Intel versucht sich vor Umtausch von Raptor-Lake-CPUs zu drücken
Das Chip-Unternehmen kommt momentan nicht us den Negativ-Schlagzeilen heraus. Nachdem Intel die Garantie für Raptor-Lake-Prozessoren verlängert hat, scheint das Unternehmen sich in konkreten Fällen mit allen Mitteln aus der Verantwortung ziehen zu wollen.
Angesichts dessen hatte das Chip-Unternehmen zuletzt angekündigt, dass man die Garantie für Core-Prozessoren der 13. und 14. Generation um zwei Jahre verlängert. Das soll Käufern einer entsprechenden CPU Sicherheit geben, da sie das Produkt im Fall eines auftretenden Defekts auch nach längerer Zeit noch umtauschen können. Auch bereits beschädigte Prozessoren können so noch zurückgesendet werden. Zumindest in der Theorie.
Nutzer jerubedo habe eigenen Angaben zufolge versucht, zwei defekte Intel-Boxed 14900K-Chips zurückzuschicken. Einen davon hatte er über Amazon und den anderen über den bekannten amerikanischen Computerhändler Micro Center gekauft. Beide Chips waren beim Kauf originalverpackt und brandneu. Beide hatten Stabilitätsprobleme.
Die CPU von Micro Center hätte eine komplett gefälschte Aufschrift. Für beide Prozessoren bestehe daher keine Möglichkeit einer Rückgabe bei Intel. Das Unternehmen stellte lediglich einen Brief aus, in dem es hieß, die Chips seien nicht echt.
Diese ganze Geschichte dürfte der Reputation von Intel nicht helfen. Wenn man Kunden eine verlängerte Garantie verspricht, dann allerdings mit teilweise dubiosen Mitteln versucht, sich in konkreten Fällen aus der Verantwortung zu ziehen, macht das keinen guten Eindruck. Bleibt zu hoffen, dass es sich um einen Einzelfall handelt.
Siehe auch:
Intel verlängert Garantie für Prozessoren
Die Raptor-Lake-CPUs von Intel haben bekanntermaßen ein ernstes Stabilitätsproblem. Es kommt immer wieder zu Ausfällen, bei denen die Chips physisch beschädigt werden und danach nicht mehr zu gebrauchen sind. Vor knapp zwei Wochen hatte das Unternehmen endlich den vermeintlichen Grund für das Problem identifiziert. Kunden mit bereits beschädigten CPUs nützt das aber nichts mehr.Angesichts dessen hatte das Chip-Unternehmen zuletzt angekündigt, dass man die Garantie für Core-Prozessoren der 13. und 14. Generation um zwei Jahre verlängert. Das soll Käufern einer entsprechenden CPU Sicherheit geben, da sie das Produkt im Fall eines auftretenden Defekts auch nach längerer Zeit noch umtauschen können. Auch bereits beschädigte Prozessoren können so noch zurückgesendet werden. Zumindest in der Theorie.
Probleme bei der Rückgabe
Denn Raptor-Lake-Prozessoren umzutauschen bzw. zurückzugeben hat jetzt auch ein Reddit-Nutzer versucht. Der berichtet allerdings von einer sehr unangenehmen Erfahrung mit Intel und dem gesamten Prozess. Seinem Post auf Reddit (via Tom's Hardware) zufolge versuchte das Unternehmen nämlich mit allen Mitteln, sich vor einer Rücknahme der Chips zu drücken.Nutzer jerubedo habe eigenen Angaben zufolge versucht, zwei defekte Intel-Boxed 14900K-Chips zurückzuschicken. Einen davon hatte er über Amazon und den anderen über den bekannten amerikanischen Computerhändler Micro Center gekauft. Beide Chips waren beim Kauf originalverpackt und brandneu. Beide hatten Stabilitätsprobleme.
Chips angeblich gefälscht
Nach dem Einsenden von Dokumenten und Fotos zu den Chips, die Intel gefordert hatte, teilte der Kundenservice mit, die CPUs seien Fälschungen. Der Prozessor von Amazon sei aufgrund der Aufschrift mit der Nummer 03262 als ein OEM-Prozessor und kein Intel-Boxed-Chip identifiziert worden. Die Bilder von jerubedo zeigen jedoch eindeutig die Nummer 03252 auf dem Chip.Die CPU von Micro Center hätte eine komplett gefälschte Aufschrift. Für beide Prozessoren bestehe daher keine Möglichkeit einer Rückgabe bei Intel. Das Unternehmen stellte lediglich einen Brief aus, in dem es hieß, die Chips seien nicht echt.
Zerstörung gefälschter Chips
Nachdem sich jerubedo dahinterklemmte und die Echtheit der beiden Prozessoren mit weiteren Bildern versuchte zu untermauern, teilte Intel ihm schließlich mit, er könne die Chips einschicken. Eine erneute Begutachtung sei nicht möglich. Bei Fälschungen würde man sich zudem das Recht der Einbehaltung und Zerstörung der Produkte vorbehalten.Wir legen unsere Untersuchungsmethoden nicht offen. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Produkte gültig sind und eine Rücksendegenehmigung (RMA) beantragen möchten, können wir diese erstellen. Wenn die Produkte jedoch den Validierungsprozess nicht bestehen, werden die Einheiten einbehalten und beschlagnahmt, und es wird kein Ersatz oder eine Rückerstattung gewährt. Aus diesem Grund bieten wir Ihnen die Möglichkeit, den Brief mitzunehmen und ihn an die Verkaufsstelle weiterzuleiten. Dadurch haben Sie eine bessere Chance, einen Ersatz zu erhalten, da Sie die Prozessoren in Ihrem Besitz haben.Intel versuchte also, die Verantwortung auf Amazon bzw. Micro Center abzuschieben. Doch dann kam es zu einer Wendung.
Öffentlicher Druck sorgt für Wendung
Nachdem jerubedo seine Geschichte auf Reddit gepostet hatte, was einige Aufmerksamkeit erregte, wurde er erneut von Intel kontaktiert. Plötzlich hieß es, eine "zweite Begutachtung", die zuvor noch unmöglich gewesen war, habe jetzt die Echtheit der CPUs bestätigt. Somit stehe einem Umtausch nichts mehr im Weg.Diese ganze Geschichte dürfte der Reputation von Intel nicht helfen. Wenn man Kunden eine verlängerte Garantie verspricht, dann allerdings mit teilweise dubiosen Mitteln versucht, sich in konkreten Fällen aus der Verantwortung zu ziehen, macht das keinen guten Eindruck. Bleibt zu hoffen, dass es sich um einen Einzelfall handelt.
Zusammenfassung
- Intel Raptor-Lake-CPUs haben ernste Stabilitätsprobleme
- Garantie für 13. und 14. Generation um zwei Jahre verlängert
- Reddit-Nutzer berichtet von Problemen beim Umtausch
- Intel behauptet, CPUs seinen Fälschungen, Erstattung ausgeschlossen
- Nach öffentlichem Druck bestätigt Intel die Echtheit der CPUs
- Umtausch der Prozessoren wird nun doch ermöglicht
- Vorgehensweise von Intel schadet dem Unternehmensimage
Siehe auch:
- Intel streicht mindestens 15.000 Jobs - Kahlschlag trotz guter Verkäufe
- Ärger für Intel: Sammelklage wegen Raptor-Lake-Instabilität droht
- Intel: Release-Termin für Lunar-Lake-Prozessoren steht fest
- Problem mit Intel-CPUs: Intel plant keine Rückrufe oder Verkaufsstopps
- Instabile CPUs: Intel scheint Probleme aus Angst "herunterzuspielen"
Thema:
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