt. Wieder andere erhielten anstelle eines Prozessors der 13. Generation einen der 14. Generation. Will man die Wartezeit oder einen andersartigen Ersatz nicht akzeptieren, bietet Intel immerhin an, den Kaufpreis zu erstatten.

Kunden als Leidtragende

Entweder hat man bei Intel die Anzahl der Reklamationen deutlich unterschätzt oder man hatte keinen guten Überblick über die tatsächlich noch verfügbaren Raptor-Lake-CPUs. In beiden Fällen wirft das erneut kein allzu gutes Licht auf den Chiphersteller. Zwar ist dieser Umstand auch kein Skandal, allerdings sind die Kunden wieder die Leidtragenden. Fünf Wochen ohne einen Prozessor könnte für einige Nutzer durchaus ein ernstes Problem darstellen.
Zusammenfassung
  • Intel weiterhin in der Krise
  • Neue Lunar-Lake-Prozessoren sorgten kurzzeitig für positive Nachrichten
  • Intel kämpft weiter mit Stabilitätsproblemen bei Raptor-Lake-CPUs
  • Garantieverlängerung um zwei Jahre für betroffene Raptor-Lake-Chips
  • Kunden müssen teilweise lange auf Ersatzprozessoren warten
  • Teilweise andere Prozessortypen als Ersatz im Umtauschprozess
  • Lagerbestände bei Intel sind durch viele Reklamationen erschöpft
  • Intel bietet Kaufpreiserstattung bei Unzufriedenheit mit Ersatzlösungen

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