Kein Branchenprimus mehr: Intel droht ein massiver Bedeutungsverlust
Der Chiphersteller Intel galt lange als Referenz für die Entwicklung der Halbleiter-Industrie weltweit und konnte entsprechend viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nun aber droht dem Unternehmen ein Bedeutungsverlust, der nur schwer zu verkraften wäre.
Am Dienstag rutschten die Intel-Aktien um etwa 7 Prozent ab, was auf einen allgemeinen Verkaufsdruck am Markt zurückzuführen war. Auch der Philadelphia SE Semiconductor Index verlor fast 6 Prozent nach Berichten über rückläufige Chipverkäufe weltweit im Juli.
Ein Ausschluss aus dem Dow wäre ein weiterer Schlag für Intels ohnehin angeschlagenen Ruf. Das Unternehmen hat den Aufschwung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) weitgehend verpasst, nachdem es eine Investition in OpenAI abgelehnt hatte. Zudem steigen die Verluste in der Auftragsfertigungssparte, die als Konkurrenz zu TSMC aufgebaut wird. Intel-CEO Pat Gelsinger plant, später in diesem Monat dem Vorstand des Unternehmens eine Strategie zur Veräußerung unnötiger Geschäftsbereiche und zur Neuausrichtung der Investitionen vorzulegen.
Da der Aktienkurs ein entscheidendes Kriterium für die Aufnahme in den Dow ist, könnte Nvidia als Nachfolger von Intel in den Index aufgenommen werden. Der Kurs des GPU-Herstellers ist in diesem Jahr um mehr als 160 Prozent gestiegen, da die Chips des Unternehmens eine zentrale Rolle in der generativen KI spielen. Ein Aktiensplit im Mai erhöhte zudem die Chancen auf eine Aufnahme.
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Dow steht auf der Kippe
Der Konzern könnte aufgrund seiner andauernden Krise und dem damit verbundenen starken Kursrückgang aus dem Börsen-Indes Dow Jones Industrial Average entfernt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Intel, das zusammen mit Microsoft in den späten 1990er Jahren als eines der ersten Technologieunternehmen in den renommierten Blue-Chip-Index aufgenommen wurde, hat in diesem Jahr einen dramatischen Kursverlust von fast 60 Prozent erlitten. Damit ist das Unternehmen aktuell der schwächste Wert im Dow und besitzt den niedrigsten Aktienkurs im preisgewichteten Index.Am Dienstag rutschten die Intel-Aktien um etwa 7 Prozent ab, was auf einen allgemeinen Verkaufsdruck am Markt zurückzuführen war. Auch der Philadelphia SE Semiconductor Index verlor fast 6 Prozent nach Berichten über rückläufige Chipverkäufe weltweit im Juli.
Ein Ausschluss aus dem Dow wäre ein weiterer Schlag für Intels ohnehin angeschlagenen Ruf. Das Unternehmen hat den Aufschwung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) weitgehend verpasst, nachdem es eine Investition in OpenAI abgelehnt hatte. Zudem steigen die Verluste in der Auftragsfertigungssparte, die als Konkurrenz zu TSMC aufgebaut wird. Intel-CEO Pat Gelsinger plant, später in diesem Monat dem Vorstand des Unternehmens eine Strategie zur Veräußerung unnötiger Geschäftsbereiche und zur Neuausrichtung der Investitionen vorzulegen.
Nvidia als Nachfolger?
S&P Dow Jones Indices, das den Dow verwaltet, lehnte einen Kommentar zu einem möglichen Ausschluss von Intel ab. Änderungen am Index erfolgen nach Bedarf, zuletzt im Februar, als die angeschlagene Apothekenkette Walgreens Boots Alliance durch Amazon ersetzt wurde.Da der Aktienkurs ein entscheidendes Kriterium für die Aufnahme in den Dow ist, könnte Nvidia als Nachfolger von Intel in den Index aufgenommen werden. Der Kurs des GPU-Herstellers ist in diesem Jahr um mehr als 160 Prozent gestiegen, da die Chips des Unternehmens eine zentrale Rolle in der generativen KI spielen. Ein Aktiensplit im Mai erhöhte zudem die Chancen auf eine Aufnahme.
Zusammenfassung
- Intel droht Ausschluss aus dem Dow Jones Industrial Average
- Starker Kursrückgang bei Intel, fast 60 Prozent Verlust in diesem Jahr
- Intel-Aktien fielen am Dienstag um etwa 7 Prozent
- Weltweite Chipverkäufe im Juli rückläufig, beeinflusst auch Intel
- Intel hat wichtige Trends wie KI-Investitionen verpasst
- Verluste in Intels Auftragsfertigungssparte nehmen zu
- Nvidia könnte Intel im Dow ersetzen, Aktien stark gestiegen
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