'Lunar Lake' Benchmarks:
Intel will ARM-PCs chancenlos machen
Intel schickt sich mit "Lunar Lake" an, dem Aufstieg von ARM und Qualcomm als ernst zu nehmende Alternative als Plattform für Windows-PCs den Riegel vorzuschieben. Bei der heutigen Vorstellung der neuen Chips wurde die Latte bereits hoch angesetzt.
Energieeffizienz: Intel will Qualcomms ARM-Chips um 20% schlagen
Der US-Chipgigant behauptet unter anderem, dass man die Energieeffizienz zum Beispiel im Vergleich mit dem hauseigenen Intel Core Ultra 7 165H aus der letztjährigen "Meteor Lake"-Familie mehr als verdoppeln konnte. Das Gleiche soll auch bei der Grafikeinheit bei der Spielenutzung gelten, weil man hier angeblich die Leistungsaufnahme des Gesamtpakets mehr als halbiert haben will. Dabei soll es auch keine Rolle spielen, dass die neuen Intel-Chips den Arbeitsspeicher auf dem Package mitbringen, während er bei "Meteor Lake" noch extern untergebracht war.
Intel SKU-Chart zur 'Lunar Lake'-Familie
In einigen Fällen gestand Intel durchaus ein, dass Qualcomm teilweise weiter die Nase vorn hat. Bei Tests mit der gleichen Plattform kam man beim Vergleich zwischen dem Snapdragon X Elite X1P-80-100 und dem Intel Core Ultra 7 268V auf 12,7 Stunden Laufzeit in Microsoft Teams-Gesprächen für den ARM-Chip und 10,7 Stunden für die neue Intel-CPU.
Im gleichen Gehäuse soll Intels 'Lunar Lake' ...
... bessere Laufzeiten bieten als der Snapdragon X Elite
Durch Änderungen an der Architektur seiner "Lunar Lake"-Chips will Intel teilweise massive Fortschritte gegenüber der Konkurrenz aus San Diego gemacht haben. Die Single-Thread-Performance soll im Vergleich zu den Snapdragon X Elite Prozessoren 20 bis 64 Prozent höher sein, abhängig von der jeweiligen Workload. Natürlich will man auch AMD geschlagen haben und wirbt mit 3 bis 33 Prozent höherer Single-Thread-Leistung.
Angeblich toppt Intel die Qualcomm-Chips bei der Effizienz locker
Intel veröffentlichte auch die üblichen "Performance per Watt"-Kurven, mit denen man bei Qualcomm und Apple so gern für seine Chips trommelt. Angeblich kann "Lunar Lake" bezüglich Leistung pro Watt mit dem Apple M3 mithalten, während man im Vergleich zu Qualcomms "Fast-Flaggschiff" Snapdragon X Elite X1P-80-100 sogar mit 40 Prozent weniger Energie auskommt.
Dies überrascht natürlich nicht, hinkt die Qualcomm-eigene GPU doch bei den PC-Chips des Unternehmens im Vergleich zu den iGPUs von Intel und AMD bekanntermaßen noch stark hinterher. Unter anderem mangelt es dort an Hardware-basiertem Ray-Tracing, was Intel & Co sowie Qualcomm bei seinen Smartphone-Grafikeinheiten bereits seit geraumer Zeit bieten.
KI-Performance: Intel will mit Qualcomm mithalten
Auch im Hinblick auf NPU-Performance, einem Thema, bei dem Qualcomm seit der Einführung der neuen ARM-Chips für Windows-PCs vor einigen Monaten sehr laut große Töne spuckte, will sich Intel nicht lumpen lassen. Mit 42 TOPS reiner NPU-Leistung sieht man sich gerüstet und will damit gut mithalten können. Ohnehin sei es für die meisten Software-Entwickler ohnehin eher relevant, wie viel Gesamtleistung ein System für KI-Aufgaben zur Verfügung stellen kann. Und hier sieht man sich mit 120 TOPS NPU-Performance über alle Teile des Chips hinweg gut aufgestellt.
