Qualcomm erwägt die Übernahme von Teilen des Intel-Konzerns
Die Krise bei Intel ruft bereits Dritte auf den Plan, die hier die Chance auf ein Schnäppchen sehen: Bei Qualcomm wird schon darüber nachgedacht, Teile des Halbleiterkonzerns zu kaufen - bis hin zu Produktionsstätten.
Bisher habe Qualcomm das Intel-Management nicht direkt auf eine mögliche Übernahme angesprochen und wollte sich zu den Plänen auch nicht öffentlich äußern. Intel befindet sich aber aktuell in einer schwierigen finanziellen Lage: Der Chiphersteller hatte im vergangenen Monat ein schwaches zweites Quartal gemeldet, was zu einem Personalabbau von 15 Prozent und der Aussetzung der Dividendenausschüttungen führte. Die Einnahmen aus dem PC-Client-Geschäft sanken im vergangenen Jahr um 8 Prozent auf 29,3 Milliarden Dollar, was die allgemeine Schwäche des PC-Marktes widerspiegelt.
Qualcomm habe daher bereits seit Monaten Pläne für die Übernahme von Intel-Teilen verfolgt, jedoch sind diese Überlegungen nicht endgültig und könnten sich noch ändern, so die Quellen weiter. Sie lehnten es ab, namentlich genannt zu werden, da sie nicht befugt seien, öffentlich über die Angelegenheit zu sprechen.
Für Qualcomm könnte sich hier die Chance bieten, selbst auch wieder stärker mit einer eigenen Produktion glänzen zu können. Aktuell ist das Unternehmen hier von Auftragsproduzenten abhängig - insbesondere von TSMC. Und dort steht man seit längerer Zeit bei der Vergabe der High-End-Kapazitäten stets in der zweiten Reihe hinter Apple.
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Günstige Gelegenheit
Qualcomm habe mehrere Geschäftsbereiche von Intel ins Auge gefasst, da das Unternehmen Schwierigkeiten habe, liquide Mittel zu generieren und sich deshalb von einigen Geschäftseinheiten und Vermögenswerten trennen wolle, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen.Bisher habe Qualcomm das Intel-Management nicht direkt auf eine mögliche Übernahme angesprochen und wollte sich zu den Plänen auch nicht öffentlich äußern. Intel befindet sich aber aktuell in einer schwierigen finanziellen Lage: Der Chiphersteller hatte im vergangenen Monat ein schwaches zweites Quartal gemeldet, was zu einem Personalabbau von 15 Prozent und der Aussetzung der Dividendenausschüttungen führte. Die Einnahmen aus dem PC-Client-Geschäft sanken im vergangenen Jahr um 8 Prozent auf 29,3 Milliarden Dollar, was die allgemeine Schwäche des PC-Marktes widerspiegelt.
Qualcomm habe daher bereits seit Monaten Pläne für die Übernahme von Intel-Teilen verfolgt, jedoch sind diese Überlegungen nicht endgültig und könnten sich noch ändern, so die Quellen weiter. Sie lehnten es ab, namentlich genannt zu werden, da sie nicht befugt seien, öffentlich über die Angelegenheit zu sprechen.
Intel muss etwas tun
Intel versucht derzeit, seine Geschäftsaktivitäten zu straffen, um Geld zu sparen. So steht nächste Woche eine Vorstandssitzung an, bei der ein Vorschlag von Konzernchef Pat Gelsinger und anderen Führungskräften besprochen werden soll, wie das Unternehmen seine Abläufe optimieren könnte. Eine mögliche Option sei der Verkauf der Tochter Altera, in der programmierbare Chips entwickelt werden. Aber auch von Teilen seines Foundry-Geschäfts könnte sich der Konzern trennen - inklusive der zugehörigen Entwicklungs- und Fertigungs-Bereiche.Für Qualcomm könnte sich hier die Chance bieten, selbst auch wieder stärker mit einer eigenen Produktion glänzen zu können. Aktuell ist das Unternehmen hier von Auftragsproduzenten abhängig - insbesondere von TSMC. Und dort steht man seit längerer Zeit bei der Vergabe der High-End-Kapazitäten stets in der zweiten Reihe hinter Apple.
Zusammenfassung
- Qualcomm interessiert sich für Teile von Intel
- Intel in finanziellen Schwierigkeiten, plant Verkäufe
- Qualcomm plant keine direkte Kontaktaufnahme zu Intel
- Intel meldete schwaches zweites Quartal
- 15 Prozent Personalabbau und keine Dividenden bei Intel
- Qualcomm abhängig von TSMC, sieht Chance in eigener Produktion
- Intel könnte Tochter Altera und Foundry-Teile verkaufen
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