Die ersten neuen PCs mit den Intel Core-Prozessoren der "Lunar Lake"-Familie sollen ab dem 24. September 2024 in den Handel kommen. Natürlich sind dann alle namhaften PC-Hersteller mit an Bord, die reihenweise neue Geräte vorstellen. Bei seinen Pre-Briefings ließ Intel übrigens teilweise auch unabhängige Tests von eingeladenen Pressevertretern zu, anhand derer sich einige der Behauptungen zur gestiegenen Effizienz bereits bestätigen ließen.
Siehe auch:
Hat Intel mal eben die ARM-Revolution gekillt?
Intel will mit den neuen Prozessoren der "Lunar Lake"-Familie, die vor allem für Laptops und besonders kompakte Desktop-PCs konzipiert sind, vor allem gegen Qualcomms neue Snapdragon X Serie antreten. Man verspricht die bisher energieeffizientesten x86-Prozessoren aller Zeiten, soll doch zum Beispiel eine 20 Prozent bessere Leistung pro Watt geboten werden als bei Qualcomms Snapdragon X Elite X1E-80-100, der zum Beispiel im Surface Laptop 7 und dem Surface Pro 11 seinen Dienst tut.
Energieeffizienz: Intel will Qualcomms ARM-Chips um 20% schlagen
Der US-Chipgigant behauptet unter anderem, dass man die Energieeffizienz zum Beispiel im Vergleich mit dem hauseigenen Intel Core Ultra 7 165H aus der letztjährigen "Meteor Lake"-Familie mehr als verdoppeln konnte. Das Gleiche soll auch bei der Grafikeinheit bei der Spielenutzung gelten, weil man hier angeblich die Leistungsaufnahme des Gesamtpakets mehr als halbiert haben will. Dabei soll es auch keine Rolle spielen, dass die neuen Intel-Chips den Arbeitsspeicher auf dem Package mitbringen, während er bei "Meteor Lake" noch extern untergebracht war.
Intel SKU-Chart zur 'Lunar Lake'-Familie
Längere Laufzeit bei sonst baugleichen Laptops
Intel will dies unter anderem damit belegen, dass man bei einem identisch ausgerüsteten Notebook, bei dem es sich allem Anschein nach um ein Dell XPS 13 handelt, mit dem neuen Intel Core Ultra 7 268V im Produktivitätsbenchmark UL Procyon eine maximale Akkulaufzeit von 20,1 Stunden erzielte, während das abgesehen von der CPU nach den Spezifikationen identische Qualcomm-basierte Modell des gleichen Dell-Laptops nur auf 18,4 Stunden kam.In einigen Fällen gestand Intel durchaus ein, dass Qualcomm teilweise weiter die Nase vorn hat. Bei Tests mit der gleichen Plattform kam man beim Vergleich zwischen dem Snapdragon X Elite X1P-80-100 und dem Intel Core Ultra 7 268V auf 12,7 Stunden Laufzeit in Microsoft Teams-Gesprächen für den ARM-Chip und 10,7 Stunden für die neue Intel-CPU.
Im gleichen Gehäuse soll Intels 'Lunar Lake' ...
... bessere Laufzeiten bieten als der Snapdragon X Elite
Durch Änderungen an der Architektur seiner "Lunar Lake"-Chips will Intel teilweise massive Fortschritte gegenüber der Konkurrenz aus San Diego gemacht haben. Die Single-Thread-Performance soll im Vergleich zu den Snapdragon X Elite Prozessoren 20 bis 64 Prozent höher sein, abhängig von der jeweiligen Workload. Natürlich will man auch AMD geschlagen haben und wirbt mit 3 bis 33 Prozent höherer Single-Thread-Leistung.
Bis zu dreimal mehr Performance pro Thread
Die sogenannte Compute-Effiency soll ebenfalls massiv gestiegen sein, sodass "Lunar Lake"-Prozessoren nun angeblich eine zwei bis drei Mal so hohe Performance pro Thread bieten können wie ihre Vorgänger der "Meteor Lake"-Familie bei gleichem Stromverbrauch. Dabei ist zu bedenken, dass "Lunar Lake" ganz ohne Hyperthreading auskommt. Sollte Intel also tatsächlich eine derart enorme Performance-Steigerung gelungen sein, wäre dies extrem beeindruckend.
Angeblich toppt Intel die Qualcomm-Chips bei der Effizienz locker
Intel veröffentlichte auch die üblichen "Performance per Watt"-Kurven, mit denen man bei Qualcomm und Apple so gern für seine Chips trommelt. Angeblich kann "Lunar Lake" bezüglich Leistung pro Watt mit dem Apple M3 mithalten, während man im Vergleich zu Qualcomms "Fast-Flaggschiff" Snapdragon X Elite X1P-80-100 sogar mit 40 Prozent weniger Energie auskommt.
Intel Arc Grafik weiter weit vor Qualcomm
Gerade bei Spielen hat Intel auch weiterhin die Nase vorn, wenn es um den Vergleich mit Qualcomm geht. So wies der US-Chipgigant natürlich ausführlich und mehrfach auf die wegen der unterschiedlichen Architektur bei ARM-PCs bestehenden Kompatibilitätsprobleme mit diversen Spielen hin. Bei Benchmarks mit diversen Spielen sollen die integrierte Grafikeinheit der neuen "Lunar Lake"-Familie im Schnitt eine 68 Prozent höhere Performance geliefert haben als vergleichbare Qualcomm-Chips.Dies überrascht natürlich nicht, hinkt die Qualcomm-eigene GPU doch bei den PC-Chips des Unternehmens im Vergleich zu den iGPUs von Intel und AMD bekanntermaßen noch stark hinterher. Unter anderem mangelt es dort an Hardware-basiertem Ray-Tracing, was Intel & Co sowie Qualcomm bei seinen Smartphone-Grafikeinheiten bereits seit geraumer Zeit bieten.
KI-Performance: Intel will mit Qualcomm mithalten
Auch im Hinblick auf NPU-Performance, einem Thema, bei dem Qualcomm seit der Einführung der neuen ARM-Chips für Windows-PCs vor einigen Monaten sehr laut große Töne spuckte, will sich Intel nicht lumpen lassen. Mit 42 TOPS reiner NPU-Leistung sieht man sich gerüstet und will damit gut mithalten können. Ohnehin sei es für die meisten Software-Entwickler ohnehin eher relevant, wie viel Gesamtleistung ein System für KI-Aufgaben zur Verfügung stellen kann. Und hier sieht man sich mit 120 TOPS NPU-Performance über alle Teile des Chips hinweg gut aufgestellt.
Die ersten neuen PCs mit den Intel Core-Prozessoren der "Lunar Lake"-Familie sollen ab dem 24. September 2024 in den Handel kommen. Natürlich sind dann alle namhaften PC-Hersteller mit an Bord, die reihenweise neue Geräte vorstellen. Bei seinen Pre-Briefings ließ Intel übrigens teilweise auch unabhängige Tests von eingeladenen Pressevertretern zu, anhand derer sich einige der Behauptungen zur gestiegenen Effizienz bereits bestätigen ließen.
Zusammenfassung
- Intel stellt "Lunar Lake" vor, um ARM und Qualcomm herauszufordern
- Neue Chips besonders energieeffizient und für Laptops sowie kompakte PCs gedacht
- Versprochene 20% bessere Leistung pro Watt im Vergleich zu Snapdragon X Elite
- Intel behauptet Verdoppelung der Energieeffizienz gegenüber "Meteor Lake"
- Im Produktivitätsbenchmark erzielte "Lunar Lake" eine längere Akkulaufzeit als Qualcomm
- Single-Thread-Performance von "Lunar Lake" übertrifft die von Qualcomm und AMD
- Neue PCs mit "Lunar Lake"-Prozessoren ab dem 24. September 2024 erhältlich
Siehe auch:
- Intel Core Ultra 200 vorgestellt: Hohe Leistung bei enormer Effizienz
- Intel: Krisen-Plan wird konkreter - deutscher Werksneubau auf Kippe
- Intel bewirbt kommende CPUs als "stabil, da mit neuer Architektur"
- Windows 11: Hinweise auf neue "intelligente" Mediensuche entdeckt
- Start von Intel Arrow Lake ist die letzte Hoffnung für den Chipmacher
Thema:
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